Olympus Camedia E-20P

       

Das Modell E-20 ist das (bis auf die Sensorauflösung) weitgehend baugleiche  Nachfolgemodell der ein Jahr früher erschienenen E-10. Olympus hat sich bei beiden eindeutig am Design von Highend-Spiegelreflexkameras orientiert. Dabei kann man streiten, ob sie überhaupt diesen Titel verdienen. Ein Klappspiegel fehlt hier nämlich. Stattdessen wird das einfallende Licht durch einen halbdurchlässigen Spiegel in Sucher- und Sensorbild aufgeteilt. Das hat den Vorteil, dass die Monitorvorschau und das Sucherbild gleichzeitig zu sehen sind. Es wird aber mit einem deutlichen Helligkeitsverlust im Sucher und auch auf dem Sensor erkauft, weshalb sich diese Technik am Ende nicht durchsetzen konnte.

Die Kamera lässt aber noch ein weiteres Merkmal professioneller Kameras vermissen, nämlich die austauschbare Optik. Dafür ist das fest verbaute Objektiv von hoher Güte und vor allem hoher Lichtstärke. Der Zoomfaktor kann durch einen Objektivring eingestellt werden, ebenso wie die Entfernung (bei manueller Fokussierung). Etwas irritierend sind die Brennweitenangaben auf dem Objektivring. Sie geben die realen Brennweiten an und nicht die kleinbildäquivalenten Werte. Das ist zwar konsequent, aber für Nutzer verschiedener Kameras nicht besonders praxistauglich.

Die Einstellmöglichkeiten sind auf zahlreiche Knöpfchen rund um das voluminöse und relativ schwere Gehäuse verteilt, was anfangs in Sucherei ausartet. Nach einer Eingewöhnungsphase kann man aber alle relevanten Parameter mit wenigen Bedienschritten sehr schnell einstellen. Generell ist die Kamera auf eine effiziente Handhabung hin optimiert, was sich auch im Verzicht auf „Consumermätzchen“ wie z.B. Motivprogramme äußert.

Gegenüber der E-10 hat sich nicht nur die Auflösung von 4 auf 5 Megapixel erhöht, Olympus versuchte auch einige der Hauptkritikpunkte an der E-10 zu entschärfen. So muss man nun keine Kaffeepause mehr einlegen, wenn man ein Bild bei der Betrachtung über mehrere Stufen vergrößern möchte. Die Bildspeicherung ist aber immer noch ungeheuer lahm, auch bei Verwendung von CF-Karten, die eigentlich deutlich schneller sein könnten.

Die Unterscheidung in die Modelle E-20P und E-20N hat mit dem Zielmarkt zu tun. Das P-Modell war für Europa gemacht und gibt die Bilder am Videoausgang im PAL-Format aus. Das N-Modell verwendet hingegen den in den USA gebräuchlichen NTSC-Standard.

Kommentar von Ohm:
"E-20P wegen Qualität der Optik und den überaus positiven Berichten gekauft. Bei dem Neupreis ein gutes Gefühl....5MP für mich völlig ausreichend."

Kommentar von tost40:
"Die Kamera ist sehr robust und lässt sich auch mit normalen AA Batterien betreiben. Sehr gutes Objektiv. Die Gummierung am Handgriff ist bei mir mit der Zeit "klebrig" geworden ==> unangenehm."

Kommentar von anonym:
"Haptik und optische Qualität großartig wenn auf großformatige Ausdrucke verzichtet werden kann"

Kommentar von Siegfried Denzel:
"Die Kamera hat nur zwei Nachteile: Die fest eingebaute, tele-schwache Optik, und die langsame Datenverarbeitung. Dagegen ist die Optik-Qualität und die damit erzielte Aufnahme-Brillianz überragend. Durch das praktisch nicht vorhandene Auslöse-Geräusch ist die Olympus eine sehr gute Theater-/Veranstaltungskamera. Sehr gut auch der Blitzschuh."

Kommentar von Sammler von Olys:
"Zusammen mit dem FL 40(zur Decke) und dem eingebauten Blitz (direkt) verwende ich sie gerne zum Fotografieren von Speisen. Die Farben sind einfach Spitze und bedürfen keiner Nachbearbeitung!"

Kommentar von Urs Debhilet:
"Zusammen mit FL 40 (indirekt) und dem eingebauten Blitz ein absoluter Traum zum fotografieren von Speisen. Tolle Farben immer zum Reinbeissen"

Kommentar von Marlu:
"die Kamera macht perfekte Bilder von hoher Qualität Leiser ist die Gummierung am Handgriff klebrig geworden, was sehr unangenehm ist."

Kommentar von Loisei:
"Gummierung sehr klebrig, Abhilfe nicht bekannt."

Kommentar von matpie:
"Der klebrige Gummi ist wirklich unangenehm, die Kamera funktioniert aber auch nach mehrmonatigen Pausen immer noch einwandfrei."

