Die Tamagotchi Fuji Q1-Serie ;-)

Tamagotchi? Das war doch das virtuelle Küken (oben rechts im Bild), das ständig umsorgt werden musste, um seinem Besitzer anschließend rund um die Uhr auf die Nerven zu gehen. Angeblich sollen die ersten "Küken" tatsächlich "eingegangen" sein, wenn sie nicht genug Nahrung und Zuwendung bekamen. Die hier vorgestellten Fuji Q1-Modelle erfreuen sich dagegen bester Gesundheit, erinnern mich aber einfach zu sehr an das japanische Tamagotchi ;-)

Man kann alles kopieren ;-) Aktuell für 1 Euro auf dem Flohmarkt gefunden: Die chinesische (?) Fuji Q1 Kopie mit 640x480 Pixel VGA Sensor...

Ganz offensichtlich auf der analogen „nexia Q1“ Kamera basierend, stellt die Q1 die digitale 1:1 Umsetzung der APS (Film) Kamera dar. Selbst von den Abmessungen sind analoge wie digitale Q1 identisch. Beachten Sie die Energiequellen und die unterschiedlichen "Sensor-/Speicher-Konzepte" ;-) APS-Film in der analogen Q1, die xD-Karte in der digitalen Q1.

Hier eine echte Sammlerkamera: Die „ferrari-rote“ mit 2048x1536 = 3 MP höher auflösende Q1-Version kam als Werbegeschenk im „Getriebe“ (Gearbox im Carbonfaser-Design) des italienischen Motorradherstellers Ducati.

Die (weiße) Fuji Q1

6,4 x 4,8 mm 1/2“ CMOS-Sensor 1/2“. ISO-Empfindlichkeit unbekannt. Auflösung 1600 x 1200 Pixel = 2 MP. Alternativ 1280 x 960 Pixel = 1,3 MP und 640 x 480 Pixel (VGA). Speichern mit 24 bit Farbtiefe als komprimierte JPEG. In den internen 8 MB Speicher passen 10 2 MP Fotos in JPEG fine, 20 Fotos in JPEG normal oder 40 1,3 MP oder 80 Fotos in VGA-Auflösung. Die Q1 kann 320x240p Videos ohne Ton aufnehmen, gespeichert als AVI. Kleinbild-äquivalentes 35 mm Fixfokus-Objektiv ohne Lichtstärkenangabe. 4-fach Digitalzoom. Programmautomatik, Automatik-Blitz, Blitz aus, Rote-Augen-Reduktion. 1,5" TFT LCD Monitor mit 62.000 Bildpunkten. Speichererweiterung durch xD-Picture Card. Energieversorgung über zwei AA 1,5 oder 1,2 V Batterien/Akkus.

Die rote Fuji Q1 „Ducati“

Einziger bekannter/offensichtlicher Unterschied ist die höhere 2048 x 1536 Pixel = 3 MP Auflösung. In den internen 8 MB Speicher passen 7 3 MP-Fotos, 10 2 MP-Fotos, 40 1,3 MP-Fotos oder 80 VGA-Fotos. Auch hier Speichererweiterung durch xD-Picture Card.

Aufgrund des möglicherweise unbenutzten Neuzustands wanderte die rote Q1 sofort wieder in ihre Verpackung. Ausnahmsweise soll diese Kamera in ihrem jungfräulichen Sammelzustand bleiben. Denn sonst bevorzuge ich Kameras, die „gelebt“ haben, benutzt wurden! Deshalb im Anschluss auch nur ein paar Bildchen aus der weißen 2 MP Fuji Q1.

Englische Bedienungsanleitung der Fuji Q1

Da ich die xD-Speicherkarte zu Hause vergessen hatte, wurde in den internen Speicher der Fuji Q1 geschrieben und dabei die Einstellung "1600 N(ormal)" gewählt. Bis zu 20 Fotos passen in den internen Speicher. Das erzeugt 8:1 bis 16:1 komprimierte JPEGs, was eigentlich noch OK ist. Da es mit der Q1 unter Tageslicht aber fast unmöglich ist, ein Motiv zu erkennen, habe ich mehr geschätzt, als versucht ein Motiv einzupassen. Was man aber nicht nur der Fuji ankreiden darf, das trifft fürs aktuelle Smartphone und die sterbende Kompakt-Digitalkamera-Klasse genau so zu! Deshalb auch nur die besonders „liebevoll“ ausgewählten Motive ;-) Auf die Dauer nervt diese „Lomografie“, das blinde Fotografieren ohne Sucherbenutzung.

Und worin unterscheiden sich die Fuji Q1-Spielzeuge von den geschmähten Kirmes-Kameras? Der Herstellernamen – Fuji – scheint zu einer gewissen Qualität zu verpflichten. 2 MP und 2 MP sind auf dem Papier zwar dasselbe, in der Realität liefert die Q1 aber eben die viel besseren Daten als die Vivitar ViviCam 3640. Aber das war es dann auch. Spaß macht die reine Sammlung der drei Versionen samt dem Tamagotchi. Und damit soll es gut sein. Im Anschluss noch ein paar Bildchen.

Noch mehr bunte Fujis oder Look-alikes…

Was noch so dazu kam…

Mit den 640 x 480 oder 352 x 288 Pixel der dreisten Q1-Kopien mache ich keinen Knipsrundgang!

Ralf Jannke, 2017

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