Canon EOS 20D

       

Canon hat beginnend mit der EOS D30, D60, 10D, 20D, … bis zur 50D in regelmäßigen Abständen fast identisch aussehende Kameras für semiprofessionelle Anwender auf den Markt gebracht. In einem ziemlich schnelllebigen Markt ist das eine erstaunliche Kontinuität. Natürlich wurden die neu erscheinenden Modelle immer auf den aktuellen Stand der Technik gebracht.

Die EOS 20D war die Reinkarnation der Baureihe im Jahr 2004. Von ihren Vorgängern hat sie das Layout der Bedienelemente und insbesondere das große Einstellrad auf der Rückseite geerbt. Leider ist auch der Monitor weiterhin ein sehr mickriges Exemplar. Neu hinzu kam ein kleiner Knubbel oberhalb des Einstellrades, bei dem es sich um einen kleinen Joystick handelt. Das ist sehr praktisch und macht die Bedienung noch effizienter, auch wenn ihn die Kamerasoftware noch nicht überall einbezieht, z.B. bei der Menüsteuerung.

Technisch gesehen hat die EOS 20D einen neuen Sensor bekommen – den ersten APS-C-Sensor mit 8 Megapixeln im Semiprofi-Bereich. Ebenfalls neu ist der Autofokus mit neun Messfeldern, von denen das mittlere als Kreuzsensor ausgelegt ist. Bei guten Lichtverhältnissen funktioniert dieser sehr gut, im Dämmerlicht nutzt die Kamera den eingebauten Blitz als AF-Hilfslicht in Form einer wenig dezenten Blitzkaskade. Der Autofokus kam zwei Jahre später nochmal bei der EOS 400D zum Einsatz.

Gegenüber dem Vorgängermodell EOS 10D hat Canon auch das Objektivbajonett geändert. Die Kamera kann daher – wie bereits zuvor die EOS 300D – auch mit EF-S-Objektiven ausgestattet werden. Diese sind speziell für den kleineren Bildkreis der mit APS-C-Sensoren bestückten Digitalmodelle berechnet. Da der kleinere Sensor auch zu einem kleineren Spiegelkasten führt, kann die Ausgangspupille des Objektivs näher an den Sensor rücken, was die Objektivkonstruktion in vielen Fällen vereinfacht.

Auch aus heutiger Sicht ist die EOS 20D noch eine Fotografiermaschine, die Spaß macht. Für fast alle Anwendungsfälle reicht die Auflösung dicke aus, die Kamera reagiert schnell und macht – geeignete Objektive vorausgesetzt – ausgezeichnete Bilder. Auf Life-View und Videoaufzeichnung kann man meist verzichten. Am ehesten stört mich der winzige und niedrig aufgelöste Bildschirm.

Beispielbilder

Flieder am Gartenzaun, Schöllbronn, 07.05.2016
Straßenlaterne, Schöllbronn, 07.05.2016
Haydnplatz, Karlsruhe, 09.05.2016
Haydnplatz, Karlsruhe, 09.05.2016
Hausdetail, Karlsruhe, 09.05.2016
Tauben, Karlsruhe, 09.05.2016
Wilhelm I im karlsruher Baustellenchaos, 09.05.2016

Kommentar von anonym:
"Benutze die Kamera noch regelmäßig - aber niemals im Serienbildmodus und nicht als Hauptkamera!"

Kommentar von Marc:
"Gebrauchtpreis aktuell ein Witz - sehr gute APS-C DSLR, 8 MP (aber nicht zu Vergleichen mit 16-23 MP "Knipsschlampen" in Sachen Smartphone Camera - diese Sensoren sind winzigst (1/2.6" bis 1/2.3"), haben extrem stark aufbereitete JPEGs, und können i.d.R. kein RAW, dazu DPP 4.5.20 (x64, aktuellste Version - März 2017) unterstützt nun auch die 20D, zusammen mit z.B. dem exzellenten 18-55/3.5-5.6 STM Standardkit Objektiv (ca. 60-85 EUR, neuwertig, die 20D liegt in ähnlichen Preisgründen) hat man eine absolut schnörkellose DSLR, mit Top Magnesium Body, 5 fps, 12bit RAW Aufnahme und einer sehr guten Per-Pixel Schärfe. Wer mehr möchte, kauft sich das 10-18 STM, 55-250 STM Objektiv noch dazu, und hat dann von 16 bis 400mm in Sachen Brennweite nach KB-Format alles abgedeckt, zu extrem vernünftigen Preisen. Weitere Goodies: Glaspentaprismasucher (wenn auch nur 95% Sucherabdeckung, nicht 100%, man sieht also eine Idee minimal weniger als eigentlich aufgenommen wird an den Rändern) 2. Wahlräder, ewig lange haltender Akku, 9 AF Felder. Für aktuell 50-60 EUR für den Body ein absoluter Kauftipp - dafür gibts nichtmal eine gescheite Knipse digital vom Grabbeltisch !!!"

