Konica Minolta Dimage A2

       

Minolta hatte mit der Dimage 7 eine recht beliebte Bridge-Kamera auf dem Markt. Da sollte der Nachfolger natürlich nicht nachstehen. Die Dimage A1 hatte zwar weiterhin nur 5 Megapixel, dafür waren die schlecht platzierten vier Mignonzellen nun durch einen Li-Ionen-Akku im Handgriff ersetzt worden, was die Kamera zudem etwas kompakter machte. Das Gehäuse war nun in professionellem Schwarz gehalten, was deutlich hochwertiger aussieht. Das ungewöhnliche Bedienkonzept mit Auswahl- und Einstellrädern wurde beibehalten.

An anderer Stelle versuchte sich Konica Minolta vom Mitbewerb abzusetzen: Die Kamera hat einen Bildstabilisator, bei dem der Sensor beweglich aufgehängt ist und die Kamerabewegungen so ausgleichen kann. Die Systeme der Mitbewerber basierten normalerweise auf beweglichen Linsen im Objekitv.

Außerdem versucht die Kamera mitzudenken: Wenn sie im Standby-Modus ist, wacht sie auf, sobald man den Handgriff berührt. Der Blick in den Sucher schaltet diesen automatisch ein und die Kamera kann auch bereits vorfokussieren.

Bei der hier vorgestellten Dimage A2 hat Konica Minolta vor allem den Sensor ausgetauscht. Aus 5 wurden 8 Megapixel. Die eher durchwachsenen Testberichte lassen jedoch den Schluss zu, dass das seit der Dimage 5 unveränderte 7-fach-Zoomobjektiv bei so hohen Auflösungen an seine Grenzen kommt. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal ist der elektronische Sucher, der mit 0,9 Megapixeln weit höher auflöst als bei den meisten anderen Bridgekameras dieser Zeit. Abgesehen davon gab es eine Reihe von Optimierungen unter der Haube – was man als Hersteller bei einer Modellpflege halt so macht.

Das Objektiv hat noch einen weiteren Nachteil: Es ist eine haptische Katastrophe. Der Dreh am Zoomring produziert ein schabendes Geräusch, als wäre Sand im Getriebe. Das wirkt billig und hat sicherlich den einen oder anderen Kunden beim Ausprobieren im Laden abgeschreckt. Das gilt leider für alle Modelle mit diesem Objektiv.

Unterm Strich ist die Dimage A2 eine würdige Fortsetzung einer populären Baureihe mit einigen sehr nützlichen Verbesserungen. In Sachen Bildschärfe waren andere Modelle zwar überlegen, aber dafür glänzt die A2 mit einer guten Handhabung – wenn man sich an das Konzept einmal gewöhnt hat.

Info zu Reparaturen

Meine Stichprobe ist zugegebenermaßen sehr klein, aber bei insgesamt 4 getesteten Kameras der Modelle A2 und A200 ist bei allen entweder der Bildschirm oder der Sucher defekt. Außerdem scheint mir bei einigen der Bildstabilisator wirkungslos zu sein. Die Langzeit-Haltbarkeit der Kameras sehe ich daher mit einem kleinen Fragezeichen.

Kommentar von Urs Debhilet:
"Ich find das Objektiv nicht so schlecht. Mit ACR bearbeitet komme ich vertikal auf ca 2000 Linien. Das reicht fur A2 an der Wand locker, wenn man auf das Bild schaut und nicht nur am Schirm testet."

Kommentar von Ralf Schnadt-Kirschner:
"Hallo, ich hatte den Vorgänger Minolta Dimage A1. Dort trat ein Sensorfehler auf durch Feuchtigkeitseintritt. Der Kaufpreis i.H. ca. 759 € wurde vom Minolta Service zu 100% erstattet. Anmerkung von Boris: Ja, die A1 gehört leider zu den Modellen, deren Sensor den bekannten Serienfehler hatten. Bei der A2 ist das glücklicherweise nicht mehr der Fall."

Kommentar von Ralph Pandel:
"Sehr gebrauchstaugliche Kamera, toll auch mit Tele- und Weitwinkelkonverter und geigneten externen Blitzgeräten von Minolta. Habe aber auch noch die 7i, die Dynax 5 D und die Dynax 7 D. Die 7 D mit Minolta-Batteriegriff ist top. Auch heute noch eine coole Kamera und immer wieder im Einsatz. Mit dem 5600 HS D auch für Blitzaufnahmen bestens geeignet. Leider rauscht sie ab 400 etwas viel."

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