Auf der Suche nach Ersatz für die defekte Rollei A110 wurde ich fündig
MINOLTA AUTOPAK Pocketfilmmodelle gibt es reichlich. Die Wahl fiel schließlich auf die AUTOPAK 470.
Wichtigstes Argument: Ein gutes Objektiv!
Wie die Rollei A110 besitzt die AUTOPAK 470 ein vierlinsigens Objektiv nach der bewährten Zeiss Tessar "Adlerauge" Formel! Ein 3,5/26 mm Rokkor, KB-äquivalent 52 mm. Dazu eine Programmautomatik, die Verschlusszeiten von 2 bis 1/1000 s nutzt. Bei Offenblende f/3,5 und Blende f/9. Und als nette Beigabe noch eine einschiebbare Nahlinse mit der ich 90 cam dicht ans Motiv komme. Im Set noch das Blitzgerät POCKET FLASH 110. Der dann wenige Minuten nach Einlegen einer frischen 1,5 Vollt AA Batterie anfing zu arbeiten. Sprich: Der Blitz blitzt ;-) Den werde ich aber voraussichtlich nicht benutzen …
Bei der AUTOPAK 470 wurde zügig geprüft, ob der Verschluss arbeitet. Im Foto oben mit dem roten Kreis markiert. Im Zimmer ausgelöst: Verschluss öffnet, Blende ist sichtbar ganz auf. Draußen ausgelöst: Verschluss deutlich schneller, Objektivblende etwas geschlossen. Das sagt jetzt narürlich nichts über die Genaugkeit/Richtigkeit der zu erwartenden Filmbelichtung, ist aber ein wichtiger Hinweis.
Filmentwicklung und Pocketfilm-Digitalisierung
Die AUTOPAK 470 wurde so wie sie ist in die Ferien mitgenommen, um dann gleich die beiden TIGER COLOR NEGATIVE 110 POCKETFILM 200 ISO zu belichten — erfolgreich!
Mit der CineStillFilm CS41 COLOR SIMPLIFIED (vereinfachtes 2-Bad Verfahren) Entwicklung hat dann auch die Farbentwicklung ihren Schrecken verloren!
Mühselig aber das Digitalisieren
Beim für Rollfilm 6x6 bis 6x9 Mittelformt erworbenen REFLECTA X66-Scan hat Reflecta das Kunststück fertiggebracht den für die kleineren Reflecta Modelle angeboteten und erworbenen Einsatz zum Digitalisieren von Pocketfilm für den X66-Scan inkompatibel zu machen :-(
So musste Ich mit dem 5 Euro Rollei DF-S 190 SE
www.digicammuseum.de/gechichten/erfahrungsberichte/digitalisieren-von-dias-und-negativen/
improvisieren, der den Pocketfilm-Adapter mechanisch akzeptierte. Die Bedienung ist aber eine Katastrophe. Egal der Rollei hat seinen Zweck erfüllt …
Zusätzlich habe ich ausgewählte Negative mit dem echten Filmscanner Minolta Dimage Scan Dual II AF-2820U digitalisiert. Eine fast unzumutbare Fummelei. Der Qualitätsgewinn hielt sich in Grenzen …
Mein erster selbstentwickelter Color-Pocketfilm war durchaus ein Erlebnis. Aber was für ein Gefummel, um winzigen Film in die Spirale der Entwicklungsdose zu bekommen. So ein Gefummel, dass ich statt des zweiten Color-Pocketfilms dann glatt die Schutzfolie eingespult und entwickelt habe. Um den Film dann wegwerfen zu können :-( Ein echter Anfänger-, Flüchtigkeits-, mangelnde Routine-Fehler. O.K. große Routine wird sich bei mir nicht einstellen. Zwei SW Pocketfilme habe ich noch — einer davon bereits belichtet —, bei denen ich mich zur Verarbeitung entsprechend konzentrieren werde.
Das Pocketformat wird sich ganz sicher bei mir nicht etablieren! Aber ich wollte dieses Format einfach mal probiert haben. Auch wenn es weiterhin frisches Filmmaterial gibt. Aber wenn analog, dann in Zukunft was "Handfestes": Kleinbild und Mittelformat!
Ralf Jannke Mai/Juli 2026
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| Autor: | Ralf Jannke |
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| Erstellt: | 31.07.2026 |






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