Canon Digital Ixus 40

       

Die Ixus 40 und das Schwestermodell Ixus 30 sind ein schönes Beispiel, wie ein Hersteller mit minimalem Zusatzaufwand gleich zwei Modelle auf den Markt bringen kann – und mit einfachen psychologischen Tricks vermutlich den größeren Teil seiner Kunden zum Kauf des deutlich teureren aber nur unwesentlich besseren Modells bringt. Das ist natürlich keine Spezialität von Canon, sondern wurde und wird von nahezu allen Herstellern in ähnlicher Form betrieben.

Zu den Fakten: Ixus 30 und Ixus 40 sind beides Ultrakompaktkameras im Format von Casios Exilim-Serie. Sie sind damit nochmals deutlich kleiner als die ursprünglichen Ixus-Modelle. Beide stecken in Metallgehäusen, haben das gleiche Objektiv, die gleichen Bedienelemente und den gleichen Bildschirm. Nicht einmal im Funktionsumfang gibt es Unterschiede.

Technisch verschieden ist einzig und allein der Sensor – mit 3,2 Megapixeln bei der Ixus 30 und 4 Megapixeln bei der Ixus 40. Außerdem hat Canon der Ixus 40 ein anderes Gehäusedesign spendiert. Während bei der Ixus 30 die Blechfront rund um das Objektiv etwas phantasielos Wellen schlägt (ähnlich wie ein ins Wasser geworfener Stein) und am Gehäuserand eine eher mittelhübsche verchromte Nase zur Befestigung der Trageschlaufe dient, hat die Ixus 40 einen dekorativen, sehr massiv wirkenden und mit einer interessanten Textur versehenen Ring um das Objektiv bekommen. Die Trageschlaufe ist an einer im Gehäuse eingelassenen Öse befestigt. Auch weitere Details vermitteln dem Kunden den klaren Eindruck, dass er mit der Ixus 40 das hochwertigere Modell in Händen hält. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sehr viele Kunden den Mehrpreis von ca. 70 Euro dafür bereitwillig bezahlt haben. Die Mehrkosten bei der Produktion schätze ich hingegen auf deutlich unter 5 Euro.

Im Grunde ist der Auflösungsunterschied zwischen 3 und 4 Megapixeln fast vernachlässigbar. Er wirkt sich nur in der maximalen Auflösungsstufe der beiden Kameras aus und dabei wächst die Bildgröße bei 4 Megapixeln in beiden Richtungen um gerade einmal rund 10%.

Gutes Design kann man am besten im Abstand von einigen Jahren beurteilen, wenn man es nicht mehr im Lichte irgendwelcher Modeströmungen sieht. Die frühen Ixus-Modelle haben sich diesbezüglich als sehr zeitlos erwiesen und innerhalb dieser Design-Ikonen der Digitalkamera-Geschichte ragt die Ixus 40 noch einmal heraus. Da sie bis heute gebräuchliche Proportionen hat, sieht man ihr das Alter überhaupt nicht an. Am ehesten kann man am für heutige Verhältnisse keinen Monitor erahnen, dass diese Kamera bereits deutlich mehr als ein Jahrzehnt auf dem Buckel hat.

Innerhalb ihrer Kameraklasse war die Ixus 40 ein gut ausgestattetes Modell mit einer überzeugenden Bildqualität. Um das Objektiv überhaupt so winzig hinzubekommen, setzte Canon auf Linsen aus ultrahochbrechendem Material (sogenannte UA-Linsen). Die in der Bildmitte sehr hohe Schärfe lässt zum Rand etwas nach. Ob das eine Folge der extrem kompakten Bauweise ist, lässt sich nur schwer sagen. Eine gute „Immerdabei“-Kamera war die Ixus 40 trotzdem. Und bei nicht zu hohen Ansprüchen an Bildauflösung und Low-Light-Fähigkeiten ist sie das noch heute.

Kommentar von WeHo:
"Habe die Kamera noch immer bei mir. Obwohl Favorit ist meine Canon 70D. Aber die Kleine ist eben unauffällig."

Kommentar von AnonymusCam:
"immer noch gut, nur eben extrem sandempfindlich! Sandkornschaden-Reparatur dauert lange und erfordert viel Geschicklichkeit, aber machbar. Auftragsreparatur lohnt nicht! , da wirtschaftl. Totalschaden. Die Bildqualität bei der Größe ist immer noch extrem gut!, weswegen ich sie immer dabei habe."

Kommentar von Carlos:
"Früher konnte man den Akku herausnehmen und nach vielen Tagen wieder einlegen und das Datum und die Uhrzeit waren immer noch da. Seit einigen Monaten ist es so, dass das Datum und die Uhrzeit jedes mal verschwunden sind und neu eingestellt werden müssen. (Stationärer Stromspeicher [stationärer Mini-Akku?] nun defekt?) - Anmerkung von Boris: Manche Kameras haben zu diesem Zweck eine auswechselbare Knopfzelle. Hier scheint jedoch eine Batterie fest eingebaut zu sein, die für die erwartete Lebensdauer der Kamera ausreicht. Wer die Kamera länger benutzt, muss mit dem Datumsverlust leben oder die Batterie tauschen lassen. Dürfte sich aber kaum lohnen. Wegwerfgesellschaft."

Kommentar von WDM:
"Das Modell Ixus 40 funktioniert noch einwandfrei bis auf das Zoomen. Es lässt sich nur 1x bewegen - das heisst, man kann nicht hin her zoomen bis der Ausschnitt stimmt. Hat man zu weit gezoomt muss ausgeschaltet und erneut gezoomt werden."

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