Der Beitrag: "Sony NEX-6 mit SUN WIDE YS-28 F:2.8 28mm" endete mit der Bemerkung: >> Diese Adaptierungen sind natürlich nichts für Pixelpeeper, die mit der Nase auf dem Monitor oder dem gedruckten Foto nach Abbildungsfehlern suchen, statt das Foto auf sich einwirken zu lassen. Es ist für Interessenten, die weiter an der DSLR festhalten, um per Adapter vielleicht mal ein spannendes Objektiv zu probieren. Die Canon EOS DSLR akzeptiert viele — nicht alle — M42 Objektive, die OHNE Korrekturlinse auf den meisten EOS-Gehäusen funktionieren. Das trifft auch auf die Adaption von Nikon F-, Pentax K- und Exakta-Objektiven zu, deren Adapter auf Canon EOS keine Korrekturlinse benötigen! <<
Deshalb wurde zum Experimentieren in den Sommerferien noch schnell ein Exakta-auf-Canon EOS-Adapter geordert, der das Foto-Expeditionsgepäck nicht vergrößert!
Mit ihm können ausgelagerte Objektive mit Exakta-Bajonett auf die ebenfalls ausgelagerte 15 Megapixel Canon EOS 50D montiert werden. Gut, dass die 50D für präziseres Fokussieren Liveview bietet!
Ausgewählt wurde das Meyer Görlitz Tele Megor 1:5.5/250, das ich in zwei unterschiedlichen Versionen und Anschlüssen habe: in Schwarz mit M42 und in Chrom (Aluminium) mit Exakta-Bajonett.
Ausführlich HIER teilweise wenig schmeichelhaft beschrieben.
Wobei ich auf Einschätzungen im Interet wenig gebe, ich mache mir lieber selbst ein Bild! Viel habe ich mit den beiden Tele Megoren nicht gemacht. Bisher kam nur die schwarze M42-Schraubvariante zum Kurzeinsatz.
Jetzt also die Chrom-Variante mit Exakta-Anschluss auf der Canon EOS 50D
Wichtigstes Zubehör bei großer Nahdistanz von 3,3 m im Fall des Exakta-Bajonetts: Zwischenringe! Bei der schwarzen Variante erledigt das der M42-/Nikon Z-Helicoid.
Spezifikationen
Die Aluminum-natur Version Tele Megor
- Abmessungen/Gewicht: Ø 57 mm, Länge 158 mm, Filter Ø 49 mm, 350 g
- Kleinste Blende f/22
- Nahdistanz 3,3 m
Die schwarz eloxierte Version
- Abmessungen/Gewicht: Ø 66 mm, Länge 167 mm, Filter Ø 58 mm, 570 g
- Kleinste Blende f/22
- Nahdistanz 3,3 m
- Drehbare stativschelle
An den Wäscheklammern wurde nichts nachgeschärft!
Für Action ist das lichtschwache 250 mm Tele absolut nichts. Nur geruhsame Motive, die nicht weglaufen können … Gerne vom Stativ, da die Entfernugs-Einstellschnecke eigentlich gereinigt und neu gefettet werden müsste. Damit sie wieder leichtgängiger wird!
Qualitäts- und sonstiger Eindruck
Damit hat das Meyer Görlitz Tele Megor 1:5.5/250 "in Chrom/Aluminium" seine Würdigung und den Kurzeinsatz auf der Canon EOS 50D erfahren. Was die Adaption betrifft, muss der Exakta-auf-Canon EOS-Adapter im ersten Schritt auf das Objektiv montiert und verriegelt werden. Die Kombination wird dann wie ein gewöhnliches EOS Objektiv in die 50D eingeklinkt. Das ist schon alles. Und funktioniert mit jedem Objektiv mit Exakta-Innenbajonett. Nicht mit dem Außenbajonett!
Die Abbildungsqualität?
Größte Schwäche des 250ers ist die sehr weiche, flaue Motivwiedergabe. Dieses schon etwas stärkere Tele dürfte dem Anwender in Analogzeiten nicht wirklich Freude bereitet haben. Da musste schon "knackig" belichtet werde. Und bei Aufnhemen auf SW-Film entsprechend entwickelt und auf von der Gradation passendes, "hartes" Papier vergrößert werden.
In Digitalzeiten können Kontrast und Schärfe durch die entsprechenden Regler in Adobe Lightroom und Photoshop massiv verbessert werden! Diese frühe Version des 250 mm Tele Megors geht jetzt in den verdienten Ruhestand. Stattdesssen werde ich meine modernere Version "in Black" mit M42 Anschluss reaktivieren und mit der ein paar Probefotos aufnehmen. Bericht je nach Zeit und Laune ;-)
Ralf Jannke, Juli 2026
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| Autor: | Ralf Jannke |
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| Erstellt: | 24.07.2026 |










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