Olympus IR-500

         

Bekommt man die IR-500 erstmalig in die Hand, ist man irritiert: Das ist eindeutig eine Digitalkamera, wie man am Zoomhebel und den Bedienelementen auf der Rückseite sehen kann. Es fehlen nur zwei ganz entscheidende Bauteile: Erstens das Objektiv auf der Vorderseite. Und zweitens der Bildschirm auf der Rückseite. Bis man dann herausfindet, dass etwa zwei Drittel der Vorderseite aus einem großen Deckel bestehen, der am unteren Rand der Kamera an einem großen Scharnier befestigt ist. Unter dem Deckel ist das Objektiv versteckt und auf der Deckelinnenseite befindet sich dann auch der Bildschirm. Er kann nun um 180° um die Kamera herum geklappt werden und befindet sich dann an der gewohnten Stelle. Der Klappmechanismus erlaubt aber auch Zwischenpositionen zur Fotografie über Kopf, aus der Ameisenperspektive oder für Selbstportraits.

Olympus ist hier ein sehr eigenständiges Design gelungen, das es so bei keiner anderen Kamera gibt. So richtig praktisch ist es allerdings nicht, den Bildschirm beim Ein- und Ausschalten immer um die ganze Kamera herum zu klappen. Daher werden die meisten Besitzer wohl den Bildschirm fast immer auf der Kamerarückseite gelassen haben.

Die Extravaganz der Kamera war Teil eines größeren Konzepts, mit dem Olympus nichts weniger als die Welt der elektronischen Gadgets revolutionieren wollte. Dafür hatte sich das Marketing die etwas sperrigen Namen m:robe und i:robe ausgedacht. Ersteres stand für tragbare Musikabspieler in Konkurrenz zu Apples Ipod und letzteres für Digitalkameras plus Zubehör.

Das Ziel war es, weitgehend ohne PC auszukommen. Dazu war die IR-500 mit einer Dockingstation ausgestattet und mit einer Festplatte als Datensafe (S-HD-100) und einem Thermosublimationsdrucker (P-S100) erweiterbar. Ganz so revolutionär war das Konzept allerdings doch nicht – immerhin gab es das bei einigen Mitbewerbern (HP Photosmart, Kodak Easyshare) bereits seit einigen Jahren.

Ungewöhnliche Features hat Olympus auch auf dem Moduswahlrad versteckt: Eine Einstellung bringt eine Uhr im Space-Design auf den Bildschirm und macht die Kamera zum Reisewecker. Eine andere zeigt einen Kalender mit den am jeweiligen Tag aufgenommenen Bildern.

Offensichtlich waren all diese innovativen Ideen nicht ganz so einfach zu vermitteln – ein großer Verkaufserfolg waren m:robe und i:robe wohl nicht. Beides verschwand bald wieder vom Markt. Dabei ist die IR-500 eine durchaus brauchbare Kamera für ihre Zeit mit 4 Megapixeln und einem knapp dreifachen Zoom. Das Objektiv ist komplett innenliegend und vermutlich mit einer Periskopoptik in der Art von Minoltas X-Serie ausgestattet.

Beispielbilder

Blick auf Schöllbronn, 09.04.2017
Holzstapel, Schöllbronn, 09.04.2017
Freibad, Schöllbronn, 09.04.2017

Kommentar von anonym:
"Mir hat besonders das exklusive Konzept und die hochwertige Verarbeitung/Materialanmutung gefallen."

Kommentar von Sam:
"Nette Kamera hat was Extravagantes. Nur ist jetzt der Akku hin. Aausserdem hab ich kein Kabel deswegen nur über Kartenleser. Aber durchaus für die Hosentasche noch brauchbar. Macht auf jeden Fall bessere Fotor als die meisten Handys."

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