Nikon DSLR D70(s) und DSLM Z6 mit AF NIKKOR 35-105mm 1:3.5-4.5

Historie 3,5-4,5/35-105 mm Nikkor

Auch wenn es hier um das manuell zu fokussierende AI Zoom-Nikkor 35-105mm f/3.5-4.5S geht, ein Blick in die „NIKKOR - The Thousand and One Nights No.71“ lohnt auf jeden Fall. Vom optischen Aufbau aus 16 Linsen in 12 Gruppen sind MF und AF-Version identisch: „The well-received optics of the AI Zoom-Nikkor 35-105mm f/3.5-4.5S were adopted for the new AI AF Zoom-Nikkor 35-105mm f/3.5-4.5S released in 1986.“ – „Die gut (vom Markt) aufgenommene Optik des AI Zoom-Nikkor 35-105mm 1:3.5-4.5S wurde für das neue AI AF Zoom-Nikkor 35-105mm 1:3.5-4.5S aus dem Jahr 1986 übernommen.“

Zunächst das Zoom auf der digitalen 6 Megapixel Spiegelreflex D70(s)

Zum Basketballtrip mit der D1H noch "verachtet", zum Sonntagsspaziergang an den Rhein aber endlich mitgenommen, das Nikon AF NIKKOR 35-105mm 1:3.5-4.5. Und, damit sie auch mal wieder rauskam, die immer noch nette 6 Megapixel Nikon D70 von 2004. Per Firmwareupdate seinerzeit fast zur D70s "hoch-gepimpt". Bis auf den defekten, zugeklebten Blitz funktioniert die D70(s). Hier erstmals gewürdigt 2015 und dann nochmal 2019. Jetzt wurde die D70(s) einfach mal wieder aus der Alubox geholt.

Die erste Zweiring-Dreh-Version AF NIKKOR 35-105mm 1:3.5-4.5 wurde zusammen mit Nikons erster in Großserie produzierten AF-SLR F501 1986 vorgestellt

Hier vorgestellt wird die zweite Schiebe-/Dreh-Version vom 1990. Aufgebaut aus 16 Linsen in 12 Gruppen. Das Zoom ist so kompakt, dass es mit 52 mm Filtergewinde auskommt. Es wiegt 510 g. Naheinstellung 1,4 m, im Makromodus bei 35 mm Brennweite 38 cm. Das Zoom ist natürlich fürs 24 x 36 mm Kleinbildfilmformat gerechnet. Heißt, es ist von der Papierform vollformattauglich. Ich habe es für den Rundgang bei der Nikon D70 mit 15 x 23 mm APS-C Sensor bewenden lassen. Heißt, das Zoom wird zum 3,5-4,5/53-158 mm Objektiv.

Beispielfotos, überwiegend 4 Megapixel

Qualitäts- und sonstiger Eindruck

Das Zoom steckte jetzt nur auf der 6 Megapixel Nikon DSLR D70 (2004) mit dem kleinen 15 x 23 mm APS-C Sensor, Cropfaktor 1,5. Tadellos! Ich hatte keine Lust, die 1,4 Kilogramm schwere Vollformat D4 durch die Botanik zu wuchten. Sicher werde ich das Zoom auch auf die spiegellose Vollformat Z6 adaptieren. Da habe ich zwar keinen Autofokus, aber es wird viel leichter. Das ist aber ein Projekt für demnächst, oder?

Die Neugier hat gesiegt! Das Zoom auf der spiegellosen 24 Megapixel Vollformat Nikon Z6 – 1:1 Crops

Und mehr Vollformat, out-of-the-cam, 12 Megapixel

Links: 35 mm Brennweite, rechts 105 mm Brennweite

"Gemischte Brenweiten", 4 Megapixel

Die Kombination Nikon Z6/FTZ/35-105 mm liegt prima in der Hand. Die Fokussierung ist problemlos dank Kantenanhebung (Fokus-Peaking in rot) und Sucher-Zoom. Bis auf das manuelle Fokussieren ermöglicht der FTZ einen komfortablen Betrieb. Das Zoom wird mit Offenblende betrieben, alle Objektivdaten werden registriert, das Objektiv dank Chip im Zoom komplett gesteuert. Eben ganz anders, als wenn nur ein primitiver Adapter zum Einsatz kommt, der an den Enden das Nikon Z- bzw. Nikon F-Bajonett aufweist. Wenn Nikon jetzt noch ein Zoom vergleichbarer Daten mit Z-Bajonett anbieten könnte … Das vorhandene 24-200 mm Z Nikkor soll bei kurzer Brennweite schwächeln, und die Lichtstärke bei 200 mm von f/6,3 … Musste das sein? Trotz empfindlicher Bildsensoren? Mich würde ein 28/35-105/150 mit Lichtstärke f/3,5-4,5 zufriedenstellen. Gerne auch leicht durch Kuststoffeinsatz! Das aktuelle 2,0-2,5/35-150 mm Tamron ist mir zu schwer (über 1 Kilogramm) und mit jenseits 2000 Euro zu teuer. Und dieses Zoom gibt es wie auch das interessante Tamron 28-200mm f/2.8-5,6 Di III RXD (unter 800 Euro) nur fürs Sony E-Bajonett. Nikon ist einfach zu langsam oder schläft da weiter :-(

Das jetzt probierte Nikon AF NIKKOR 35-105mm 1:3.5-4.5 ist trotz des Alters durch seine noch sehr gemäßigte Weitwinkelanfangs- und Teleendbrennweite ein gutes Objektiv. Schwächen zeigt es nur beim Fotografieren in die Sonne, je nach Position der Sonne im Foto. Das dürfte ein neugerechnetes Zoom besser meistern.

Ralf Jannke

 

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