Technik, die begeistert ;-)
Ich hatte die 5 Euro Flohmarkt "Paradies" vom DM Drogeriemarkt eigentlich nur als Dekoware mitgenommen. Um zuhause dann festzustellen, dass die tatsächlich noch blitzt und der Film gar nicht komplett belichtet ist. Da der Film laut Aufdruck erst im April 2026 abgelaufen ist, stand fest, dass der Restfilm auf der Ferienanfahrt verknipst wird.
Technische Daten zu dieser Primitivkamera gibt es keine
Das Objektiv wird möglicherweise aus nur einer einzigen Plastiklinse bestehen. Mit einer Blende um f/11 bis f/16, die dafür sorgt, dass von ca. 1 m bis Unendlich alles scharf ist. Soweit man da von Schärfe sprechen kann. Der Verschluss sollte bei ISO 400 Filmempfindlichkeit mindestens 1/250 s haben. Die Belichtungs-"Automatik" der Einwegkamera dürfte im rigorosen Überbelichten bei viel Licht, bis in die Unterbelichtung bei wenig Licht gehen. Entsprechend fiel die Qualität der wohl Abzüge aus …
Egal, den Film einfach bedenkenlos bei Tageslicht verknipsen!
Habe ich gemacht, wobei sich der Film als schon teil-belichtet erwies. Er war bereits einmal am Meer. Mitsamt Familie, Hund und Ferienwohnung ;-) Und nach dem Urlaub dann doch so unwichtig, dass er samt Kamera vergessen wurde und auf dem Flohmarkt landete. Möglicherweise wurde da schon fleißig mit dem Handy geknipst …
Das war auf dem Film — die ersten zwei Bildchen unverfänglich ohne Personen — und der Rest von mir …
Entwickelt wurde mit mit CineStillFilm CS41 COLOR SIMPLIFIED (vereinfachtes 2-Bad Verfahren), digitalisiert, heißt abfotografiert mit dem REFELCTA X66-Scan fürs 6x6/6x9 Rollfilm-Mittelformat und dem dazugehörigen Einsatz für Kleinbild-Negtivfilm. Ein "echtes", zeilenweises Scannen mit dem Minolta Dimage Scan Dual II AF-2820U hätte wahrscheinlich ein etwas besseres Ergebnis gebracht, aber wofür?
Zur Entwicklung noch eine Bemerkung
Haarsträubend, was die ChatGPT KI zur Behandlung, besser Öffnung der Paradies zusmmenreimte, um an den Film zu kommen. Angereichert mit Warnhinweisen, daran zu denken, dass der Blitzkondensator noch geladen sein könnte. Tatsächlich genügte es einen Deckel, eine Klappe auf der Unterseite zu knacken, wo der volle Film drin lag. Und der Film steckte in einer ganz gewöhnlichen Patrone …
Qualitäts- und sonstiger Eindruck
Dass so etwas wie diese DM Paradies Einwegkamera zu Smartphonezeiten überhaupt noch angeboten, verkauft, gekauft (?) wurde. Reine Ressourcenverschwendung. Genauso idiotisch, wie die "Hochzeitskameras" mit der jeder eingeladene Gast auf einer Hochzeit fotografieren sollte … Um nach der Party die Kamera abzugeben. Das mag vor 2007 noch funktioniert haben, aber dann? 2007 wurde Apples erstes iPhone vorgestellt. Ich hatte jetzt keine Lust zu recherchieren, wann das erste Smartphoe fotografieren konnte. Möglicherweise noch früher … Ich erinnere mich jedenfalls an peinliche Anzeigen, wo dieser Fotoapparatemüll im Dutzend verzweifelt angeboten wurde. Gekauft von Experten, die ein großes Geschäft witterten …
Aber für eins war die Paradies gut: Mit jeder Farbfilmentwicklung sattelfester werden!
Ralf Jannke, August 2026
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| Autor: | Ralf Jannke |
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| Erstellt: | 31.07.2026 |












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