Nikon D5100

Hier stelle ich eine Nikon-Spiegelreflexkamera für Amateure vor. Sie war die Nachfolgerin der Nikon D5000.

Spezifikationen

  • Die 2011 präsentierte Nikon D5100 ist 128 x 97 x 79 mm groß und wiegt 560 g.
  • Der APS-C große CMOS-Sensor (23,6x15,8 mm) löst maximal 4928 x 3264 Pixel  = 16,2 Megapixel auf (16,9 Megapixel Rohdaten). Der Pixelpitch beträgt 4,8µm. Automatisch oder manuell sind 100 bis 25.600 ASA einstellbar. FullHD-Videos sind mit 1920x1080 Pixeln möglich. Bilder werden als JPEG oder NEF (RAW) auf SD/SDHC/SDXC-Karten (max. ca. 256 GB) gespeichert.
  • Das Objektiv-Bajonett ist das Nikon-AF-Bajonett ohne Fokus-Motor in der Kamera
  • Das Motiv wird über einen Spiegelreflexsucher mit superheller Mattscheibe angezeigt, zusätzlich ist ein klapp- und drehbarer 3“ TFT LCD Monitor mit 921.000 Subpixeln vorhanden, der auch die Menüsteuerung übernimmt. Live-View mit Kontrast-AF ist möglich.
  • Entfernungseinstellung Einzel-Autofokus (AF-S), kontinuierlicher Autofokus (AF-C), automatischer Autofokus (AF-A, schaltet selbst zwischen AF-S und AF-C um) oder manuelle Scharfstellung, Ermittlung durch Phasenkontrastsensor im Spiegelkasten, mittels teildurchlässigem Hauptspiegel und Hilfsspiegel abgegriffen. 11 Linien- bzw. Kreuzsensoren, aktives AF-Feld im Sucher kurz rot aufleuchtend
  • Belichtungssteuerung durch Programmautomatik, Zeitautomatik, Blendenautomatik oder manuelle Nachführmessung, 420 Zonen-3D-Color-Matrixmessung, mittenbetont integrale oder an aktiven AF-Punkt gekoppelte Spotmessung. Belichtungszeiten 30s bis 1/4000 sek. , Belichtungskorrektur +/-5 Blenden, Selbstauslöser mit 2, 5, 10 oder 20 s Vorlaufzeit
  • ausklappbarer Blitz mit Leitzahl 13, zusätzlich Norm-Blitzschuh mit TTL-Zusatzkontakten
  • Weißabgleich automatisch oder manuell
  • Bildstabilisierung nicht im Gehäuse, Objektive mit eingebauter eigener Bildstabilisation werden unterstützt
  • Energieversorgung durch Lithium-Akku

Besonderheiten

Die Kamera ist eine der vierstelligen Nikon-Spiegelreflexkameras. Die D5100 reiht sich zeitlich zwischen die D5000 bzw. D5200 ein und rangiert klassenmäßig zwischen ihren Schwestern D3100 und D7000. Der Sensor, der Bildprozessor und das Display-Panel stammen aus der höherwertigen D7000, der AF-Sensor und die dahintergeschaltete Elektronik sind weitgehend von der D5000 übernommen, der Sucher und die Mattscheibe stammen möglicherweise aus der D3100.

Der Bildsensor kann entweder automatisch bei jedem Ein- oder Ausschalten gereinigt werden, oder per Systemmenü jederzeit manuell. Dazu wird der Tiefpassfilter vor dem eigentlichem Sensor in Schwingungen versetzt und schüttelt anhaftenden Staub ab. Der Luftzug des Spiegelschlags wird im Gehäuse durch ein „Air-Flow“-System mit speziellen Lüftungsschlitzen vom Sensor bzw. den Verschlußlamellen weggeleitet.

Die Stromversorgung der D5100 erfolgt durch einen Lithium-Akku EN-EL 14. Er wird auch in einigen anderen Nikon-dSLRs benutzt, z. B. der D3100 oder der D3300.

