OLYMPUS TRIP 35

Nach einigen Analog-Abenteuern soll jetzt ein weiterer Einsatz folgen. ;-) Mit der wirklich schicken und kompakten OLYMPUS TRIP 35, die parallel zu digital mit geht.

Ich habe die Trip für wenig Geld zur Ilustrierung des Beitrags: „Am 12. Oktober 2019 ist es soweit: Olympus feiert seinen 100. Geburtstag“ erworben und seitdem nie benutzt. Das ändert sich jetzt. Nach Kontrolle, dass diese Oly auch funktioniert.

Spezifikation

  • Über das Vorstellungsjahr gehen die Quellen etwas auseinander: 1967 oder 1968
  • Abmessungen/Gewicht: 116mm x 70mm x 57mm, 410 g
  • Benutzbare Filme von ASA/ISO 25 bis 400
  • Automatische Programm-Filmbelichtung durch batterielose Selensteuerung
  • Je nach Filmempfindlichkeit/Licht wählt die TRIP 35 eine Verschlusszeit von 1/40 oder 1/200 s und aus den möglichen Blenden f/2,8 bis f/22. Der Blendenring steht auf „A“ – Automatik
  • Wenn das Licht nicht reicht, blockiert die Kamera. Und zeigt das mit einer roten Marke im Sucher an. Mit Wahl der Blende – zum Beispiel f/2,8 und dann automatisch gewählter 1/40 s ist Auslösung, Fotos möglich, die aber bei wenig Licht entsprechend unterbelichtet sind. Alternativ das Ganze mit Blitz mit einer zur Motiventfernung passenden Blende.
  • Zur Entfernungseinstellung wird aus vier Symbolen gewählt: Einzelperson (Porträt, 1 m), Zwei Personen/Gruppe 1,5 m, Familie 3 m, und Berge/Unendlich.  
  • Objektiv ist ein Olympus D.Zuiko 1:2.8 f=40mm Vierlinser. Vermutlich Tessar-Formel, Zeiss berühmtes „Adlerauge“. Filtergewinde 43,5 mm
  • Womit die TRIP 35  eher eine "Schönwetter-/Viel Licht-Kamera" ist. 

September 2025 hatte ich eine Olympus D.Zuiko 28mm 1:3.5 Lens auf der Nikon Z6 im Einsatz. Ein Objektiv, das gar nicht fürs 24 x 36 mm Kleinbild/Vollformat gerechnet war, sondern die Halbformat OLYMPUS-PEN EE-2 schmückte. Für Fotos im 18 x 24 mm Halbformat. Und trotzdem fast Vollformat schaffte. Von daher bestehen also keine Bedenken, dass das 40 mm der OLYMPUS TRIP 35 keine Schärfe liefert! 

Geladen wurde die OLYMPUS TRIP 35 aber nicht mit dem abgebildeten AGFACOLOR XRG 200. Der wurde in der ersten in Serie produzierten Autofokuskamera der Welt belichtet, der Konica C35 AF.

Da die Entwicklung des Farbnegativfilms endlos dauerte, habe ich die Konica zur Funktionskontrolle mit selbst zu verarbeitendem Fomapan 100 SW Film geladen. Wobei mir schnell die Idee kam, den Film nach 25 Aufnahmen mit der Konica zurückzuspulen, um die restlichen 11 Aufnahmen mit der chicken Olympus Trip 35 zu belichten. Was den Mess-/Belichtungsspielraum der einfachen TRIP 35 Selen-Programmautomatik nicht überforderte.

Zum Digitalisieren der Negative steht der Minolta Dimage Scan Dual II AF-2820U zur Verfügung. Von dem ich aber nicht weiß, ob er noch funktioniert … Ansonsten nehme ich vor Ort einfach den Rollei DiaFilmScanner DF-S 190 SE oder den JAY-tech Combo-Scanner … Zum Anschauen reicht es. Nach Rückfahrt steht ansonsten der bewährte Plustek 7400 zur Verfügung.

Bedienungsanleitung der OLYMPUS TRIP 35 (englisch)

Info-Quellen/YouTube

Beispielfotos 1.800 Pixel

Qualitäts- und sonstiger Eindruck

Das wird nicht der letzte SW-Film sein, den ich mit der Olympus Trip 35 belichte — aber. Bevor es wieder losgeht, wird die Trip 35 mit einem 43 mm Filtersatz erweitert. Für bessere Tonwertwiedergabe in der SW-Fotografie mit Grün-, Gelb-, Orange- und Rotfilter.

Ralf Jannke, April 2026

Und nach dem erfolgreichen Kurzeinsatz der Olympus Trip 35 wurden noch weitere Analogkameras auf Funktion kontrolliert! Ein Beitrag ist in Arbeit.

 

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