Kodak/Canon DSLR DCS-Serie Akkutausch

Gastbeitrag von Ricardo Silva Höllger

Vor über 10 Jahren noch zu haben, heute aus dem www verschwunden, die Original Kodak-Anleitung zum Akkutasuch in einer DCS1/3/5

Austausch der Akkus in der frühen DSLR-Serie, betreffend die Canon- und Nikon-basierten Modelle DCS1/3/5, DCS4xx. Zum Vergrößern bitte auf die Abbildungen klicken.

Hier eine Alternative zum Akkutausch bei den Kodak/Nikon F90x DCS4xx-Pendants. Mit Hilfe von 1,2 Volt AAA Enelop-Akkus. Die natürlich auch extern geladen werden müssen…

Anleitung, wie die Akkus einer 1,3 Megapixel Kodak/Canon EOS 1n/DCS1/3/5-Modelle gewechselt werden können: Neuer Akkupack für eine Kodak/Canon EOS 1n/DCS3c

Oben gut zu erkennen, die aus zwei Teilen bestehende Kodak DSLR. Das Oberteil die Canon EOS 1N ohne Rückwand, das Unterteil. die Kodakrückwand mit dem Bildsensor und dem eigentlichen Unterteil, das den Akku und den Einschub für die PCMCIA-Speicherkarte oder Festplatte oder alternativ den PCMCIA-/CF-Adapter enthält.

Vorbereitungen

Um an den Akkublock zu kommen, müssen im ersten Schritt die vier Kreuzschlitzschrauben gelöst und entfernt werden, wozu man die Kamera mit der Objektivbajonettseite nach oben am besten auf ein weißes Tuch legt.

Erst dann wird…

… die große Schraube am besten mit einer passenden Geldmünze komplett rausgedreht und die Bodenplatte abgenommen, wobei einem die Abdeckung des Speicherkarteneinschubs gewöhnlich entgegen fällt…

Bereits gut zu erkennen, der Akkublock. Aber ebensogut zu erkennen, dass der Akkublock von der Metallplatte halb bedeckt wird und nicht herausgenommen werden kann…

Also muss weiter zerlegt werden!

Nach Lösen und Herausziehen der beiden markierten Kreuszschlitzschrauben wird der PCMCIA-Einschaub vorsichtig nach oben aus seinen Kontakten gezogen.

Nach Lösen und Herausziehen der vier markierten Kreuzschlitzschrauben lässt sich das Metallblech so verschieben, dass der auszuwechselnde Akkublock herausgezogen werden kann.

So, jetzt ist Ricardo Silva Höllger dran!

Nachdem das beschriebene Blech entsprechend verdreht/verschoben ist, lässt sich der alte Akkublock herausziehen und später der neu erstellte Akkublock (hier im Foto gezeigt) an den Platz schieben, wo der alte Akkublock gesessen hat.

Der originale Kodak Akku besteht aus acht einzelnen Zellen.

Dieses Bild bot sich mir nach Entnahme des per Schrumpfschlauch fixierten/montierten Akkupacks, bestehend aus acht 1,2 V Akkus und zwei elektronischen Bauteilen mir zunächst unbekannter Funktion mit Kupfer-Kühler. Zur Vorsicht hatte ich fast Schritt für Schritt der Demontage per iPhone dokumentiert. 

(Bei diesen elektronischen Bauteilen handelt es sich um Thermoschalter, die den Strom unterbrechen, wenn die Akkus beim Laden zu heiß werden. Um anfallende Wärme abzuführen sind außerdem Kupferstäbe montiert. R. Jannke. Bei Bedarf kann ein neuer Thermalschalter hier bestellt werden. Da ich die Akkus nur extern, bzw. kontrolliert lade, habe ich bei meiner Kamera auf den beschriebenen Thermalschalter verzichtet.)

Die Original-Zellen der DCS3c haben die Kenndaten von 1,2 V/1800mAh und die Maße von ca. 43 x 17 mm. Wer die Kamera über die originale Ladebuchse laden möchte sollte die Ersatz-Zellen mit  1,2V/ 1800mAh nehmen.

In meinem Fall war kein Netzteil mehr vorhanden, so dass ich mich für ein externes Laden über einen eigenen Ladestecker entschieden habe. Dann sind auch größere Zellen-Kapazitäten möglich – 2200mAh. Ich fand gut passende Zellen mit der Bezeichnung "4/5 A" in der NiMH-Version.

Praktisch sind Akkuzellen mit Lötfahne. Es ist auch möglich Zellen ohne Lötfahne zu verlöten. Dafür schleift man die Kontakte leicht an und lötet bei erhöhter Hitze nur kurz, am besten mit verbleiten Lötzinn.

Als erstes habe ich immer zwei Zellen einmal verlötet (Plus auf Minus) diese habe ich dann mit durchsichtigen Schrumpfschlauch fixiert. Aus diesen Sets habe ich dann wieder jeweils zwei mit Sekundenkleber miteinander verklebt.

Diese "Vierer-Packs" habe ich mit Hilfe der alten Akkupack-Hülle in die Form des alten Akkus gebracht, fixiert und mit Sekundenkleber verklebt.

Dann habe ich die alte Akkupack-Hülle wieder entfernt und die Akkus weiter in Reihe verbunden. Es werden also alle einzelnen Zellen in Reihe verlötet immer Plus auf Minus.?

An die übrig gebliebenen Plus und Minus Anschlüsse habe ich dann den originalen Stecker angelötet und parallel dazu eine Ladebuchse aus dem Modellbau-Bereich. Diese Ladebuchse findet noch Platz neben dem Akku in der Kamera.

Zum Schluss habe ich den selbst gebauten Akkupack in einem großen Schrumpfschlauch fixiert, dies dient nur der Isolation der offenen Kontakte.

Die Ladebuchse muss so weit aus dem Gehäuse geführt werden, damit sie mit einem externen Gerät verbunden werden kann, um die Akkus zu laden. Zum Laden muss natürlich jedesmal die Bodenplatte in der beschriebenen Weise entfernt und nach dem Laden wieder verschraubt werden. Neben dem braunen und roten Kabeln existiert noch ein drittes, weißes Kabel, das getrost abgeschnitten werden kann.

Diese gewisse Lästigkeit wird sicher durch die frischen Akkus und eine wieder laufende historische Kodak DCS3c aufgewogen!

Ricardo Silva Höllger, Februar 2019

Detailfragen richten Sie bitte an info@digicammuseum.de, wir leiten das dann weiter an Ricardo S. Höllger, vielen Dank.

 

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