Unter die Kamera kann offiziell kein Batteriegriff mit Hochformatauslöser montiert werden. Der Zubehörhandel bot solche jedoch an, wenn sie auch nur mit einem kleinen Trick benutzbar sind. In die Griffe können zwei Akkus eingesetzt werden, der Hochformatauslöser der Griffe muß jedoch mittels Kabel mit der Fernauslöserbuchse der Kamera verbunden werden, eine interne Verbindung hat Nikon nicht eingebaut, dieses Feature blieb den höhenwertigen Modellen der D7x00-Klasse vorbehalten.

Die Kamera hat relativ viele Tasten und Bedienelemente, so finden sich z. B. ein hinteres Daumenrad und eine seitliche, recht frei belegbare Funktionstaste (defaultmäßig mit dem Selbstauslöser belegt). Etliche Parameter können durch Druck auf eine Taste und Drehen des Einstell-Rades verstellt werden, z. B. die Belichtungskorrektur. Für die Blitzbelichtungskorrektur müssen zwei Tasten gleichzeitig gedrückt werden.

Etwas verwirrend ist die Tatsache, daß der rote Video-Start-Knopf zwar nah neben dem Fotoauslöser angebracht ist, aber erst nach vorher aktiviertem LiveView eine Funktion hat. Bei heruntergeklapptem Spiegel ist er wirkungslos.

Die Tasten, die bei der D5000 links neben dem Display saßen, mußten dem seitlichem Klappmechanismus weichen. Sie wurden auf der Kamerarückseite „verteilt“, teilweise an Stellen, wo man sie am wenigsten erwarten würde. Immerhin haben die Steuerkreuz-Tasten keine „Zweitfunktion“ wie bei vielen Kameras der Mitbewerber, die sie für „Blitzmodus“, „Display“, Selbstauslöser“ usw. verwenden. Sondern wie bei etlichen anderen Nikon-dSLRs dienen sie zum schnellen Verstellen des aktiven AF-Punktes, die mittlere Taste zum Aktivieren des zentralen Kreuz-AF-Sensors. Das geht wesentlich intuitiver als das Auswählen des AF-Feldes durch Drücken einer Taste und anschließendem Drehen des Daumen- oder Fingerrads, wie es z. B. bei Canon-Kameras üblich ist.

Die meisten Bild-Parameter werden jedoch durch zweimaligen Druck auf die Info-Taste und Anwahl des Parameters auf dem Display verstellt, manche jedoch (z. B. die ISO-Automatik) können nur im Kameramenü eingestellt werden.

Im Sucher befindet sich unterhalb der eigentlichen Mattscheibe eine grün hinterleuchtete LCD-Anzeige. Dort finden sich Angaben zu Blitz, Belichtungszeit, ASA-Wert, Blende, Lichtwaage, etliche Bildparameter, Fokuskontrolle uvm.

Die Kamera hat kein Pentaprisma, sondern eine preiswertere und leichtere Dachkant-Spiegelkonstruktion wie in den meisten anderen Einsteiger- und Amateur-dSLRs. Das Okular hat eine Dioptrienkorrektur, die Bildfeldabdeckung des Suchers beträgt ca. 95%. Die AF-Felder werden durch winzige rote LEDs beleuchtet, die in eines der Spiegelelemente eingelassen sind. Die bei gehobenen Nikon-Kameras übliche Hervorhebung der AF-Felder durch eine in der Mattscheibe angebrachte LCD-Folie, mit deren Hilfe auch Gitterlinien eingeblendet werden können, war im Vorgänger D5000 eingebaut. In der D5100 wurden aus Kostengründen nur die aus den D3x00-Modellen her bekannten winzigen roten LED-Punkte eingebaut, so daß ein Aufsteiger von der D5000 zwar den besseren Sensor bekommt, aber mit einer billigeren Sucheranzeige auskommen muß.

Die Speicherung erfolgt auf SD/SDHC/SDXC-Karten bis ca. 256 GB. Die D5100 war eine der ersten Nikon-Kameras, die die damals recht neuen SDXC-Karten unterstützte.

Die eingeschaltete ISO-Automatik hat Vorrang vor der manuellen Empfindlichkeitseinstellung. Selbst wenn von Hand 1600 ASA ausgewählt werden und die ISO-Automatik auf maximale 800 ASA gestellt ist, so belichtet die Kamera mit maximal 800 ASA. Erst wenn die ISO-Automatik ausgestellt ist, gilt die manuelle ASA-Vorwahl.

