Canon EOS 450D

   

Die Canon EOS 450D ist ein Modell der Einsteigerklasse, die 2003 mit der EOS 300D begann und bis zur EOS 850D im Jahr 2020 in 50er-Schritten hochgezählt wurde. Die Kamera löste im Frühjahr 2008 die eineinhalb Jahre früher erschienene 400D ab. Besonders viel hatte sich nicht getan. Der Sensor löste nun 12 MP (gegenüber zuvor 10 MP) auf und der Bildschirm wuchs (von 2,5 auf 3 Zoll), ebenso wie die Serienbildrate (von 3 auf 3,5 Bilder/s).

Den vermutlich größten Kaufanreiz dürfte der Live-Bild-Modus ausgelöst haben. Dabei war diese Funktion noch sehr rudimentär und aufgrund der umständlichen Bedienung und dem ungeheuer langsamen Kontrast-Autofokus kaum praxistauglich.

Aus heutiger Sicht kann man mit der EOS 450D immer noch sehr schöne Bilder machen. Bei einem Gebrauchtkauf sollte man allerdings eher nach dem 2009 erschienenen Nachfolgemodell EOS 500D schauen. Das hat nicht nur einen wesentlich höher aufgelösten Bildschirm, sondern kann auch FullHD-Videos aufzeichnen. Freunde von Low-Light-Aufnahmen freuen sich über den erweiterten ISO-Bereich (von 1600 auf 12800). Die Auflösung wuchs nochmal und lag nun (vermutlich durch die Nutzung des gleichen Bildsensors wie bei der semiprofessionellen EOS 50D) bei 15 Megapixel.

Die Kamera in der Sammlung ist ein amerikanisches Modell. Dort war die EOS 450 D unter dem Namen EOS Rebel XSi auf dem Markt. In Japan hieß sie EOS Kiss X2. Diese verwirrende Namensgebung auf verschiedenen Märkten dürfte der Erschwerung von Grauimporten gedient haben. Außerdem ist es in Zeiten des Internet leichter, verschiedene Märkte mit verschiedenen Preismodellen zu bedienen, wenn die Produkte unterschiedlich heißen.

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