Casio EX-Z85 Kurzbericht

Hier stelle ich eine weitere Kamera vor, die ich geschenkt bekam. Leider ist mein Exemplar defekt, darum gibt es keine Beispielbilder.

Spezifikationen

  • Die Herbst 2008 vorgestellte Casio Exilim EX-Z85 ist 90 x 52 x 19 mm groß und wiegt mit Akku und Speicherkarte 150 g.
  • Der 1/2,5“ CCD-Sensor (5,8x4,3mm) löst maximal 3456 x 2592 Pixel  = 9 Megapixel auf. Der Pixelpitch beträgt 1,7µm. QuickTime-Videos sind mit 848x480 Pixeln inkl. Ton möglich. Bilder werden als JPEG auf SD-/SDHC-Karten (max. 32 GB) gespeichert. Die Empfindlichkeit ist automatisch oder manuell von 64 bis 1600 ASA einstellbar.
  • Das Objektiv ist ein 1:3,2-5,9/6,3-18,9 mm Dreifachzoom, die kb-äquivalente Brennweite beträgt 38-114 mm
  • Das Motiv wird über einen 2,6“ TFT LCD Monitor mit 115.000 Subpixeln angezeigt, der auch die Menüsteuerung übernimmt.
  • Entfernungseinstellung automatisch durch Kontrasterkennung auf dem Bildsensor
  • Belichtungssteuerung durch Vollautomatik, Programmautomatik oder diverse Motivprogramme. Belichtungszeiten 1 bis 1/2000 sek., Selbstauslöser mit 10 sek. Vorlaufzeit
  • im Gehäuse integrierter Blitz mit ca. Leitzahl 6
  • Weißabgleich automatisch
  • rein elektronische Bildstabilisierung
  • Energieversorgung durch Lithium-Ionen-Akku

Besonderheiten

  • Casio ist ein japanischer Hersteller von elektronischen Geräten. Er ist Weltmarktführer bei Taschenrechnern, stellt jedoch auch Digitaluhren und elektronische Musikinstrumente her. Die frühere Produktion von Heimcomputern ist bereits seit etwa 1990 eingestellt, Digitalkameras wurden von 1996 bis 2018 vertrieben. Dazu zählen die von Sammlern gesuchten Modelle der QV-Serie.
  • Exilim war der Name etlicher Casio-Kompaktkameras von 2002 bis 2016. Alle EX-Z - Kameras haben ein Zoomobjektiv.
  • Die Bildstabilisierung arbeitet rein elektronisch, z. B. durch Erhöhung der Empfindlichkeit.
  • Die Kamerarückseite wird vom Display dominiert, darum muß die EX-Z85 mit wenigen Bedienelementen auskommen: Auslöser mit Zoomhebel, Hauptschalter, Video-Taste, zwei Tasten zur Umschaltung zwischen Aufnahme und Wiedergabe, einem runden Steuerkreuz mit Mitteltaste (alle 4 Richtungen haben Zweitfunktionen) und zwei weiteren Tasten. Für weitergehende Einstellungen muß der Fotograf ins Kameramenü.
  • Die Stromversorgung erfolgt durch einen Lithium-Akku NP-60, der auch in anderen Casio-Digitalkameras verwendet wurde. Laut Hersteller reicht er für 240 Aufnahmen.
  • Der Gehäuseblitz ist fest eingebaut. Die Blitzbelichtungsmessung erfolgt vermutlich TTL mittels Vorblitz.
  • Die Kamera hat eine Gesichts- und Lächelerkennung. Bis zu 10 Gesichter kann sie auseinanderhalten, darauf scharfstellen und auf Wunsch nur auslösen, wenn alle erkannten Personen lächeln.
  • Neben der Speichermöglichkeit auf eine Karte gibt es auch einen internen Speicher, der allerdings mit 41 MB sehr klein ist und in bester Bildqualität nur für wenige Aufnahmen ausreicht. Wie üblich: Er ist ein „Abfallprodukt“ des Kameraprozessor-Firmwarespeichers, der vom der Kamerasoftware nicht vollständig belegt ist. Je nach Firmwarestand kann er auch etwas kleiner sein. Bei Casio kann die Firmware vieler Kameras vom Benutzer aktualisiert werden, es muß lediglich auf einer Speicherkarte die Update-Datei vorhanden sein und im Kameramenü die Aktualisierung gestartet werden.
  • Für die Schnittstellen sind die mit der Kamera zusammen gelieferten Spezialkabel erforderlich, da USB- und Video-Ausgang zu einer Kombibuchse zusammengefaßt wurde.
  • Der UVP der Casio EX-Z85 betrug etwa 150 Euro. Wie oben erwähnt, bekam ich mein Exemplar geschenkt, leider als defektes Sammlerstück.

Qualitäts- und sonstiger Eindruck

Das Gehäuse der Exilim EX-M2 macht einen recht wertigen Eindruck, es ist äußerlich größtenteils aus Metall. Aufgrund des geringen Gesamtgewichtes bestehen die Metallschalen jedoch nur aus hauchdünnem Aluminiumblech. Wie damals allgemein üblich gab es die Kamera in verschiednen Gehäusefarben, neben dem gezeigten dunklem Farbton auch Silber, Rot und Grün.

Das Zoomobjektiv fährt im Ruhezustand komplett in das Gehäuse ein und steht somit nicht vor, diese Mechanik ist beim gezeigten Exemplar defekt, die Kamera versucht, die Objektiveinheit auszufahren und gibt nach Sekunden mit knarrenden und surrenden Geräuschen auf.

Die Kamera gehört zur Klasse der Kompaktkameras, die in den Jahren von 2005 bis 2015 aus unzähligen Exemplaren zahlreicher Hersteller bestand. Aus dieser Masse hebt sie sich nur wenig hervor.

Die Bildqualität dürfte aufgrund des kleinen Sensors nicht besonders gut sein und der einer 9-Megapixel-Kamera mit winzigem 1/2,5“-Sensor entsprechen. Vermutlich sind die Aufnahmen nur bei 64 ASA halbwegs brauchbar, bei höheren Empfindlichkeiten wird die Auswerte-Elektronik das Rauschen und dadurch auch Details wahrscheinlich gnadenlos „wegrechnen“.

Fazit: eine digitalkamerahistorisch uninteressante Kamera (weil Dutzendware), heutzutage zum ernsthaften Bildermachen vermutlich nur wenig geeignet.

Christian Zahn

 

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