Ricoh Caplio RR30

Blitzschneller Langläufer

Als diese Kamera Mitte 2002 auf den Markt kam, war sie bereits mit einer großen Zahl ähnlich ausgestatteter Mitbewerber konfrontiert, die alle vergleichbare technische Daten aufweisen konnten: Ein kompaktes, gefälliges Gehäuse, 3 Megapixel Auflösung, ein Dreifach-Zoomobjektiv und umfangreiche Einstellmöglichkeiten.

Ricoh versuchte sich daher mit einer sehr geringen Auslöseverzögerung positiv abzuheben. Dazu hat die Kamera neben der üblichen Schärfemessung über den Sensor noch eine herkömmliche AF-Messeinrichtung eingebaut. Wem die daraus resultierende Verzögerung um zwei zehntel Sekunden noch zu viel ist, kann das Objektiv in einen Fixfokus-Modus schalten und hat dann nahezu keine Reaktionszeiten mehr.

Eine weitere Besonderheit ist die Stromversorgung. Die Caplio RR30 kann kostengünstig mit zwei Mignonzellen betrieben werden. Da diese insgesamt nur wenig Energie speichern, kann der Bildschirm als größter Stromfresser so eingestellt werden, dass er nur bei einem Druck auf den Auslöser eingeschaltet wird und sich wenige Sekunden später wieder abschaltet. Außerdem ist der Blitz nach dem Einschalten zunächst deaktiviert und muss explizit angewählt werden. Falls all dies noch nicht ausreicht, kann das Batteriefach anstelle der Mignonzellen auch einen Li-Ion-Akku aufnehmen, der die Laufzeit der Kamera nochmals deutlich erhöht.

Abgesehen von diesen Besonderheiten liefert die Ricoh Caplio RR30 Bilder, die den Qualitätsstandards ihrer Zeit angemessen sind. Wenig sinnvoll erscheint die Auswahlmöglichkeit eines ISO-Wertes von 800, bei dem völlig unbrauchbare Fotografien entstehen.

Die Kamera gab es abgesehen vom abgebildeten schwarzen Gehäuse auch in silber.

Info zu Reparaturen

Sensordefekt

Dieses Kameramodell ist mit einem Bildsensor von Sony ausgestattet, der von einem Serienfehler betroffen ist. Sehr viele dieser Sensoren sind inzwischen defekt. Eine Reparatur kann selbst nicht durchgeführt werden.

Kommentar von makaba:
"Ich besitze diese Kamera in der offensichtlich nur anders gelabelten Aldi-Variante "Medion MD 6126". Die Kamera ist m. E. auf äußerst sinnvolle Weise vielseitig, wobei das Wichtigste, nämlich schnelle scharfe korrekt belichtete Fotos, streng gewahrt wurde, anders als bei den meisten späteren mir bekannten Ricoh-Kameras. Zur Vielseitigkeit der Stromversorgung sei ergänzt: Die Cam kann außer AA/Mignon sogar zwei völlig unterschiedliche Lithium-Akku-Typen. Und undokumentiert passt sogar auch der Kodak KLIC-5001, den ich derzeit benutze, hinein. Und über einen Adapter kann man außerdem Netzstrom nutzen. - Meine RR30 ist immer noch voll intakt, lediglich die Zoom-Wippe ist ausgeleiert"

Kommentar von astro-knipser:
"Benutze die Kamera noch gelegentlich für Astroaufnahmen ohne großen Schnickschnack mit einem Teleskop. Belichtungszeit, Spotmessung der Belichtung und Fokussierung auf unendlich, lassen sich schnell einstellen und die Werte werden auch "behalten" - eine neue Kamera von mir "meint" z. B. sie müsste immer noch mal nachfokussieren ....."

Kommentar von Pillox:
"Schöne kleine Kamera die recht ansehliche Bilder macht. Fotos bis 13x18cm in sehr guter Qualität"

Kommentar von Owl22de:
"Die Caplio war mein Einstieg in die Digitalfotografie und war zurückblickend betrachtet, eine hervorragende Wahl. Das größte Plus war die für damalige Zeit sehr geringe Auslöseverzögerung, einfache Bedienung und die Möglichkeit, normale AA-Akkus zu nutzen..."

10 Besucher von digicammuseum.de haben/hatten diese Kamera.
4 benutzen sie immer noch.
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