Nikon Z6 mit Tokyo Koki TELE-TOKINA 1:6.3 f=400mm

Pro Millimeter Brennweite 1 Cent!

Der Preis: 40 Schwedenkronen, etwas unter 4 Euro. Oder eben 400 Millimeter, 400 Cent!

Das durfte im Sozialkaufhaus natürlich nicht liegenbleiben! Sehr guter Zustand, alle Linsen klar, Entfernungs- und Blendenring leichtgängig.

Problem: Für welche Kamera? Welcher Anschluss, welches SLR-Bajonett? GEFUNDEN!

Aktuell blieb nur Leicaflex — habe ich nicht —, der Konica-Adapter liegt 1000 km weg (dachte ich) — oder vielleicht Fujica X. Den ich auch nicht habe.

Der für das SIGMA 1:2.8 f=18mm FILTERMATIC mit Konica AR-Bajonett ausgelagerte Adapter war aber doch im Zugriff!

Und BINGO!

Das Tokyo Koki TELE-TOKINA 1:6.3 f=400mm wurde in den 1960er Jahren hergestellt

Das Unternehmen wurde 1950 unter dem Namen Tokyo Optical Equipment Manufacturing (Tokyo Koki Seisakusho) gegründet. In den frühen 1960er Jahren begann die Firma, Objektive unter der eigenen Marke Tokina sowie der Bezeichnung Tokyo Koki Tokina zu verkaufen.

Zeitliche Eingrenzung: Im Mai 1971 änderte das Unternehmen seinen offiziellen Namen in Tokina Optical Co., Ltd.. Objektive, die noch die Gravur „Tokyo Koki“ tragen, wurden daher ausnahmslos vor 1971 gefertigt. Die Produktion dieser speziellen Preset-Teleobjektive (Vorauswahlblende mit T-Mount-System) fällt primär in die Mitte bis Ende der 1960er Jahre.

Ich meine mich zu erinnern, mal irgendwo gelesen zu haben, dass die Seriennummer Rückschlüsse auf das Produktionsdatum zulässt. In diesem Fall # 66885. Zufall? Die 66xxx könte passen. Baujahr 1966

Spezifikation

  • Produktionsjahr 1966 – siehe oben
  • Abmessungen/Gewicht Ø 80 mm, Länge 360 mm, Filter Ø 67 mm, 950 g
  • Optischer Aufbau 4 Linsen in 3 Gruppen
  • Die Blende besteht aus 15 (!) Lamellen, kleinste Blende f/32
  • Nahdistanz 9 m

Wenigstens 1 Beispielfoto, 3.600 Pixel

Qualitäts- und sonstiger Eindruck

Was die Abbildugsqualität angeht, werde ich später nochmal genauer hinschauen. Und sehr sinnvoll ist es auch, die vorhandenen Nikon Z Zwischenringe mitzunehmen. Um dichter an Motive zu kommen als die Minimaldistanz dieses historischen 400 mm Tokina. Christian Zahn meinte noch, dass dieses Tokina wohl ein Urahn der "Wundertüten" von Beroflex und anderen Anbietern war. Die aber meist 500 mm Brennweite bei Lichtstärke f/8 hatten. Es gab aber auch Varianten mit 400 mm f/6,3. Das Tokina macht aber den massiveren Eindruck. Gefühlt sind die Materialstärken doppelt so hoch wie bei den späteren "Wunderüten" …

Ralf Jannke, Oktober/November 2026

 

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