Kommentar von Mario Steiner:
"Olympus Camedia E-20P im Dauerlauf ! - Einschaltzeit und Schreibphasen der E-20 sind (leider) sehr langsam. Hinzu kommen fehlende Autofokus-Nachführung, sehr geringer ISO-Bereich und der eher geringe Blendenbereich, fehlende Tiefenschärfekontrolle. Das scheint zwar auf den ersten Blick niederschmetternd, ist es aber nicht, solange man seine E-20P gezielt zu einem Aufgabenbereich hinführt, wo diese ihre technischen Stärken umso deutlicher ausspielen kann. Alles in allem eine kernige Kamera mit ungewöhnlich hohen (leider nicht nutzbaren) optischen Reserven im Bereich Sachaufnahmen, Web, experimenteller Fotografie und darüber hinausgehender Reise-Dokumentation und manchem mehr. - Bei Sport & Action, Reportagen und Outdoor-Portraits ist die E-20P hingegen nicht in ihrem Element! Kleiner Tipp am Rande: Die klebende Griffschalenummantelung muss runter! Babypuder oder krebserregendes 'Talkum' sind keine Alternative! Es wird in Abständen trotzdem weiter kleben... bis zu dem Endstadium, wo die klebende Oberfläche zu radieren beginnt. Technisches Benzin von 'ZIPPO', den eigenen Fingernagel, ein weiches Baumwolltuch und Wattestäbchen, geben hier eine unbeschädigt, - diesmal umso mehr seidenmatt, schwarzpolierte, nicht minder attraktiv perfekte Griff-Fläche frei, mit welcher jeder (s)eine (klebefreie) Freude zurückbekommt."

Kommentar von Urs Debhilet:
"Statt der Gummierung (vorsichtig abschälen) beim Schuster Fersenleder in schwarz kaufen und zuschneiden. Danach mit Kövulfix ankleben, fertig!"

Kommentar von ming:
"Zur Zeit als sie rauskam, ein Spitzenprodukt, leider war alles nach 1 - 2 Jahren überholt. Der Fortschritt war damals so rasant, unglaublich. Und heute ist diese Kamera wirklich museumsreif. Kostete mich damals ein kleines Vermögen, hab mir alles an Zubehör gekauft, was es gab (Teleconverter, Weitwinkelconverter Blitz FL40, und den Batteriegriff."

Kommentar von Rene:
"Hallo die klebrige Gummierung habe ich mit einem Schaber abgelöst und die Reste mit Isopropyl-Alkohol und Zewa abgerieben. Geht ganz gut mit etwas Geduld und man hat einen glatten Griff"

Kommentar von MaDaSchi:
"Was auf dem Mäusekino zu sehen ist, ist nicht das was die Kamera tatsächlich an Bildqualität bringt und die überrascht mich doch immer wieder mal."

Kommentar von schmittikin:
"Die Bildergebnisse waren für damalige Verhältnisse ausgezeichnet, die Langsamkeit nicht zu unterbieten: Nach 3 Bildern war erst mal Speicherpause. Am ärgerlichsten waren beide Totalausfälle: Die Blende ging zu und aus wars. Beim ersten Mal bekam ich noch Kulanz, das zweite kostete richtig Geld, weil immer die komplette Objektiveinheit getauscht wurde. Dabei war das eindeutig ein Konstruktionsfehler. Ich hab mir nie wieder was von Olympus zugelegt, obwohl die mFTs ziemlich gut sind."

Kommentar von JackRabbit:
"Defekte Gummierung entfernt - geht auch ohne! Für technische Aufnahmen (Anleitungen und HTML Seiten am Rechner) ist eine höhere Bildauflösung absoluter Unsinn (auch heute noch!). Das Teil begleitet mich schon fast 20 Jahre bei meiner Arbeit. Wären die Wahlknöpfe feststellbar, dann wäre die E20P perfekt (... und wenn man etwas Geduld mitbringt!)."

Kommentar von IMAX Projectionist:
"Die E-20P ist für mich ein Meilenstein der Digitalfotografie. Hab sie 2004 für 1100 Euro bekommen nach der ebenfalls genialen Canon G3, beide sind robuste Reisebegleiter und perfekter Ersatz für analoge SLR Kameras. Das Problem mit der Gummierung konnte bis jetzt durch einmaliges gründliches einpinseln mit Babypuder gelöst werden (über Nacht einwirken lassen). Die gut geschützte Technik im Inneren überlebt vermutlich noch viele Jahre länger als manche der neueren Konstruktionen. mfg. vom Technik-Museum.de 23.03.2020"

Kommentar von halena:
"Benutze die Camera ausschließlich für medizinische Dokumentation (Vor- und Nach- Behandlungen etc.) Das Hauptmanko ist für mich die geringe Speichermöglichkeit. Sonst sehr gute Bildqualität dank der guten Optik."

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