Hewlett-Packard Photosmart 715

Die Photosmart 715 ist die digitale Entsprechung einer simplen Autofokus-Schnappschuss-Kamera aus analogen Zeiten. Leider sieht sie auch genau so aus - das Design ist mit dem Titel "großväterlich" fast schon zu sehr gelobt. Die matt silberne Plastikhülle wirkt eher billig und die wenigen Bedienelemente unterstützen diesen Eindruck noch.

Die Kamera lässt so gut wie keine manuellen Einstellungen zu, einzig die Bildqualität und der Blitzmodus lassen sich manipulieren. Um so überraschender sind die Ergebnisse: In unkritischen Situationen macht die Photosmart 715 fast immer scharfe und gut belichtete Aufnahmen. Fehlt es an Licht, läuft der Autofokus gelegentlich ins Leere und es gibt keine Warnung, wenn die gewählte Belichtungszeit keine unverwackelte Aufnahme aus der Hand mehr zulässt.

Der gute Eindruck der Bildqualität ist dem relativ großen und damit rauscharmen Bildsensor zu verdanken, aber auch Ergebnis einer deutlichen Nachschärfung.

Ein großer Minuspunkt der Kamera ist ihr offenbar sehr schwachbrüstiger Prozessor. Alles ist sehr langsam. Am stärksten bemerkt man das bei der Bildanzeige, die deutlich über eine Sekunde braucht, um ein 3MP-Bild aufs Display zu bringen. Es zeigt sich aber auch bei der Bildverarbeitung, beim Speichern, beim Fokussieren und bei der Auslöseverzögerung.

Fazit: Die HP 715 ist klobig, hässlich und lahm. Dafür entschädigt sie mit ihrer sehr einfachen Handhabung und in ihrer Klasse sehr guten Bildergebnissen.

Beispielbilder

Katharina mit Katze, 5. Juli 2002
Stuttgart Wilhelma, 8. Juli 2002
Stuttgart Wilhelma, 8. Juli 2002
Karlsruhe Epplesee, 6. Januar 2003
Speichermedien

Kommentar von Boris:
"Das war meine erste eigene digitale Kamera - und die erste Kamera überhaupt, mit der ich ernsthaft fotografiert habe. Wenn ich heute meine allerersten Bilder durchsehe, staune ich über die Qualität dieser "Billigkamera". Gemessen an den übrigen Modellen von HP aus dieser Zeit war die 715 herausragend."

Kommentar von Heiko:
"Der Stromverbrauch dieser Kamera ist gigantisch, selbst die teuersten Batterien reichen kaum für 15 Aufnahmen. Eine Aufladung am PC wie bei den modernen Modellen ist nicht möglich, man kann die Kamera hier aber wenigstens per Netzteil betreiben, falls man ein passendes besitzt. Das aber scheitert wie so oft auch bei anderen Geräten am exotischen Anschluss in den kein Stecker passen will."

Kommentar von Christian Zahn:
"Ich habe diese Kamera zu Weihnachten für meine Sammlung geschenkt bekommen. Ein erster Test in einer weihnachtlich geschmückten Einkaufsstraße 21 Jahre nach Herstellung ergab: Alles, was Boris oben schrieb, gilt immer noch. Der Sensor und die Bildaufbereitung benötigen viel Licht, aber dann sind die Bilder für 3 Megapixel-Aufnahmen durchaus ansehnlich. Das Design ist für das Jahr 2001 sehr konservativ, man meint eine Kamera für Kleinbildfilm vor sich zu haben. Hässlich finde ich sie nicht, da gab es noch schlimmere Entwürfe anderer Hersteller, die sich nicht einmal gut bedienen lassen. Übliches Problem der meisten Kameras mit Mignonzellen: Die Haltenasen der Batteriefachklappe sind viel zu filigran konstruiert, die der Kraft der Batteriefachfedern auf Dauer nicht standhalten und irgendwann einfach abbrechen. Auch die HP hat dieses Problem. Zum Kommentar von Heiko: Mein Exemplar ist kein Batteriefresser, 100 Aufnahmen habe ich mit einen Satz Mignon-Alkalines gemacht und vermutlich halten sie noch weiter durch. Auch die Schnittstellen sind genormt, die Netzteilbuchse ist eine einfache Rund-Hohlsteckerbuchse und USB ist eine übliche Mini-USB-Buchse. Es sind keine exotischen Spezialkabel erforderlich."

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