Sony Cybershot DSC-T7

Das Design ist bei diesem Exemplar ein wenig verloren gegangen ;-) Aber die Kamera funktioniert einwandfrei.

Die 2005 vorgestellte Sony DSC-T7 ist 92 x 60 x 10 mm – in diesem Fall – klein und wiegt nur 136 g. Der 1/2,5" 5,8 x 4,3 mm CCD-Sensor löst maximal 2.592 x 1.944 Pixel = 5 MP im Seitenformat 4:3 oder 2.592 x 1.728 = 4,5 MP im Seitenformat 3:2 und kleinere Format auf. Der Sensor hat eine Empfindlichkeit von ISO 64, 100, 200, 400 oder ISO-Automatik.

Sony Cybershot T-Familie. Links oben die T1, daneben die T7. Warum das Vergleichsfoto? Die Beantwortung lautet: Sensor.

Boris Jakubaschk berichtet von zwei Exemplaren der Cybershot T1, die der T7 sehr ähnlich ist und ebenfalls 5 MP auflöst. Bei beiden T1-Gehäusen sind die Sensoren defekt. Auch die oben gezeigte 5 Euro Flohmarkt T1 dürfte mit hoher Wahrscheinlichkeit hinüber sein. Was aber erst getestet werden kann, wenn ein kompatibler Akku auftaucht, denn T7- und T1-Akkus haben unterschiedliche Größen... 

Die hier präsentierte T7 läuft dagegen einwandfrei. Ob das jetzt nur Glück ist oder am anderen Sensor liegt? Wahrscheinlich. Der T1 5 MP CCD-Sensor hat eine Größe von 1/2,3" 6,2 x 4,6 mm, der T7 5 MP- CCD-Sensor ist kleiner: 1/2,5“ 5,8 x 4,3 mm. Also ein ganz anderer Sensor! Übrigens soll die T1 nur mit Original Sony-Akkus laufen, die T7 akzeptiert auch den Nachbau!

Und die verschiedenen Sony Speicherkarten?

Neben Smartmedia-, Compactflash-, SD- und xD-Karte glaubte Sony noch ein weiteres System etablieren zu müssen. Das über die Zeit neben den steigenden Speichervolumina durch verschiedene Bauformen/-größen im eigenen System allerdings nicht immer kompatibel ist: der Sony Memory Stick. Für die T7 muss es die dünnere und kürzere Version „Memory Stick Duo“ oder „Pro“ sein, die per Adapter immerhin auch in anderen Sony-Modellen verwendet werden kann.

Größenvergleich

Wenn man sich so anschaut, was für Abmessungen so genannte Kompaktkameras haben, gewinnt hier endlich mal die echte Kamera gegen den "Killer" der Kompakt-Konsumerdigitalkameraklasse, das Smartphone. In diesem Fall das Apple iPhoe 4 gegen die Sony T7. 

Datenformat/Speicherung

Nach der 14-bit DXP-Analog/Digital-Signalwandlung wird mit 24 bit Farbtiefe im komprimierten JPEG-Format in den Qualitätsstufen „Fine“ und „Standard“ gespeichert, die etwas den Komprimierungen 7:1 und 12:1 entsprechen. 4:1 ist sehr gut, 8:1 gut und 16:1 so etwa die Grenze der JPEG-Komprimierung für sehr gute über gute bis befriedigende Qualität. Was unbedarfte Anwender gewöhnlich kaum merken. Da liegt die Sony T7 im „grünen Bereich“!  

Abgelegt werden die JPEG-Dateien auf dem oben beschriebenen Sony-Memory Stick. Auf dem Stick landen auch die mit maximal 640 x 480 Pixel bei 30 B/s aufgenommenen Videos mit Ton im MPG-Format. Deren Laufzeit ist nur durch die Akkulaufzeit und das Volumen der Speicherkarte begrenzt.

Auf meinen vorhandenen 32 MB „MEMORY STICK DUO“ passen 12 5 MP 4:3 oder 12 4,5 MP 3:2 Fotos im Fine-Modus oder alternativ 23 4,5 MP 3:2 Fotos im Standard-Modus. Damit käme man nicht weit... Zum Glück gilt in der Sony T7 keine Größenbeschränkung, was das Speicherkartenvolumen angeht. Auf die ebenfalls vorhandene 4 GB „MEMORY STICK PRO DUO“ passen 1518 5 MP 4:3 Aufnahmen im Fine-Modus.  

