FUJIFILM DIGITAL CAMERA MX-500

In einer Flohmarkt-Wühlkiste am Boden "lachte" mich eine 3 Euro Fuji an, wo ich zunächst glaubte: "Die habe ich doch schon..." Trotzdem mitgenommen, entpuppte sich die Fuji dann zu Hause als der MX-1200 recht ähnliche 1,5 MP MX-500 von 1998! Sichtbar gebraucht, aber vom Alter perfekt für die Sammlung und einwandfrei funktionierend!

Die Fujifilm MX-500...

… wurde 1998 vorgestellt. Die Kamera ist 123 x 82 x 36 mm groß und wiegt 310 g.

Der 1/1,7" 7,6 x 5,7 mm CCD-Sensor löst maximal 1.280 x 1.024 Pixel auf, die falsch auf 1,5 Megapixel hochgerundet werden. Fotodioden-/Pixelabstand (Pixelpitch) 5,4 µm. Die Empfindlichkeit liegt bei ISO 100. Gespeichert wird in 24 bit Farbtiefe im komprimierten JPEG-Format in den Qualitäten: FINE, NORMAL und BASIC auf SmartMedia-Karte bis 64 MB. Die 32 MB Karte fasst 48 Bilder im FINE-Modus oder 96 Aufnahmen im NORMAL-Modus.

Das Motiv kann über einen einfachen optischen Sucher oder per Liveview auf dem Monitor erfasst werden. Über den Monitor läuft auch die Menüsteuerung. Das Objektiv ist eine 3,2/7,6 mm (35 mm @KB) Festbrennweite. 2-fach Digitalzoom. Entfernungseinstellung über Autofokus mit Makroeinstellung („Blümchen“-Symbol). 

Belichtungssteuerung per Programmautomatik. Belichtungszeiten 1 bis 1/1.000 s. Im manuellen Modus Belichtungskorrektur -0,9 bis +1,5 EV in 1/3 EV-Schritten. Der eingebaute Blitz reicht maximal 2,5 m weit, kann ein- und ausgeschaltet und in seiner Leistung +/- 0,6 EV in 1/3 EV-Schritten korrigiert werden. Automatischer Weißabgleich oder die Einstellungen Sonne, Fluoreszenzlicht (Neon) 1 und 2 sowie Kunstlicht = Glühbirne. Energieversorgung über vier 1,2/1,5 Volt Akkus/Batterien der Größe AA (Mignon).

Witziges Detail: Auf Knopfdruck "flitscht" die Jalousie, die Rolllade, die das Objektiv beim Transport schützt, nach unten.

Englische Broschüre zur FUJIFILM DIGITAL CAMERA MX-500

Fotorundgang mit der Fuji MX-500 – alle Bilder (1,5) 1,3 MP Auflösung

Bitte auf die kleinen Fotos klicken/tippen

In Anbetracht des Alters der Fuji ein ordentliches Ergebnis. Bis auf das Drehen ins Hochformat keinerlei Bildnachbearbeitung! Farben und Kontrast sind gut. Die reine Schärfewiedergabe ist eben den 19 Jahren, die die Fuji jetzt auf dem Buckel hat, geschuldet. Da fehlt die wirkliche "Knackigkeit". Aber was soll man da meckern! Die Motivpositionierung entstand mit dem einfachen optischen Sucher, und bei den Nahaufnahmen wurde über den alterstrüben, schon sehr dunklen Monitor per Liveview mehr geschätzt, als wirklich gesehen. Hat dennoch großen Spaß gemacht, der Rundgang mit der alten Fujifilm MX-500! Die Blicke: "Was hat der denn da für eine komische Kamera?", lohnten sich ;-)

Ralf Jannke, April 2017

Comments (2)

  • Klaus Böhm
    Klaus Böhm
    at 10.03.2018
    Hallo Ralf

    Schade daß es zu dieser Kamera keine Umfrage gibt.
    Ich bin Erstbesitzer und habe sie 1998 oder 1999 sehr teuer als meine erste digitale Kamera in Troisdorf gekauft.
    Ich habe jahrelang Fotos für meine Homepage damit gemacht. Bilder mussten da noch auf unter 150 KB runter komprimiert werden sonst hat keiner drauf gewartet wegen des langsamen Internets. Dafür war sie jedenfalls perfekt!Ich behaupte sie hatte für eine 1 Megapixel- Kamera nur sehr wenig Konkurrenz. Erst als die noch viel teureren Canon Ixus aufkamen wurde ich neidisch.
    Die Kamera macht, was man auf deinen Bildern sehen kann, phantastische Bilder. Meine Bilder wurden auf meiner Internetseite immer gelobt, obwohl sie nochmal weiter komprimiert waren. Größter Schwachpunkt war das extrem langsame Auslesen über die serielle Schnittstelle. Kartenleser hatte der Händler noch nicht und wurden erst später populär.

    Die MX 500 ist übrigens besser als die MX 1200, die ich auch besitze. (Flohmarkt 1 Euro)
    Bemerkenswert finde ich, daß fast alle Kameras dieser Zeit noch funktionsfähig sind. Das hat sich wenige Jahre später dramatisch verändert.
    Ich bin auch Flohmarkt- Kamera Junkie und besitze einige Dutzend alter digital und Analog- Kameras.
    Ich stehe auf alte Olympus- Kameras mit denen ich immer noch regelmäßig für Internet- fotos fotografiere.
    Eine liegt immer neben der Tastatur. Gerade eine Camedia 5050 ZOOM. Sonst ist es eine Pentax K100D und eine Fuji X-T10.
    Beides Ausnahme- Kameras, wie ich finde.

    Sehr schöner Bericht! ich habe ihn mit Genuß gelesen.
    Leider suchst Du nur die großen Kaliber.
    Weitermachen! Klasse!

    Grüße aus Troisdorf
    Klaus Böhm
    • Ralf Jannke
      Ralf Jannke
      at 10.03.2018
      „Leider suchst Du nur die großen Kaliber.“

      Das liegt daran, dass ich genug, zu viel (laaangweilige) „Kleinkaliber-Munition“ habe. Die aber noch abgearbeitet sein will. Das ist eben überwiegend Knipsen. Mit den besseren Konsumern, spiegellosen DSLMs und DSLRs fängt das Fotografieren erst an. In meinem erweiterten Kanon
      https://www.digicammuseum.de/geschichten/erfahrungsberichte/finaler-digitalkamera-kanon/
      sind nicht ohne Grund nur die vier Konsumerknipsen Canon PowerShot S70 (7 MP), Fujifilm FinePix E550 (6/12 MP) und Sony Cyber-shot DSC V1(5 MP). Die 8 Megapixel Olympus Camedia C-8080 Wide Zoom lasse ich glatt noch als „DSLR“ durchgehen ;-)

      Viel Spaß weiterhin mit unserer Seite

      Ralf Jannke

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