Neben den üblichen Automaten (Vollautomatik, Programmautomatik, Zeitautomatik, Blendenautomatik, manueller Modus) gibt es diverse Motivprogramme und erstmals in einer Nikon dSLR „Effekte“. Das sind Bildeffekte wie „LowKey“, „High Key“, „Miniatureffekt“ (mit unscharfen Zonen rechts und links bzw. oben und unten neben einer scharfen Bildmitte) oder „Night Vision“ (SW-Bild mit bis zu 102.400 ASA). Die Effekte lassen sich auch auf Videos während der Aufnahme anwenden.

Der Gehäuseblitz ist fest eingebaut, er klappt nach Druck auf eine Entriegelungstaste oder je nach Betriebsart auch automatisch nach oben heraus und muß danach manuell wieder eingeklappt werden. Die Blitzbelichtungsmessung erfolgt TTL mittels Vorblitzen. Der Gehäuseblitz kann nicht zum drahtlosen Ansteuern von Systemblitzen benutzt werden.

Die Vorblitze werden bei geschlossener Blende, aber noch mit heruntergeklapptem Spiegel ausgesendet, weil der Blitzsensor neben den AF-Sensoren im Spiegelkastenboden angebracht ist. Man kann die Vorblitze darum im Sucher sehen. Auch im Live-View kann geblitzt werden, die Blitzbelichtungsmessung erfolgt dann bei wieder heruntergeklapptem Spiegel.

Um die Blitzbelichtungskorrektur ohne „Ausflug“ ins Kameramenü zu verändern, muß die Blitzentriegelungstaste und gleichzeitig die Belichtungskorrekturtaste gedrückt gehalten werden, dann läßt sich die Blitzleistung durch Drehen am Fingerrad verstellen.

AF-Objektive ohne eingebauten Motor müssen manuell fokussiert werden, da in der D5100 kein AF-Motor eingebaut ist, außerdem muß ihr Blendenring in kleinster Stellung verriegelt werden. Die neuen AF-P-Objektive mit Pulsmotor und elektrisch angetriebener Blende können nicht verwendet werden. Objektive mit eingebautem Bildstabilisator (VR) funktionieren.

Objektive ohne CPU (also z. B. alte Nikkore mit Ai bzw. Ai-S) können zwar angesetzt werden, da die D5100 aber keinen Blendenmitnehmer hat, ist lediglich die manuelle Belichtungssteuerung möglich. Es gibt auch keine Nachführmessung, so daß die Belichtung mit einem externen Belichtungsmesser gemessen werden muß oder anhand des Histogramms der gerade gemachten Aufnahme vom Fotografen nachgeregelt werden muß.

Die Kamera hat einen Live-View-Modus, sie kann aber nur mit dem Bildsensor und Kontrast-AF scharfstellen, das ist präzise, aber sehr langsam. Für jede Fokussierung „pumpt“ die Kamera ein bis zwei Sekunden um die maximale Schärfeeinstellung herum, bis der AF-Rahmen endlich grün aufleuchtet. Das Einschalten des Live-View erfolgt durch einen Hebel um das Modusrad. Eine mehrstufige frei verschiebbare Sucherlupe ist zuschaltbar, so daß manuell sehr präzise fokussiert werden kann.

Die D5100 kann auch „Filme drehen“ mit maximal 1920 x 1080 Pixeln. Hat das Objektiv eine Bildstabilisierung, kann diese beim Filmen zugeschaltet werden, die Belichtung wird nachgeregelt, die Schärfe muß jedoch manuell nachgeführt werden. Die Empfindlichkeit kann hingegen nicht eingestellt werden, die Kamera wählt selbst zwischen 100 und 1600 ASA aus.

Ein Anschluß für einen elektrischen Fernauslöser ist vorhanden, über diesen Anschluß kann auch ein GPS-Empfänger angeschlossen werden, der in jede Aufnahme die aktuelle Position schreibt. Es gibt zusätzlich je einen Empfänger auf der Vorder- und der Rückseite für eine (nicht mitgelieferte) Infrarot-Fernbedienung.