Als Periskopoptik ausgelegt, beherbergt die superflache Sony DSC-T7 ein 3,5-4,4/6,3-19,0 mm (38 - 114 mm @KB) 3-fach Carl Zeiss Vario-Tessar. Mit der Besonderheit, dass das so genannte „SmartZoom-Digitalzoom“ den Zoomfaktor abhängig von der eingestellten Auflösung variiert.

Der Autofokus arbeitet wahlweise als 5-Punkt- oder Spot-Autofokus im Einzel-AF (AF-S) Betrieb oder kontinuierlich als AF-C, unterstützt bei Bedarf durch ein AF-Hilfslicht. Das Motiv wird über einen 2,5" TFT LCD Monitor mit 230.400 Bildpunkten erfasst, der auch die Menüsteuerung anzeigt.

Die Belichtung wird mittenbetont, integral über 49 Felder als Matrix oder punktförmig als Spot gemessen. Die Belichtungssteuerung übernimmt eine Programmautomatik die bis 1/1000 s Belichtungszeit wählt. Clear Colour-NR Farb-Rauschunterdrückung, Clear Luminance-NR Helligkeits-Rauschunterdrückung, Slow Shutter-NR Langzeitbelichtungs-Rauschunterdrückung. Selbstauslöser mit 10 s Vorlaufzeit. Serienaufnahmen mit 1,2 Bilder/s bei höchster Auflösung über 9 oder Speed-Burst-Modus für 5 Bilder mit 3 B/s. Der eingebaute Blitz reicht maximal 2,6 m weit. Blitzfunktionen: An/Aus, Automatik, Langzeitsynchronisation, Rote-Augen-Reduktion. Belichtungskorrekturmöglichkeit: +/- 2 EV in 1/3 EV-Schritten. Dazu gesellen sich zahlreiche Motiv-Automatiken. Weißabgleich automatisch oder: Wolken, Sonne, Blitzlicht, Leuchtstofflampe, Glühlampenlicht. Energieversorgung mit Sony NP-FE1 Lithiumionen-Akku (Li-Ion), 3,6 V, 450 mAh. Als besonderes Zubehör gehört das U(nter)W(asser)-Gehäuse SPK-THA genannt!

Und der wichtigste Hinweis zur Sony Cybershot DSC-T7

Bei so wenig und vor allen Dingen glatter Fläche zum Festhalten der Kamera sollte man nie ohne die in der Öse angebrachte Handschlaufe losziehen! Wäre wirklich schade, wenn diese schöne Sony auf den Boden knallt...

Kurz-Bedienunsanleitung der Sony T7, deutsch

Komplette Bedienunsanleitung der Sony T7, deutsch

Ralf Jannke

Beispielfotos, Juli 2016

Unbearbeitete 1:1 Ausschnitte aus 2.592 x 1.728 Pixel 4,5 MP Dateien im Seitenverhältnis 3:2. 

Die Sony T7 in Dänemark, Sommer 2016

Die Motive wurden auf der dänischen Halbinsel Jütland aufgenommen, die an Schleswig Holstein angrenzt und gleich hinter Flensburg beginnt. Einmal in der ältesten dänischen Stadt Ribe (Wikipedia) mit seinem Dom, sowie in Esbjerg (Wikipedia), dem einen oder anderen vielleicht durch die unübersehbaren Skulpturengruppe „Der Mensch am Meer“ (Mennesket ved Havet) bekannt.

Bei der bisweilen beängstigenden Bildschärfe der T7 dürfte die Sony-Kamerafirmware kräftig mitgeholfen haben. Andererseits: Wenn Objektiv und Sensor nichts technisch Scharfes produzieren, kann die Elektronik gewöhnlich auch nicht wirklich retten...

Der Monitor der T7 scheint vergleichsweise besser bei viel Sonnen-/Tageslicht erkennbar zu sein. Dennoch bleibt bei diesem Prinzip immer ein Rest Motivraten. Der Schieber, der das Objektiv schützt und die T7 gleichzeitig einschaltet, ist zu leichtgängig. So wird die T7 viel zu oft unbeabsichtigt eingeschaltet, wenn sie zusammen mit anderem Fotokram in die Tasche wandert. Was den winzigen Akku unnötig belastet und seine Laufzeit verkürzt.

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