Canon EOS 7D mit der CANON ZOOM LENS EF 80-200mm 1:2.8 L vor dem Start

Die Standardausrüstung sieht bei der Mehrzahl Basketball-Fotografen seit Jahren so aus: 2,8 oder 4/24/28 bis 70/100/120 mm Zoom und 2,8/70/80-200 mm. Gelegentlich taucht mal ein 2,8/300 auf oder wer finanziell kann, ein 2,8/100/120-300 mm.

Nach dem Canon 2,8/70-200 USM L kam bei mir anlässlich des Wechsels zu Nikon das 2,8/70-200 Nikkor VR. Dass dann bei einem weiteren geplanten, dann aber doch nicht durchgeführten Systemwechsel im 2019 rum verkauft wurde. Bei Rückkehr zu Nikon 2020 gab es die spiegellose Z 50 und eine zeitlang noch das erste 2,8/80-200 mm AF-S Nikkor. Das aber dann nicht mehr durch ein moderneres 2,8/70-200 VR II ersetzt wurde, sondern durch das AF-P NIKKOR 70-300 mm 1:4,5-5,6E ED VR.

Dessen Schritt-/Puls-Autofokusantriebsmotor – daher das "P" in der Objetivbezeichnung – sich als schneller erwies, als das erste 2,8/80-200 mm AF-S. Vom Gewicht ganz abgesehen. Und was die Lichtstärke angeht: Die Bonner Basketballhalle ist so hell, dass mit Auto ISO 10.000 auf der spiegellosen Nikon Z6/7 immer 1/1000 s als vorgewählte Verschlusszeit erreicht werden. Eben auch bei Blende f/4,5-5,6!

Jetzt sollte aber die semiprofessionelle Canon EOS 7D zusammen mit der CANON ZOOM LENS EF 80-200mm 1:2.8 L in die Basketballhalle! 

Bisher hatte ich die 7D nur auf einwandfreie Funktion kontrolliert und mit ihr fotografiert: 

Christian Zahn hat diese beiden Praxisbeiträge zur Canon EOS 7D verfasst:

Canons erstes 80-200 mm Zoom mit Lichstärke f/2,8 hatte seinen Ersttest auf der semiprofessionellen Einsteiger Canon EOS 550D bereits bestanden!

Jetzt also die Canon EOS 7D mit der CANON ZOOM LENS EF 80-200mm 1:2.8 L – STOPP

Es war eine gute Idee neben dem lichstarken Zoom noch schnell die CANON LENS EF-S 24mm 1:2.8 STM einzustecken. Fürs Intro und später Fotos unter dem Korb!

Intro 24 mm, ISO 6400, 4.800 Pixel

24 mm, ISO 3.200 1.800 Pixel 16:9

24 mm – Unter dem Korb, annähernd 1:1 Crops

CANON ZOOM LENS EF 80-200mm 1:2.8 L, etwas verkleinerte 1:1 Crops

Einfach nicht wegzudiskutieren: Der Schleppfaktor! Zumindest, wenn man 72 ist …

  • Canon EOS 7D 915 g, 2,8/80-200 L 1330 g, zusammen 2245 g
  • Nikon Z7 671 g, 70-300 AF-P 415 g, zusammen 1086 g

Der Vergleich ist durch die Objektive natürlich unfair: Trotzdem wiegt die Canon-Kombination eben das Doppelte!

Aber meine rechte Schulter dankt es einfach! Zum exzellenten 70-300 adaptiert per FTZ auf der spiegellosen Nikon Z7 muss man wissen, dass es zu Coronazeiten Ende 2020 und meiner Rückkehr zu Nikon mit einer spiegellosen Nikon Z50 mein betagtes 2,8/80-200 mm AF-S Nikkor ersetzte. Vom Gewicht abgesehen, erwies sich wie oben bereits geschrieben der Autofokus Schrittmotor-/Pulsantrieb — daher das "P" in der Objetivbezeichnung — schneller als das 2,8/80-200 AF-S!

Qualitäts- und sonstiger Eindruck

Aus dem Blogbeitrag: "Kameramarkt-Entwicklung: Wachstum ohne Wert"

>> Die Dominanz der spiegellosen Systemkameras ist absolut (…) Mit einem Marktanteil von 97,4 Prozent bei allen Kameras mit Wechselobjektiv sind sie nicht mehr die Zukunft, sondern die alleinige Gegenwart. Die klassische Spiegelreflexkamera ist mit weltweit nur noch 6.000 verkauften Einheiten zur technischen Fußnote zwischen Faxgerät und Schallplattenspieler verkommen. (…) <<

Ein hartes Urteil, aber die Realität! Was das angeht, inverstiere ich möglichst nichts mehr in digitale Spiegelreflexkameras! Ausnahmen bestätigen die Regel ;-) Was bei einem mit hochwertigen DSLRs gut gefüllten Sammeldepot natürlich leicht gesagt ist.

Aber einen Vorteil kann man dem Urteil von oben abgewinnen. Wer trotz der spiegellosen Übermacht immer noch Freude an der digitalen Spiegelreflexkamera hat: Nie war es so leicht sich die vor 10 Jahren finanziell unerreichbare Traum Canon EOS 1D MK II, MK IV 5D oder Nikon D700, D3, D4, D5 heute für vergleichbar wenig Geld mit Garantie und Rückgaberecht zu kaufen! Einfach mal MPB.com anklicken …

Bei der Canon EOS 7D gab es bei 88 Euro nicht viel zu überlegen, die sollte nicht nur in die Sammlung, die soll auch immer mal benutzt werden! Immerhin wiegt die EOS 7D "nur" 915 g, die EOS 1D 1585 g. 

Zur EOS 7D

Hmmmm … Es mag/wird subjektiv sein, aber ohne Umschweife: Die 7D hat mich von der Autofokus-Performance nicht wirklich überzeugt!

Oder lag es nur an der mangelnden Erfahrug mit dieser Canon? Einem fehlenden "Feintuning"? Auch wenn die Canon EOS 1D nur 4 Megapixel hat, auf der Profi-Canon hat der Autofokus mit dem 2,8/80-200 viel, viel besser "zugebissen", was die Schärfe auf den Punkt der schnell und unregelmäßig bewegten Basketballsportlern angeht.

Selbst die zwei Kameraklassen tiefer angesiedelte 18 Megapixel Halbformat EOS 550D hat mit dem 2,8/80-200 mm EF L deutlich besser geliefert!

Und die wirklich gute CANON LENS EF-S 24mm 1:2.8 ST hätte mehr AF-Treffer liefern müssen.

Was soll's. Mit der Canon EOS 7D ist meine Canon DSLR-Sammlung definitiv abgeschlossen. Sollte ich die 7D nochmal zum Basketball nehmen … Nein!

Denn ich werde zur schlanken und 530 g leichten EOS 550D greifen

Bestückt mit der kompakten CANON EF LENS 50mm 1:1.8 STM. Das lichtstarke Normalobjektiv mit dem schnellen Schritt-/STepMmotor sollte auch mal zum Sport. Mit dem Canon EOS Crop von 1,6 dann ein KB-äquivalentes 1,8/80 mm. Eine interessante Brennwite, denn das 24/38 mm STM war unterm Korb dann doch arg kurz und das 80-200/128-320 mm oft schon viel zu lang. Aber das mit der 550D und dem 50 mm STM wird dauern. "Mein" nächstes Heimspiel ist erst am 8. Mai …

Ralf Jannke, März 2026

 

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