Nikon D1 mit Nikon Zoom-NIKKOR 35~105mm 1:3.5-4.5 AI-S

"Marscherleichterung"

Das AUTO REVUENON MC ZOOM 1:4.0-5.6 f=28-200mm war nun wirklich kein Objektiv für Tagestemperaturen von 35 Grad. Deshalb jetzt noch etwas Gewichtsreduzierung durch das im Februar für 15 Euro mitgenommene, sichtlich gebrauchte, technisch aber einwandfreie Nikon Zoom-NIKKOR 35~105mm 1:3.5-4.5 AI-S.

Das bisher nur einmal erfolgreich auf die spiegellose Nikon 1 V2 adaptiert wurde — Cropfaktor 2,7. Jetzt doch ein bisschen mehr 15x23 mm APS-C Halbformat Sensorfläche mit Cropfaktor 1,5.

Spezifikation

  • Produktionsjahre: 1983-2005
  • Abmessungen/Gewicht: Ø 63,6 mm, Länge 86,1 mm, Filter Ø 52 mm, 515 g
  • Optischer Aufbau 16 Linsen in 12 Gruppen
  • Anzahl der Blendenlamellen 7, kleinste Blende f/22
  • Nahdistanz 1,4 m, Makro-Einstellung 27 Zentimeter

Nicht auf dem Foto, habe ich dem Zoom noch eine HN-1 Streulichtblende aus dem Pool spendiert. Arg kurz, aber besser als nichts. Die besser passende HB-2 liegt in 1000 km Entfernung ;-)

"Produktfotografie" mit dem Nikon Zoom-NIKKOR 35~105mm 1:3.5-4.5 AI-S @KB 53-158 mm, 1:1 Crops, 5:4 Format

Bei Temperaturen von 35+ C ging es dann nur noch "scheibchenweise" … 1.800 Pixel

Qualitäts- und sonstiger Eindruck

Einfach ein exzellentes Allerweltszoom! Kein Wunder, dass dieses über 20 Jahre lang gebaute Zoom von den Vorbesitzern intensiv benutzt wurde! Das muss natürlich noch "irgendwann" auf eine Vollformat Systemkamera, wie z.B Nikon D4, NIKON Z6/7 …

Fast schon schade, die 1999 vorgestellte Nikon D1 jetzt wieder wegzulegen.

Spannend wird, ob sie 2029 das für eine DSLR biblische Alter von 30 Jahren erreicht. Ihre beiden schnelleren und höher auflösenden Geschwister von 2001, die D1H(ighspeed) und D1X – für eXtended, heißt auf 6/10 Megapixel Auflösung erweitert, haben schon das Zeitliche gesegnet. Jeweils Sensor und/oder Ausleseelektronik-Tod.

Das Foto wurde vor etlichen Jahren von der in den Rostocker Hafen einfahrenden Fähre aufgenommen: mit ISO 6.400!

Bei der Gelegenheit noch mal schnell die in den Nikon D1 CSM-Funktionen gut versteckte ISO-Erweiterung probiert. CSM 31-0 eingestellte ISO 200, 400, 800 oder 1.600, CSM 31-1 HI-1 = ISO 3.200, CSM 31-2 HI-2 = ISO 6.400. Die ISO 3.200 sind mit den heutigen KI-Entrauschungen deutlich zu verbessern. ISO 6.400 war immer Notlösung. Wobei die 1999 sicher jeder Reportageprofi einstellte, wenn bei keinem Licht anders kein unverwackeltes Foto möglich gewesen wäre! Siehe oben … Das streifenförmige Banding-Rauschen dürfe bei einem nach SW konvertierten Zeitungsfoto kaum gestört haben …

Die Nikon D1 weglegen?

Noch nicht!

Nach dem Beitrag: Nikon D70, D1: Die vergessenen Blitz-Wunderkameras sollten auch die vergleichbaren 6 Megapixel CCD-Sensor Nikon Modelle D40 und D50 überprüft werden, ob auch die die 1/500 s als schnellste Synchronzeit für einen E-Blitz bieten. Dieser Beitrag ist in Arbeit. Parallel sammelt Christian Zahn seine Erfahrungen zur Nikon D70s und Nikon D50 mit Blitz.

Viel spannender fand ich aber, was die Ur-Nikon D1 auf diesem Gebiet — Blitzen — liefert. Nie hatte ich auch registriert, dass die Nikon D1 eine weltrekordverdächtige Verschlusszeit von 1/16.000 s bietet! Und selbst bei dieser Rekordzeit wird ein Blitzgerät gezündet!

Langer Rede kurzer Sinn: Da muss ich noch viel genauer hinschauen und mich einarbeiten! Was geht realistisch mit der D1 und einem passenden Blitz — in diesem Fall ein Metz 20 BC 6? Da muss noch fleißig experimentiert werden — demnächst. Zur Einstimmung aber ein Blitzfoto. Diesmal mit der AF-Variante des 35-105 mm Nikkors bei 1/2000 s!

Bei hellstem Tageslicht wirkt die Blitzaufnahme mit dieser Synchronzeit fast wie nachts mit einem Scheinwerfer aufgenommen …

Ralf Jannke, Juli 2026

 

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