Mein Exemplar kam mit Canon FD-Bajonett. Zur Demonstration hier auf die analoge Canon SLR Modell EF montiert
"CHINON 500mm F:8 — Nur ein Technikdenkmal …" lautete die Überschrift des entsprechenden Beitrags aus dem Mai 2025. Über eine vermeintliche Rarität, ein "abblendbares" Spiegelobjektiv.
Ein im ersten Beitrag erwähntes Spiegelobjektiv mit Abblendmöglichkeit gibt es tatsächlich, aber beim 500 mm Chinon wurde das "abblendbar" in Gänsefüßchen gesetzt.
Warum?
Weil dieses Chinon gar keine Blende besitzt. Zu viel Licht kann durch Abblenden eines Objektivs per Iris- oder Lochblende verringert werden oder durch Montage von verschieden starken Graufiltern. Und genau das passiert im CHINON 500mm F8. Auf einem Filterrad sind in 120 Grad Teilung zwei Graufilter montiert, die in den Strahlengang gedreht werden können. Ein Drittelsegment ist leer, da sitzt überhaupt kein Filter drin. Die Lichtdurchlässigkeit der beiden Graufilter entspricht Blende f/11 und f/16. Das Leersegment entspricht der Objektiv-Lichtstärke f/8. Ein Gewinn an Schärfentiefe ergibt sich so natürlich NICHT!
Dennoch hielt, halte ich das Chinon, von dem es zahlreiche entsprechend gravierte Klone gibt, für eine interessante Rarität. Es taucht nicht so oft auf.
Im ersten Test schnitt es gar nicht gut ab, daher sollte es eine zweite Chance bekommen. Beim Filterrad war etwas blockiert, was schnell behoben war.
Ich werde das CHINON 500mm F:8 um Ostern rum beim nächsten Schwedentrip erneut probieren. Vom kräftigen Stativ mit Fokus-Peaking und Sucher-/Monitor-Vergrößerung.
Ralf Jannke, Januar 2026
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| Autor: | Ralf Jannke |
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| Erstellt: | 5.01.2026 |




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