Mit den beiden Beiträgen:
gab es zwei erfolgreichen "Ausflüge" in die Welt der analogen SchwarzWeiss-Fotografie mit Erfassung auf den "Sensor" Film. So wieder auf den Geschmack gekommen, sollten für spätere Analogeinsätze zwei weitere Kameras probiert werden, die wertvolle Erkenntnisse brachten.
Was die Verarbeitung von SW-Film angeht, ist das mit etwas Übung pro ISO 100/200 Film um Größenordnung 20 Minuten erledigt. Wobei in der gleichen Zeit zwei Filme gleichzeitig in einer Doppeldose verarbeitet werden können. Fürs Digitalisieren der SW-Negative hat sich mein Minolta Dimage Scan Dual II AF-2820U bewährt, der mit den Silber-dichten SW Negativen bedeutend besser klarkommt als der JAY-tech Combo-Scanner PS970, der Rechner-autark direkt auf SD-Karte speichert. Der und vergleichbare Geräte sind zwar komfortabel und schnell, tun sich aber mit dem reinen Abfotografieren der SW-Negative schwer. Es sind eben keine (!) Scanner. Farbe müsste besser sein, was ich später noch probieren und berichten werde.
Es ging mir in diesem Beitrag um die Funktionskontrolle dieser beiden ganz unterschiedlichen Kameras. Auf der einen Seite eine Messsucherkamera mit einem fest montierten, lichtstarken BIOKOR-S 1:1.9 f=45mm, auf der anderen Seite die vierte Spiegelreflexkamera in Yashicas Geschichte von 1961 mit Objektiv-Wechselmöglichkeit durch M42 Schraubanschluss.
Es hat sich schnell gezeigt, dass die einfachen und besseren analogen (Mess-)Sucherkameras für Analogexperimente mit Film einfach dankbarer sind. Aus einem simplen Grund. Bei Spiegelreflexkameras kann das Objektiv ja gewöhnlich gewechselt werden. Und was in diesem Fall viel sinnvoller ist, das ist die Adaption der alten Objektive auf moderne spiegellose Systemkameras. Ausnahme: Analog-SLRs mit fest montierten Normalobjektiven. So wie hier: Minolta ER, Mamiya family, PORST autoflex (= Mamiya Auto-Lux 35) mit Nikon/NIKKOREX Weitwinkelvorsatz
Bei der Yashica habe ich eine Ausnahme gemacht, weil es eben ein 65 Jahre altes historisches Modell ist. Die BEAUTY LIGHT MATIC SP war dann schnell aus dem Rennen, weil die Kopplung der Entfernungseinstellung am Objektiv mit dem Messsucher defekt ist. DAS, was eine Messsucherkamera ausmacht. Was aber kein Beinbruch ist, denn ich habe noch eine weitere BEAUTY LIGHTOMATIC II, die bis auf den Selenbelichtungsmesser funktioniert. Und — so im Beitrag bezeichnet eine "Nikon SP für Arme - oder: Petri 2.8, die SP des kleinen Mannes" Das sind zwei lohnende Messsucherkameras! Dazu werden sich unter anderem noch andere Sucherkameras gesellen.
Technische Daten der Light-o-matic/Lightmatic Beauty Messsucherkameras
- Coupled selenium meter in lens barrel with ringed receptor surrounding lens at front, following the OkayaLord Martian innovation.
- Copal-SV shutter with speeds: B, 1sec to 1/500s.
- Biokor-S 45 mm / f1.9 lens with 5 aperture blades.
Englisches Manual zur sehr ähnlichen BEAUTY LightOmatic-III
Alle Daten zur YASHICA REFLEX 35 in der englischern Bedienungsanleitung!
Qualitäts- und sonstiger Eindruck
Neben dem Defekt der Messsuchermechanik scheint die BEAUTY LIGHT MATIC SP auch nicht "ganz dicht" zu sein. Einige Motive zeigten eine Art Lichteinfall. Wo immer der herkommt. Nur nochmal zum Verständnis: Da sind Fotos von ZWEI Kameras auf EINEM Film! Die Schärfe des BIOKOR-S 1:1.9 f=45mm ist gut, aber die SP werde ich nicht mehr benutzen.
Das mit dem Defekt trifft auch auf die YASHICA REFLEX 35 zu. Von den Zeiten kann nur zwischen 1/30 und 1/500 s gewählt werden. Die langen Zeiten sind kaputt. Und der Sucher ist von der Fokussierung her — "Kohlenkeller" — eine Zumutung, warum ich vom spannenden Soligor 1:2.8 f=105mm für die gezeigten Fotos zum braven AUTO MAKINON 1:2.8 f=35mm gewechselt habe, das genug Schärfentiefe liefert!
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| Autor: | Ralf Jannke |
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| Erstellt: | 11.04.2026 |

















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