Nikon E2S

       

Mit der E2 und E2S brachte Nikon 1994 seine ersten Digitalkameras auf den Markt, die nicht als Wolpertinger aus Analog-SLR und Digitalrückwand entstanden waren. Trotzdem war noch die Schützenhilfe von Fuji erforderlich, so dass es die Kameras auch unter den Namen DS-505 und DS-515 von Fuji zu kaufen gab.

Die beiden Modelle E2 und E2S sind nahezu identisch. Sie unterscheiden sich nur in der Größe des Pufferspeichers für Aufnahmen, so dass die E2 nur eine Aufnahme pro Sekunde schafft und die E2S immerhin drei. Nach sieben Bildern muss die E2S dann aber pausieren, um die Bilder auf die Speicherkarte zu schreiben. Für den vorgesehenen Einsatzzweck als Reporter-Kamera kommt das aber der von analogen Kameras gewohnten Arbeitsweise (per Dauerfeuer draufhalten, wenn was Spannendes passiert) schon deutlich näher.

Das Gehäuse wirkt durch die gewaltige Tiefe ziemlich monströs. Das ist der Relaisoptik zu verdanken, die das in Kleinbildgröße auf die Bildebene projezierte Bild über ein nachgeschaltetes Linsensystem auf das Format des 2/3 Zoll großen Sensors bringt. Da die Lichtmenge dabei auf nur ein sechzehntel der Fläche verdichtet wird, liefert der Bildsensor bei ISO 50 eine Lichtstärke, die ISO 800 entspricht. Das Rauschverhalten entspricht dabei allerdings ISO 50. Auf Wunsch ist die Kamera auch auf ISO 1600 einstellbar.

Die Kehrseite der Medaille: Die Relaisoptik limitiert – unabhängig vom Objektiv – die Systemlichtstärke auf eine Blende von 6,7. Trotzdem erfordert die Kamera die Verwendung sehr lichtstarker Objektive. Durch das F-Bajonett passen zwar alle Nikon-Objektive, die lichtschwächeren Exemplare produzieren aber kräftige Vignettierungen, d.h. das Bild wird zum Rand hin immer dunkler.

Aus heutiger Sicht erscheinen 1,3 Megapixel extrem wenig, aber für den bevorzugten Einsatzzweck als Kamera für Reportagen ohne lästige Filmentwicklungszeiten war das vollkommen ausreichend. Das ist auch daran erkennbar, dass es die Baureihe satte fünf Jahre lang gab und in dieser Zeit nur minimale Veränderungen an der Technik vorgenommen wurden. Die Sensorauflösung blieb durchgängig die gleiche.

Kommentar von Silvio:
"Ich würde die Kamera gerne nochmals benützen, habe aber leider kein Laufwerk für die Speicherkarte. Wo bekäme man sowas noch...? - Anmerkung von Boris: Am einfachsten dürfte es sein, ein altes Notebook zu besorgen, das noch einen PCMCIA-Schacht hat. Dort kann man das Laufwerk einfach reinschieben. Solche Notebooks sind im Moment bei einem Restwert nahe 0 angekommen."

Kommentar von stanner:
"Habe leider keinen Adapter für meine Speicherkarte EC-15, vielleicht weis ja jemand wo man so ein Adapter bekommen könnte...! Mit freundlichen Grüßen stanner"

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