Samsung S630

Digital entwackelt

Die S630 ist eine handliche Kamera, die klar dem Einsteigersegment zuzuordnen ist. Das sieht man bereits an dem komplett aus schlichtem Plastik gefertigten Gehäuse, das es außer in schwarz auch in silber gab.

Technisch gibt es kaum Besonderheiten an dieser Kamera. Sie hat den typischen Dreifach-Zoom, einen für ihren Jahrgang eher kleinen Bildschirm und eine üppige Ausstattung mit Belichtungsprogrammen. Diese sind zum Teil über das Moduswahlrad erreichbar und zum Teil über die Einstellung "Scene" im Menü aufzurufen.

Großzügig sind auch die Belichtungsmodi, bei denen neben einer Vollautomatik auch eine Programmautomatik und ein komplett manueller Modus zur Verfügung stehen. ISO-Wert und Weißabgleich sind ebenfalls einstellbar. Das hilft aber alles nur begrenzt gegen die kräftige Rauschneigung des winzigen Bildsensors, die bei nahezu jeder Einstellung zumindest in dunklen Bildbereichen zu sehen ist.

Ein eigener Betriebsmodus ist der Verwacklungsschutz. Was andere Kameras durch komplexe Mechanik erreichen, versucht Samsung hier rein durch Software und nennt das etwas großspurig "ASR", was für "Advanced Shake Reduction" steht. Fotografiert man in diesem Modus, steigt zunächst die Auslöseverzögerung deutlich an und dann macht die Kamera zwei Bilder: Eines ist sehr kurz belichtet und weist demzufolge zwar scharfe Konturen auf, ist dafür aber unterbelichtet. Das zweite Bild wird normal belichtet, was möglicherweise zu Bewegungsunschärfe führt. Nun verrechnet die Kamera beide Bilder und nimmt dabei die Konturen des einen und die Farben des anderen Bildes. In der Praxis funktioniert das auch, kann aber nicht mit optischen Systemen konkurrieren. Samsung hat der Funktion nicht umsonst einen eigenen Modus spendiert, während andere Kameras den Verwacklungsschutz eigentlich immer mitlaufen lassen: ASR macht die Kamera sehr langsam und dürfte deswegen wohl nur in wenigen Situationen wirklich sinnvoll sein.

Die Stromversorgung mit 2 AA-Batterien ist zwar erfreulich unkompliziert, aber die Kamera kommt mit den Stromspendern nicht gut zurecht. Erstens ist sie sehr stromhungrig und leert die Batterien oder Akkus in Rekordzeit und zweitens schaltet sie sich sehr früh schon wegen mangelnder Energie ab. Das passiert manchmal so plötzlich, dass die Kamera vor dem Abschalten nicht einmal mehr das Objektiv einfahren kann.

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