Das Display kann gedreht und geschwenkt werden. Die Anlenkung erfolgt im Gegensatz zum Vorgängermodell nicht mehr an der Unterseite, sondern an der linken Seite, so daß es beim Stativeinsatz von vorne sichtbar ist. Es kann auch um 180° gedreht zur Kamera eingeklappt werden und ist so vor mechanischen Beschädigungen geschützt. Seine Auflösung war mit 921.000 Subpixeln auf der Höhe der Zeit und löst recht fein auf. Leider mußten die Tasten auf der linken Gehäuseseite dem Schwenkmechanismus weichen, sie wurden an andere Stellen der Kamerarückseite verschoben bzw. entfielen ganz.

Alle Schnittstellen sind hinter unverlierbaren Abdeckungen verborgen, die wenigsten Buchsen entsprechen der jeweiligen Norm, so daß keine Spezialkabel erforderlich sind. Der Anschluß für den Fernauslöser bzw. den GPS-Empfänger sowie die kombinierte USB-/Videobuchse erfordern ein Spezialkabel. Lediglich HDMI und der Mikrofoneingang sind Normbuchsen. Zur dauerhaften Stromversorgung wird ein Akkudummy benutzt, in der Akkufachklappe ist eine kleine mit Gummi abgedeckte Aussparung, die dann etwas offensteht, damit das Kabel aus der Kamera geführt werden kann.

Die Kamera wurde aus Kostengründen nicht im japanischen Nikon-Kamerawerk hergestellt, sondern stammt aus der thailändischen Nikon-Fabrik.

Die NEFs-Dateien enthalten etwas mehr Pixel, als die meisten Konverter ausgeben, um Reservepixel des Randbereichs zur Korrektur der Objektiv-Verzeichnung nutzen zu können. Freie Konverter geben bis zu 4992 x 3280 Pixeln aus. Der Sensor ist mit dem aus der D7000 bzw. Coolpix A identisch. Die NEFs werden immer leicht verlustbehaftet komprimiert gespeichert, die Bit-Anzahl ist fest auf 14 Bit eingestellt.

Die Kamera schreibt viele interessante Details in den MakerNotes-Teil der EXIFs, ich zähle hier nicht alle auf:

den Weißabgleich, die Belichtungskorrektur, den VR-Status, alle Bildparameter, die Zahl der Verschlußauslösungen, den Objektivnamen, die RAW-Kompressionsart, die wahre Blende und Brennweite des Objektivs (interessant vor allem bei „langem“ und „kurzem“ Ende von Zooms und bei Festbrennweiten), Daten der Blitzsteuerung inkl. allen Parametern der drahtlosen Blitzsteuerung, viele Einstell-Parameter wie Gitterlinieneinblendung, Werte der externen Blitzsteuerung (Kanal, Gruppen, Belichtungsart, Belichtungskorrektur) uvm.

Daten zur Korrektur der Objektivfehler wie Vignettierung, chromatischen Aberrationen oder der Verzeichnung sind nicht in den EXIFs der RAWs enthalten, alle RAW-Konverter auf dem Computer haben dazu ihre eigene Datenbank. Sofern das verwendete Objektiv in der kamerainternen Datenbank vorhanden ist, werden die optischen Fehler in von der Kamera erzeugten JPEGs automatisch korrigiert.

Die aufgenommenen Bilder können in der Kamera nachbearbeitet werden, es lassen sich nicht nur etliche Bildeffekte (wie Sepiatonung, Sterneffekt, Diorama, Fisheye-Effekt uvm.) anwenden, sondern auch Bildausschnitt und stürzende Linien korrigieren sowie Helligkeit und Kontrast justieren. Das Originalbild bleibt dabei immer erhalten, es wird eine bearbeitete Kopie gespeichert. Auch können aufgenommene RAWs in JPEGS gewandelt und ebenfalls bearbeitet werden.

Der UVP der Nikon D5100 betrug etwa 700 Euro (ohne Objektiv). Es gab sie auch im Kit mit verschiedenen Objektiven, darunter das DX-Nikkor 18-55 VR oder das 18-105 VR. Ich erwarb mein Exemplar Anfang 2022 für ca. 60 Euro, der Vorbesitzer hatte sie einige Jahre zuvor ebenfalls gebraucht erworben, bei beiden Besitzer zusammen mußte die Kamera nur ca. 6000 Auslösungen machen. Allerdings war sie ziemlich dreckig, sogar die Mattscheibe mußte ich reinigen.

