Diese Minolta ist so stylish, dass sie selbstverständlich als analoge "Black Beauty" durchgeht!
Ob ich den vorhandenen Blitz mitnehme, wird sich zeigen …
Auf die Einbelichtung von Daten werde ich verzichten, da das Datum bei 1999 endet …
Was das Objektiv angeht, hat Minolta konsequent ein "echtes" 35 mm Weitwinkel verbaut. Die Mehrzahl vergleichbarer "Point-and-Shoot"-Kameras hat nur ein 40 mm Objektiv oder bestenfalls ein 38 mm Objektiv. Was gewöhnlich nach der guten Zeiss "Adlerauge" Tessar-Formel aufgebaut ist: 4 Linsen in 3 Gruppen. Das vom 35er der AF-C aber noch mal deutlich übertroffen wird. Dieses Objektiv ist aus 6 Linsen aufgebaut.
Spezifikation
- Vorstellungsjahr 1982 auf der Photokina, Verkaufsstart 1983. Die AF-C galt zu ihrer Zeit als eine der kleinsten Autofokus-Kompaktkameras der Welt.
- Abmessungen/Gewicht 42 x 67,5 x 105 mm (ohne den Ansteckblitz!), 215 g
- Filmempfindlichkeiten von ASA/ISO 25 bis 400 = 15 bis 27 DIN
- Filmtransport: Gerändeltes Transportrad mit 360°-Drehung
- Rückspulentsperrknopf am Kameraboden. Filmladesignal bestätigt richtiges Filmeinlegen und korrekten Filmtransport.
- Objektiv: Minolta 2,8/35 mm, 6 freistehende Linsen, 63° Bildwinkel
- Scharfeinstellung: Scharfeinstellautomatik mit Infrarot-Autofocus von 0,9 m bis Unendlich. Mit Scharfeinstell-Speicherung durch leichtes Andrücken des Auslösers
- Belichtungsmessung: CdS-Photowiderstand. Arbeitsbereich der Belichtungsautomatik von EV 6 bis 17
- Programmverschluß: Elektronisch gesteuerter Zwischenlinsen-Zentralverschluß; automatisches Zeit-Blenden-Programm Programmautomatik von 1/8 s mit Blende 2,8 (EV 6) bis 1/430 s mit Blende 17 (EV 17). X-Synchronisation mit 1/40 s und kürzer; Blitz-/Blenden-Automatik.
- Sucher: Leuchtrahmensucher mit Autofocus-Zielfeld. Gelbe LED für richtige Scharfeinstellung im verfügbaren Bereich; rote Warn-LED für längere Zeiten als 1/40 s. Vergrößerung: 0,47x; Abstimmung: —1 dpt.
- Elektronischer Selbstauslöser mit ca. 10 s Verzögerungszeit und rotem LED-Signal (leuchtet ständig ab Start und blinkt die letzten 3 s).
- Energiequellen: Zwei 3 Volt-Lithium-Batterien (Vartalith CR 1/3N oder gleichwertig) oder vier 1,55 Volt-Silberoxyd-Batterien (UCAR EPX-76 oder gleichwertiger S-76-Typ) oder vier 1,5 Volt-Alkali-Mangan-Batterien (UCAR A-76 oder Varta V13GA oder gleichwertig) als Stromversorgung für Belichtungsautomatik, Autofocus-System und LED-Anzeigen
- Weitere Ausstattung: Schutzschieber schaltet im geschlossenen Zustand Strom ab und schützt Objektiv, CdS-Meßzelle, Sucherausblick und Autofocus-Fenster. Automatische Auslösesperre bei geschlossenem Schutzschieber und unzureichender Batterieleistung. Minolta Filmeinlegesystem mit spezieller Aufwickelspule (Fangspule)
- Auswechselbare Rückwand
- Zubehör: Elektronenblitzgerät Electroflash-C und Datenrückwand Quartz-Data-Back-C als exklusives Zubehör. Spezialtasche, Mini-Stativ TR-1
Einziger Nachteil: Für Fotografie auf SW-Film müsste improvisiert werden, weil es kein Filtergewinde für die in der SW-Fotografie sehr nützlichen Grün-, Gelb-, Ornage- und Rotfilter gibt … Sei's drum, die damaligen Anwender werden wohl nur "Buntfilme" eingelegt haben.
Qualitäts- und sonstiger Eindruck
Die MINOLTA AUTO FOCUS AF-C schien im Trockentest mit frischen Knopfzellen zu funktionieren, erwies sich dann im Einsatz aber leider als Totalschaden :-(
Auf den extrem dünnen Negativen war praktisch nichts zu erkennen – totale Unterbelichtung. Dazu gesellte sich noch ein Filmtransport- oder Verschluss-Schaden. In einigen Negativen fand sich mittig ein heller, weißer Streifen. Ich hatte zunächst noch auf den Film oder die Entwicklung getippt. Nein der Kodak 200 Farbnegativ war frisch und der parallel in der gleichen Dose mit entwickelte TIGER COLOR NEGATIVE 110 POCKETFILM 200 ISO war einwandfrei. Die Pocketkamera MINOLTA AUTOPAK 470 hat einwandfrei geliefert. Ein zweiter, damit belichteter Film muss noch entwickelt werden.
Farbentwicklung
Mit der CineStillFilm CS41 COLOR SIMPLIFIED Entwicklung hat Farbentwicklung ihren Schrecken verloren! Zu Entwickeln ist aktuell der Film aus der "Kleiner MOMENT-SAMMLER" – "BLITZLICHTGEWITTER" Einmalkamera und der zweite mit der MINOLTA AUTOPAK 470 belichtete Film. Die Pocket-Minolta bekommt natürlich ihren eigenen Bericht!
Die MINOLTA AUTO FOCUS AF-C geht nach den Ferien in die Optiksammlung des Kollegen und Mitautors Christion Zahn.
Für die mitgenommenen drei Kodak Gold 200 Filme habe ich bessere, interessantere Analog-Kameras! Die befüllt werden wollen. Und dann ist da ja auch noch das Instamatic 126er Format und 4x4 und 6x6. Auch da wird es Farbe geben. Aber lieber noch SchwarzWeiss. Die Ferien sind noch lang …
Ralf Jannke, Juli/August 2026
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| Autor: | Ralf Jannke |
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| Erstellt: | 26.07.2026 |





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