Canon RC-250 und ION RC-251, meine ältesten, filmlos aufzeichnenden Kameras von 1988

Canon ION RC-251, Baujahr 1988, mit dem ACTION SET AS-C25, der die ca. 60 mm Brennweite (@KB) des Objektivs um den Faktor 1,3 zum leichten 80 mm (@KB) Tele verlängert. Darunter Repros aus der dänischen ION RC-251 Bedienungsanleitung.

Hier die Downloadadresse fürs englische Manual

So sieht eine (ION) RC-251/250 und Q-Pic von innen aus. Reproduktion aus dem ION 25x-Prospekt, den Sie hier runterladen können.

Das Pendant zur ION RC-251 für die europäische PAL Fernsehnorm ist die RC-250 fürs US NTSC Fernsehsystem, die es auch als Q-Pic gab. Als RC-250 fehlt auch die Bezeichnung "ION", die nur die europäischen Modelle trugen. Die Q-Pic in schwarz wie weiß können Sie ich im virtuellen Canon-Museum ansehen, wo nach einem Klick auf "Catalog" auch der japanische Original-Prospekt abgebildet ist.

Boris Jakubaschk hat die RC 251 auch gewürdigt.

Hier die weiße Variante der RC-251 als Reproduktion von der Titelseite der dänischen Bedienungsanleitung:

Fotos, aufgenommen mit der RC-250/251...

... können leider nicht gezeigt werden :-( Die fürs PAL-Fernsehsystem vorgesehene RC-251 lässt sich zwar anschalten, aber es tut sich – nichts. Die RC-250 leidet an einer „erweiterten ION-Krankheit“. Mit der Bauer S1 kann wenigstens ein Bild aufgenommen, gespeichert und über den Canon Digitizer in den Rechner überführt werden.

Die RC250 nimmt auch ein Bild auf, um dann wie andere, defekte IONs bis Bild/Diskettenspur Nr. 50 durchzuschalten. Das einzige RC-250 Foto, was dann nach Wechsel der Video-Floppy in meine funktionierende RC-260 als Abspielgerät als Bild/Spur Nr. 48 angezeigt wird, sieht so aus:

Canon ION RC 260 Fotos

Um einen Eindruck zu bekommen, was mit einer funktionierenden Canon (ION) RC-250/251 möglich gewesen wäre, stellvertretend eine Ladung Bildchen, aufgenommen mit der vergleichbar auflösenden Canon ION RC-260. Alle RC-260 Fotos in der Größe, die der Canon-Digitizer und die dazugehörige Software ausgibt: 380 x 276 Pixel. Erstaunlich die gute Farbwiedergabe für eine Still-Video-Kamera von 1992. Und Dinge, wie automatischen Weißabgleich hatte man schon zu Video-Zeiten im Griff. Was die „atemberaubende“ Pixelmenge angeht: Zeitungsfotos in den USA sollen zumindest in der Vergangenheit mit nur 65 dpi Auflösung gedruckt worden sein. Wenn für Fotos dann wie üblich die doppelte Auflösung – 130 dpi (ppi) – gefordert war, ließen sich die 380 x 276 Pixel Still-Video-Bildchen 7,4 x 5,4 cm, grob gerundet 3 x 2 Inch groß drucken. Für ein Inserat, einen kleinen Falt-Prospekt/Flyer reichte das! Ich habe es versucht und probeweise in dieser Größe gedruckt – eine erstaunlich gute Qualität! Wobei ein versierter Bildbearbeiter vermutlich nicht davor zurückgeschreckt hätte, die winzigen Bildchen per Interpolation maßvoll zu vergrößern. Was beim groben Zeitungsraster kaum aufgefallen sein dürfte...

Ralf Jannke