20 Jahre Sony Mavica – Die erste zu erwerbende Mavica, die MVC FD7

Ein berühmter Name und eine „falsche“ Bezeichnung für eine ganze Kameraserie! Die 1981 präsentierte, aber nie in Serie gegangenen Sony MAVICA (MAgnetic VIdeo CAmera) war eine Still(bild)-Videokamera, deren Fotos („Stills“) zwar auf ein diskettenartiges Medium (2 Zoll) geschrieben wurde, das aber in analoger Form. Wie bei den hier vorgestellten Canon ION Modellen RC260 und RC-560

Dennoch gab Sony auch späteren Digitalkameras den Namen Mavica

Von 1997 bis 2002 produzierte Sony Mavica Digitalkameras mit 3,5"-Disketten als Wechselspeicher. Was heute albern erscheint, hatte in Zeiten, wo das 3,5 Zoll Diskettenlaufwerk im Notebook noch Standard war, seine Berechtigung. Verglichen mit der lahmen Übertragung über die serielle Schnittstelle, war das Foto blitzschnell im Rechner und bei Bedarf online gleich weiterversandt!

Boris hat die Mavica MVC FD7 bereits vorgestellt und mit 50 Euro Sammelwert taxiert.

Mavica MVC FD7 Technik

Die MVC FD7 ist 127 x 110 x 63 mm groß und wiegt (betriebsbereit) 720 g. Der CCD-Sensor löst maximal 640 x 480 Pixel = 0,3 Megapixel auf. Empfindlichkeit ISO 100. Speicherformat JPEG in den Qualitäten „STANDARD“ und „FINE“. Speichermedium 3,5“ (Inch/Zoll) Diskette mit 1.44 MB Speichervolumen.

Zum Betrieb der MVC FD7 wird benötigt:

Eine 3,5“ 1.44 MB Diskette, ein Rechner mit Diskettenlaufwerk oder ein externes Diskettenlaufwerk und – Beten. Selbst noch originalverpackte Disketten sind keine Garantie fürs Laufen. Und wenn man eine funktionierende Diskette gefunden hat: NICHT formatieren, nur die einzelnen Dateien (Fotos) löschen! Und es geht nur über den (Um-)Weg Diskette: Die FD7 hat keine Kabel-Übertragungsmöglichkeit auf einen PC/Mac. Weder USB noch eine serielle Schnittstelle.

Bilderfassung und Menüsteuerung erfolgen bei der MVC FD7 über 2,5" TFT LCD Monitor mit 61.000 Bildpunkten. Objektiv ist ein 1,8/4,2-42 mm (ca. 40-400 mm @KB) 10-fach Zoom, dessen Brennweite durch den Weitwinkel- VCL-ES06 und Televorsatz VCL-ES20 entsprechend erweitert werden kann.

Entfernungseinstellung per Autofokus oder manuell. Belichtung per Programmautomatik, Verschlusszeiten 1/60 bis 1/4000 s. Belichtungskorrektur +/- 1,5 EV in 0,5 EV-Schritten. Selbstauslöser mit 10 s Vorlaufzeit. Motivprogramme: Porträt, Landschaft, Sport, Strand und Schnee, Sonnenuntergang und Mond. Bildeffekte: SW, Negativ, Sepia, Pastel. Der eingebaute Blitz reicht maximal 4 m weit. Stromversorgung Lithiumionen-Akku NP-F530.

Mavica MVC FD7 Spezifikation/Prospekt und Bedienungsanleitung FD5/FD7 (englisch)

Was bisher fehlt, dass sind ein paar mit der MVC FD7 aufgenommene Fotos!

Vor 20 Jahren: VGA-Auflösung 640 x 480 Pixel. Jetzt – aktuell Oktober 2017 – mit dieser Auflösung festgehaltene Fotos

Von der Fährüberfahrt "Vogelfluglinie" Puttgarden (Insel Fehmarn) Rödby Dänemark und von unterwegs…

Außer Drehen ins Hochformat keine Nachbearbeitung. Das sind Fotos, wie sie die Sony Mavica auch schon vor 20 Jahren erzeugte. Ich habe extra noch mal kontrolliert, ob die auch in der besten JPEG-Fine-Qualität gespeichert wurden. Aus Respekt vor dem für eine Digital-Kamera wirklich biblischen Alter verbietet sich ein Kommentar zur Qualität… Lasst die Bilder für sich sprechen ;-)

Ralf Jannke Herbst 2017

 

Comments (1)

  • Fabian
    Fabian
    at 03.12.2018
    Danke! Ich finde die Bildqualität eigentlich sehr charmant, also Retro halt... überleg mir eine zuzulegen ;)

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