Beispielfotos

Alle Aufnahmen entstanden bei ISO- und Programm-Automatik sowie dem 1,8/35mm DX-Nikkor, gespeichert als NEF, gewandet mit Nikon Capture, bearbeitet mit mit Photoshop CS6. Die Größe wurde auf 1500 Pixel bikubisch verkleinert. Schärfe, Verzeichnung, Vignettierung, Gradationskurve usw. wurde bearbeitet. 100% Bildausschnitte und die Aufnahmeparameter sind einmontiert.

Qualitäts- und sonstiger Eindruck

Das Gehäuse der Nikon D5100 ist aus innerem Metall mit Kunststoff-Hülle und teilweise mit gummiartiger Kunststoff-„Belederung“ überzogen. Das dafür verwendete Material neigt dazu, im Laufe der Zeit klebrig zu werden, da gewisse bei der Herstellung verwendete Substanzen ausdiffundieren. Dieser Vorgang ist unumkehrbar, die Belederung schrumpft dabei etwas (oder wird teilweise auch größer) und löst sich ab.

Die Handhabung sowie die Menüstruktur erscheint Nikon-Fotografen sofort vertraut, auch wenn das Menu recht ausufernd ist, weil die Kamera ziemlich umfangreich einstellbar ist.

Die Kamera gehört zur Klasse der etwas gehobenen digitalen Amateur-Spiegelreflexkameras mit APS-C-Sensor. Die Kamera-interne „JPEG-Engine“ ist sehr gut. Allerdings ist zu berücksichtigen, daß Nikon wie in fast allen anderen seiner digitalen Spiegelreflexkameras mit dem Schärfen der JPEGs recht zurückhaltend ist, „knackig“ scharfe Bilder erfordern Bildparameter-Einstellungen, die von den Defaultwerten abweichen. Eine automatische Korrektur von „abgesoffenen“ Schatten und „ausbrennenden“ hellen Stellen kann zugeschaltet werden, diese Funktion heißt bei Nikon „D-Lighting“. Man kann diese Funktion sogar nachträglich auf bereits gemachte Aufnahmen anwenden.

Der Sensor (in Verbindung mit der internen JPEG-Bildverarbeitung bzw. der nachgeschalteten Raw-Bearbeitung am Computer) schlägt sich gut. Kritische Gegenlichtsituationen müssen nur selten durch geschickte Bildauswahl, Andrücken des Auslösers und Verschwenken der Kamera oder durch eine Belichtungskorrektur vom Fotografen gemeistert werden. Auch höhere Werte bis ca. 1600 ASA sind noch recht problemlos (ich nutze die Kamera meist in ISO-Automatik bis 1600 ASA), die maximale Empfindlichkeit von 25600 ist jedoch nur ein Notbehelf, der von Nikon als „Hi“ bezeichnet und nicht an der üblichen Stelle in den EXIFs eingetragen wird, sondern nur in die MakerNotes.

Die Farben werden gut wiedergegeben, wie bei fast allen Nikon-Kameras mag ich die satte Color-Wiedergabe sehr. Der Sensor ist exzellent, ich habe ihn bereits in der Coolpix A schätzen gelernt. Auch zeitgenössische Kameratests bescheinigten ihm ausgezeichnete Bildergebnisse.

Fazit: eine digitalkamerahistorisch eher uninteressante Kamera (weil eine von etlichen Nikon-dSLRs), heutzutage zum ernsthaften Bildermachen gut geeignet, 16 Megapixel reichen viele Anwendungen mehr als aus. Auch die JPEGs sind brauchbar, man muß nicht unbedingt in RAW fotografieren.

Christian Zahn

Nachtrag aus der digitalen Mottenkiste

Wer eine kleine Zeitreise ins Jahr 2009 und 2011 machen möchte, in diesen Jahren hatte ich diese drei Berichte über die Nikon D5000 (2x) und D5100 für die "Photoscala" geschrieben. Viel Spaß mit:

Ein Urlaub mit der Nikon D5000

Sportfotografie mit der Nikon D5000

(ISO) Einhunderttausend mit der D5100

Ralf Jannke

 

 

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