Olympus E-410

     

Die E-410 ist eine Vertreterin der E-Serie von Olympus. Diese wurde im September 2003 mit der professionellen E-1 gestartet und war die erste Umsetzung des von Kodak und Olympus entwickelten Four-Thirds-Standards.

In der Folge verwendete Olympus ein ähnliches Nummerierungsschema wie Canon: Die Einsteigermodelle bekamen dreistellige Nummern, die semiprofessionellen (mit der E-30 als einzigem Vertreter) zweistellige und die einstelligen Nummern blieben der Kamera-Oberklasse (E-1, E-2 und E-3) vorbehalten.

Die Einsteigerklasse wurde Ende 2004 mit der ungewöhnlich designten E-300 gestartet. Im Herbst 2006 kamen dann die Modelle E-500 und E-400 auf den Markt, die danach jeweils im Jahresabstand modernisiert wurden und dann E-510 / E-410 und danach E-520 / E-420 hießen.

Die E-410 war seit Juni 2007 erhältlich. Sie richtete sich an Einsteiger und zeichnete sich besonders durch ihre geringen Abmessungen und das geringe Gewicht aus. Im Vergleich mit der E-510 fehlen ihr vor allem der ausgestaltete Handgriff, der optische Bildstabilisator und eine Reihe von Tasten, mit denen beim größeren Modell Funktionen direkt abgerufen werden können.

Ansonsten sind alle Funktionen an Bord, die damals „State of the Art“ waren, beispielsweise eine automatische Staubentfernung durch Vibration des Sensors und ein Live-View-Modus. Der Sensor löst mit 10 Megapixeln auf und liegt damit auf dem gleichen Niveau wie der der gleichzeitig erhältlichen Canon EOS 400D.

Durch das Four-Thirds-Format ist der Sensor allerdings ein Stück kleiner als bei den meisten Mitbewerbern im DSLR-Bereich. Dadurch standen die Olympus E-Serie-Modelle immer im Verdacht, rauschfreudiger zu sein. Olympus wirkte dem mit einem (abschaltbaren) Rauschfilter entgegen, der dann aber etwas Bildschärfe kostete.

Beim Live-View war Olympus Vorreiter. Die Bedienung unterscheidet sich dabei kaum von der einer Kompaktkamera. Beim Auslösen gibt es dann allerdings einen doppelten Spiegelschlag. Ich vermute, dass zuerst der Spiegel herunterklappt, dann per Phasen-AF scharfgestellt und danach normal ausgelöst wird. Das Monitorbild wird in dieser Zeit kurz abgeschaltet.

Anmerkung: Rein vom Numerierungsschema gibt es noch weitere Kameras, die man der E-Serie zuordnen müsste: Das beginnt mit der E-100RS, die bereits Ende 2000 auf den Markt kam, aber technisch eine normale Superzoom-Kamera mit sehr hoher Serienbildrate war. Etwa gleichzeitig gab es die E-10, die ein Jahr später durch die E-20 abgelöst wurde. Beides sind Spiegelreflex-Kameras, allerdings mit feststehendem Spiegel und ohne wechselbares Objektiv. Zudem ist der Sensor bei allen drei Kameras deutlich kleiner als 4/3 Zoll.

Beispielbilder

Blick vom Turmberg auf Karlsruhe, 13.10.2018
Fahne, Durlach Turmberg, 13.10.2018
Durlach Turmbergbahn, 13.10.2018
Freundschaftsschlösser, Durlach Turmberg, 13.10.2018
Treppenhaus, Durlach Turmberg, 13.10.2018
Nermal? Bist Du das? Durlach Turmberg, 13.10.2018
Kranker Baum, Durlach Turmberg, 13.10.2018

Kommentar von Nikon D1X:
"Mit der Olympus E-410 habe ich um 2007 fotografiert. Die E-410 habe nicht mehr, aber aktuell eine ganz ähnliche E-420. Auf deren Einsatz bevorzugt in 2019 ich mich schon jetzt freue!"

Kommentar von Olumpix:
"Die E-410 macht auch heute noch eine gute Figur. Anfang 2018 stieß ich zufällig auf ein E-410 Body + Akku. Für 20€ (!!) ersteigert, konnte ich nicht viel falsch machen. Der “Defekt” war nur lapidar und bei der 400er Serie wohl sehr typisch. An der Speicherkarten-Klappe war eine der beiden Rastnasen abgebrochen, wodurch die Klappe nicht mehr ausreichend einrastet um den Schalter des Kartenfachs auszulösen. Abhilfe bringt hier ein einfaches Gummiband. Alternativ könnte man auch den Schalter außer Kraft setzen, indem man einen dünnen Gegenstand in das Loch drückt, in dem der Schalter sich befindet. Abgesehen also von diesem kleineren Wehwehchen, befand sich die Kamera nahezu in einem makellosen Neuzustand. Four-Thirds-Objektive hatte ich noch von anderen Kameras und der Akku der E-410 lässt sich auch mit dem Ladegerät der neueren OM-D’s laden. Somit fügte sich dieses Schnäppchen perfekt in meine bestehende Ausrüstung ein. Die Bildqualität ist für eine 12 Jahre alte Kamera gut bis sehr gut. Das Bedienkonzept der 400er Serie ist intuitiv und einfach zu verstehen, kommt mit erstaunlich wenig Knöpfen und Rädchen aus und erweist sich in der Praxis als sehr angenehm. Vergleicht man die E-410 mit den aktuellen OM-D‘s , wird einem sehr schnell bewußt, dass vieles (um nicht zu sagen ‘das Meiste‘) von dem software-technischem Schnickschnack neuerer Kameragenerationen im Prinzip absolut überflüssig ist. Nur das Bildrauschen, welches schon ab ISO-800 anfängt zu stören, macht hier den wesentlichen technischen Fortschritt gegenüber heute deutlich. Die E-410 wurde seinerzeit als die kleinste digitale Spiegelreflex angepriesen. Und dennoch liegt sie äußerst angenehm in der Hand. Man hätte gut daran getan, es bei diesem Rekord zu belassen. Heutige Miniatur-mFT-Kameras wie z.B. Panasonics GF-Serie oder Olympus’ PEN- und OM-D E-M5 / E-M10 Reihe sind meiner Meinung nach viel zu klein für normal große Hände. Hält man dagegen eine Kamera, wie die E-410 in den Händen, wirkt sie regelrecht in die Hand konstruiert. Alle Kanten sind handgerecht abgerundet - auch ein Punkt, der mich persönlich an dem immer kantigeren Design der neuesten Kameragenerationen stört. Fazit - ein betagter Klassiker wie die E-410 weiß auch mehr als 10 Jahre nach Markteinführung noch zu gefallen, weil man sich hier mehr auf das Wesentliche konzentriert - auf das Fotografieren an sich. Und dafür braucht’s (eigentlich) kein WLAN, kein GPS und keine Handy-Steuerung."

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