Olympus FE-210

Chinacam mit pädagogischem Auftrag

Die FE-210 ist ein typischer Vertreter der etwas moderneren "Chinacams", diesmal im Auftrag von Olympus produziert. Der kleine 7-Megapixel-Sensor ist kombiniert mit einem relativ lichtschwachen Dreifachzoom. Ansonsten gibt es nicht viel auszusetzen. Das mattsilberne Plastikgehäuse ist kompakt und sieht gefällig aus. Der Bildschirm ist zwar nicht besonders hochauflösend, aber angenehm groß. Oberhalb davon gibt es zwei Tasten für Aufnahme- und Wiedergabemodus. Das hat sich Olympus offenbar von einigen Casio Exilims abgeschaut.

Die Kamera hat einen Bildstabilisator, bei dem es sich aber nur um die vergleichsweise wenig effektive Softwarevariante handelt. Zudem ist es ein separater Aufnahmemodus und damit nicht kombinierbar mit den Motivprogrammen.

Ein ganz interessantes Unterscheidungsmerkmal zu anderen Kompaktkameras steckt hinter der Position "Guide" des Moduswahlrades. Es ist eine Liste von 11 Punkten mit typischen Aufgabenstellungen, vor denen man als Fotograf immer wieder steht, z.B. "Aufnahme bei Gegenlicht" oder "Unscharfer Hintergrund". Wählt man einen der Punkte aus, schlägt die Kamera meist mehrere Maßnahmen vor, wie man diesen Effekt erreichen kann. Eine davon kann man dann auswählen, worauf die Kamera diese Einstellung dann vornimmt. Es handelt sich grundsätzlich um Maßnahmen, die man auch selbst hätte einstellen können. Außerdem kann man so leider nicht zwei Maßnahmen kombinieren - es sei denn, man macht die Einstellungen selbst. Besonders nützlich ist der Guide in dieser Form nicht, aber zumindest hat der eine oder andere Besitzer der Kamera sicher etwas über die Fotografiegrundlagen gelernt.

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