Kommentar von Udo:
"Hatte diese Kamera als Reserve- und Zweitgehäuse gebraucht zur ansonsten ja fast gleichen 30D gekauft. Und es irgendwann bereut, sie später deshalb verkauft zu haben. Na gut, mittlerweile bin ich eh bei einem komplett anderem System, aber dennoch hatte die 20D einige Vorzüge selbst gegenüber der 30D. Meiner Ansicht nach waren die Bilder farbneutraler und ab ISO400 auch das Rauschen einen Tacken geringer. Weiterhin mußte ich die 20D so gut wie nie säubern, während die 30D allenthalben Staub anzog. Gut, zumindest die Sache ist mit neueren Geräten ja nun echt kein Problem mehr, da funktioniert der automatische Staubrüttler super. Aber sonst so? Wie gesagt, ich wünschte mir diese wunderbar neutralen Farben der 20D für heute zurück. Gerade in Kombi mit dem 17-40mm L war das ein Traum. Wobei selbst das damals als "Suppenzoom" gescholtene 18-200mm an der Kamera schärfe- wie farbtechnisch überzeugen konnte. Warum es solch eine Farbwiedergabe heute nicht mehr gibt, ist mir ein Rätsel, anscheinend sind übersättigte Farben heute gefragter und selbst bei RAW-Aufnahme muß man aufwendig herumexperimentieren, bis die Ergebnisse stimmig sind. Ansonsten, vom Gehäuse her, deutlich besser als das, was heute so angeboten wird. Wertigkeit zum Anfassen und der ideale Kompromiß von Größe und Gewicht. Die Akkulaufzeit auch super. Ich täte die Kamera den meisten "Einsteiger"-SLRs von heute vorziehen. Wozu brauche ich WiFi, 100 Motivprogramme und solches Gedöns?"

Kommentar von juergenvb:
"Damals fast Profikamera mit sehr kleinem Display."

Kommentar von KnusiKnollo:
"Ich habe mir mit der EOS 20D den Umstieg von analog auf digital gegönnt. Vorher mit 2 EOS 5 unterwegs, hatte eine davon den Geist aufgegeben. Da ich beim System bleiben wollte, wurde es damals, im Oktober 2004 diese Kamera. Ich denke nicht, dass ich sie voll ausnutze. Trotzdem habe ich mir inzwischen eine EOS 5D Mark II zugelegt. Die ist zwar ein richtiger Sprung gewesen, aber auch sehr klobig im Vergleich zur 20D. Mit Zusatzgriff sind aber beide ganz schön wuchtig, aber auch Dauerläufer! Trotz verschiedener System- und Kompaktkameras, inzwischen bin ich bei der EOS 1D Mark IV. Für meine Canon getrübten Augen gibt es nichts Besseres auf dem Markt."

Kommentar von Henko:
"Top Kamera die immer noch wirklich gute Bilder macht !!!! "

48 Besucher von digicammuseum.de haben/hatten diese Kamera.
32 benutzen sie immer noch.
92% der Kameras funktionieren noch einwandfrei.

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Ja, laufend
Ja, gelegentlich
Nein
Habe sie nie benutzt

Frage 3/4:

Was ist aus der Kamera geworden?

Habe sie noch
Habe sie verkauft
Habe sie verschenkt
Habe sie weggeworfen

Wie viele Jahre haben Sie die Kamera ca. benutzt? Jahre

Frage 4/4:

In welchem Zustand ist die Kamera bzw. in welchem Zustand war sie am Ende?

Voll funktionsfähig
Etwas lädiert, aber man konnte sie noch benutzen
Defekt durch Sturz / Sand / Wasserschaden
Objektivfehler (fährt nicht mehr aus oder ein / klemmt / stellt nicht mehr scharf)
Bildschirm defekt/gebrochen
Sensorfehler (Bildstörungen oder nur schwarze Bilder)
Geht nicht mehr an
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