Olympus Camedia E-10

Das Modell E-10 ergänzte die sehr erfolgreiche C-2500L nach oben. Rein äußerlich sind die Unterschiede zu dieser riesig. Olympus hat sich hier eindeutig am Design von Highend-Spiegelreflexkameras orientiert. Dabei kann man streiten, ob sie überhaupt diesen Titel verdient. Ein Klappspiegel fehlt hier nämlich. Stattdessen wird das einfallende Licht durch einen halbdurchlässigen Spiegel in Sucher- und Sensorbild aufgeteilt. Das hat den Vorteil, dass die Monitorvorschau und das Sucherbild gleichzeitig zu sehen sind. Es wird aber mit einem deutlichen Helligkeitsverlust im Sucher und auch auf dem Sensor erkauft, weshalb sich diese Technik am Ende nicht durchsetzen konnte.

Die Kamera lässt aber noch ein weiteres Merkmal professioneller Kameras vermissen, nämlich die austauschbare Optik. Dafür ist das fest verbaute Objektiv von hoher Güte und vor allem hoher Lichtstärke. Der Zoomfaktor kann durch einen Objektivring eingestellt werden, ebenso wie die Entfernung (bei manueller Fokussierung).

Die Einstellmöglichkeiten sind auf zahlreiche Knöpfchen rund um das voluminöse und relativ schwere Gehäuse verteilt, was anfangs in Sucherei ausartet. Nach einer Eingewöhnungsphase kann man aber alle relevanten Parameter mit wenigen Bedienschritten sehr schnell einstellen. Generell ist die Kamera auf eine effiziente Handhabung hin optimiert, was sich auch im Verzicht auf „Consumermätzchen“ wie z.B. Motivprogramme äußert.

Die Kamera war preislich im Profisegment verortet, was natürlich auch die Ansprüche der Kundschaft entsprechend wachsen ließ. Dadurch war die E-10 nicht mehr so über jede Kritik erhaben wie ihre Vorgänger. Kritisiert wurde nicht die Bildqualität, sondern eher die gemächliche Arbeitsweise bei der Bildspeicherung, fehlende AF-Messfelder und das aufgrund des kleinen Sensors gegenüber anderen Spiegelreflexkameras schlechtere Rauschverhalten.

Kommentar von e410:
"Meine E-10 ist den Heldentod gestorben: Irgendwann hat sich die Rückholfeder im Objektiv verabschiedet, und seitdem bleibt der Sucher schwarz. Die Kamera belichtet nach jeder Aufnahme ein schwarzes Bild, um die Hotpixel zu eliminieren. Dazu wird eine schwarze Scheibe vor den Sensor geschoben, belichtet und dann wieder zurückgefahren. Diese Scheibe sitzt im Objektiv, und irgendetwas haben die Konstrukteure dabei nicht bedacht, denn das Problem ereilt alle E-10/e-20/E-20P irgendwann. Ich hätte damals für 750,- Euro ein neues Objektiv einbauen lassen können, ohne die Gewähr, dass dieser Fehler nachhaltig behoben wäre. Ansonsten habe ich gerne mit der E-10 fotografiert, das lichtstarke Zoom, der erschütterungsfreie Zentralverschluss und der präzise Sucher (trotz des Strahlenteilers) waren auch auf Rock-Konzerten sehr gut zu gebrauchen."

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