Casio QV 780

Osterbrauch in Schweden – die bunten Federn...

(Aufgenommen mit der Konica/Minolta Z3, die – und andere Minoltas – hier auch demnächst ihre Würdigung finden werden!)

Casio QV 780: Ein Vertreter aus 1998 mit zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr zeitgemäßer 640x480 Pixel VGA-Auflösung. Die letzte Casio der Bauart, wo Kameragehäuse und Objektivteil bis zu 180 Grad gegeneinander verdreht werden können. Die „Ur“-QV10 mit ihren 320x240 Pixel war 1995 die erste Casio dieser Bauweise. 

Im Gegensatz zum Mitbewerber Olympus kann die QV 780 ein lichtstarkes 2,0/ 3,9 mm Objektiv (38 mm kleinbildäquivalent) vorweisen. Und man hat nicht die empfindliche Smartmediakarte zum Speichern benutzt, sondern gleich zur „richtigen“ Karte gegriffen: Compactflash! Ein Ärgernis bei der Casio ist das dämliche Datenformat *.cam. Ein simples Umbenennen der *.cam Dateien in *.jpg Dateien beendet den Spuk...

Hinter der mit einem Videokamera-Symbol angezeigten Funktion steckt die Möglichkeit der QV 780, aus 16 160x120 Pixel-Einzelaufnahmen ein 160x120 Pixel Mäusekino-Wackelvideo zu generieren. Wer es sich antun möchte, unter Youtube ist das „Video“ der flatternden Fahne zu betrachten. Das wurde mangels Casio-Software in diesem Fall manuell mit Photoshop und Timelapse-Assembler „gebaut“. Das Thema alte Kamerasoftware ist oft ein trauriges, ja ärgerliches... Zu viele Internetseiten, die angeblich alte Treiber/Software anbieten, wollen dem Interessenten vor dem Download erst mal ihren Autodownloader-„Sch...“ unterjubeln, der angeblich immer für frische Windows-Treiber sorgen soll. Was soll das? Spam-, Cripple-, Schnüffel- und Malware: NEIN DANKE! Aus diesem Grund wurde das Wimpel-Video von Hand erzeugt.

Ein bisschen älter als die Casio ;-) Eine unter Naturschutz stehende 1000-jährige Eiche. Abgelichtet mit der QV 780.

Die Dateien aus dem kleinen Tableau wurden alle in Originalgröße belassen, aber tonwert-, gradationsmäßig korrigiert. Außerdem wurde den sehr weichen Originalbildchen mit der Unscharfmaskierung etwas Leben eingehaucht...

Mittlerweile bin ich froh nur noch wenige alte Kameras mit VGA-Auflösung (640x480 Pixel) "abarbeiten zu müssen." Mit dieser Bildpunktmenge lässt sich aktuell selbst mit viel Wohlwollen nichts sinnvolles mehr anfangen! Die Datenqualität taugt einfach nicht zum Hochrechnen, Interpolieren. Kein Wunder, dass die Hersteller da "Gas gaben", um schnell höhere Auflösungen und bessere Datenqualität zu erreichen.

Ralf Jannke

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