Kodak EOS DCS 1

       

Im Jahr 1995 brachte Kodak gleich drei äußerlich nahezu identische Kameras auf den Markt, die eine Kodak-Digitalrückwand mit Canons analogem SLR-Topmodell EOS 1N kombinierten. Die Kameras hießen DCS 1, DCS 3 und DCS 5. Sie unterscheiden sich vor allem in der Größe und Auflösung des Bildsensors. Die DCS 1 kam zuletzt auf den Markt und war als Top-Modell vorgesehen. Bereits ein halbes Jahr zuvor hatte Kodak eine Digitalrückwand mit ganz ähnlichen Spezifikationen mit einem Nikon-Body kombiniert und als DCS 460 auf den Markt gebracht.

DCS 1 und DCS 460 waren die ersten universell einsetzbaren DSLRs mit 6 Megapixeln Auflösung. Der Sensor ist zudem sehr groß und beschert der Kamera einen Cropfaktor von nur 1,3.

Diese technische Meisterleistung war damals jedoch nur mit deutlichen Abstrichen realisierbar. Erstens erreicht die Kamera nur einen ISO-Wert von 80, der nicht veränderbar ist. Zweitens bringen die Datenmengen den Prozessor in arge Nöte, was sich in einer sehr geringen Bildfolgerate niederschlägt und außerdem den Akku rasend schnell leert. Immerhin kann man im Abstand von ca. 1,5 Sekunden zwei Bilder machen. Bis zum nächsten legt die Kamera dann aber eine Zwangspause von 8 Sekunden ein.

Der Akku in der DCS 1 ist fest verbaut, dafür hat die Kamera einen PCMCIA-Schacht auf der Seite, der mit Speicherkarten oder Mini-Festplatten bestückt werden kann. Die Karten können in einem Notebook mit passendem Slot ausgelesen werden. Alternativ kann man sie auch in der Kamera lassen und diese dann über die SCSI-Schnittstelle direkt mit einem Computer verbinden.

Die Kamera erreicht zusammen mit einem Objektiv ein Gewicht von mehr als 2 kg. Damit disqualifiziert sie sich als Freizeit- oder Urlaubsbegleitung. Wer so einen Trümmer mit sich herumschleppt, muss es mit der Fotografiererei schon ernst meinen. 1995 hätte sich zudem eine gute Diebstahlversicherung gelohnt, weil die DCS 1 in der Preisklasse einer Limousine der gehobenen Mittelklasse lag.

Mit diesen Rahmenbedingungen war die DCS 1 eine reine Profikamera. Besonders geeignet war sie für Studioaufnahmen, aber auch für Außenaufnahmen bei gutem Licht.

Das hier gezeigte Modell DCS 1c dürfte die verbreitetste Variante gewesen sein. Es liefert Farbaufnahmen mit jeweils 12 Bit pro Farbkanal. Alternativ waren auch die Modelle DCS 1m (monochrome / schwarz-weiß) und DCS 1ir (infrarot) erhältlich.

Beispielbilder

Bunte Schuhe, 09.12.2018
Schubert Rechenmaschine, 09.12.2018

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