Olympus Camedia C-2500L

Nicht nur diese Kamera beschleunigte den Niedergang der analogen Fotografie, wo sich zunächst nur größere Agenturen die digitalen Spiegelreflexkameras mit Kodak-Unterteil/-Sensor leisten konnten. Die 3 MP Canon EOS D30 kostete 2000 rund 3000 Euro, die Olympus war ein Jahr zuvor mit 660 Euro möglicherweise auch für eine kleine Redaktion finanzierbar. Parallel zur filmgeladenen SLR mitgenommen, wurde der Abendtermin stressfreier, wenn es nicht gerade um Sport und Action ging. ISO bis 400, die Möglichkeit nicht nur den externen Olympus Systemblitz FL-40, sondern auch gewöhnliche Computerblitze verwenden zu können und 5 Bilder – dann ist der interne Kameraspeicher voll – in 3,3 s = 1,5 B/s aufnehmen zu können. Um mit der digitalen C2500L noch schnell ein Bild für die am nächsten Morgen erscheinende Tageszeitungsausgabe zu schießen. Wie schon im Beitrag zur Olympus Camedia C-2100 Ultrazoom berichtet, war die Camedia C-2500L aber nicht gern gesehen, wenn es um das Ablichten lokaler Veranstaltungen und (Polit-)Prominenz ging.

Noch schnell mit dem iPhone abgelichtet und hinterhergeschoben: Der gute alte Metz 32CT3 auf der Olympus C2500L. Die C2500L auf ISO 200, Manuellbelichtung, Blende 5,6 wie die Computervorgabe des Metz, Verschlusszeit je nach gewünschter Stärke des Umgebungslichts oder gegen das Verwackeln, und los konnte es gehen...

Nicht ganz so unproportioniert kantig wie die schon vorgestellte Camedia C-2100 Ultrazoom, macht die 1999 vorgestellte C2500L auch nach 16 Jahren genau so viel Spass. Rein subjektiv verhalten sich C1400XL und C-2100 Ultrazoom etwas gutmütiger, was Belichtung und Kontrast angeht. Was natürlich immer auch von Wetter, Tageszeit und Licht abhängt. Die 1712 x 1368 Pixel = 2,34 MP der C2500L hat Olympus sehr großzügig auf 2,5 MP aufgerundet, was ja auch in der Bezeichnung (C)25(00L) steckt. OK, 1600x1200 sind „nur“ 1,92 MP.

Der erneute Gang in die Bonner Altstadt zum Hanami Kirschblütenfest, weil die Kirschen endlich blühten, hat Spass gemacht. Fotografiert haben zahlreiche Besucher auch sichtlich asiatischer Herkunft mit allem, was Bilder aufnehmen kann – vom Smartphone bis zur hochauflösenden DSLR und spiegellosen Systemkamera. Mir genügte diesmal die Camedia C2500L.

Übrigens: ANALOG ist nicht tot! Mit großer Begeisterung wurden mit der Fujifilm Instax "niedliche" 62 x 99 mm große Sofortbilder geschossen und kichernd rumgezeigt. Selbstverständlich hatten die jungen Asiaten auch ihr(e) Digitalkamera/Smartphone dabei...

Eine kleine Bildauswahl der Kirschblüte und der Rückgang durchs Stadtviertel, aufgenommen im April 2015 mit der Camedia C-2500L, am Ende dieses Beitrags.

Die technischen Daten der Olympus Camedia C2500L

Abmessungen, Gewicht: 109 x 80 x 128 mm, 600 g.

Der 2/3“ CCD-Sensor hat mit 8,8 x 6,6 mm die gleiche Größe wie der der Fujifilm Fujix DS-300. Gespeichert wird mit 24 bit Farbtiefe unkomprimiert als TIF oder in drei verschiedenen JPEG-Qualitäten. Wie bei Olympus gewohnt auf die briefmarkendünne und ebenso empfindliche Smartmediaspeicherkarte von maximal 128 MB Volumen und erstmals (!) parallel auch auf die ungleich robustere Compactflashkarte. 2015 wirkt es einfach nur lächerlich mit 128 MB Speichervolumen zu hantieren, wenn im Schacht daneben eine 1 GB Compactflashkarte steckt. Sensorempfindlichkeit ISO 100, 200, 400. Programmautomatik, Zeitautomatik, Manuell. Belichtungskorrektur +/- 2 EV in 1/3 EV Schritten. Verschlusszeiten 1 s bis 1/10000 s (Automatik) und 8 s bis 1/10000 s (Manuell). 2,8-5,6/3,9-7,8/9,2-28 mm (kleinbildäquivalent 36 bis 110 mm) 3-fach Zoom. 43 mm Filtergewinde. Einzel-Autofokus (AF-S), kontinuierlicher Autofokus (AF-C), Manuell. Spiegelreflexsucher mit Dioptrienausgleich und 1,8“ Monitor mit 122.000 Bildpunkten.

Eingebauter Blitz (aufklappbar), Blitzreichweite 3,6 m bei Weitwinkel, 2,5 m bei Tele. Automatik- und Aufhellblitz, Rote-Augen-Reduktion. Blitzschuh unter anderem für Olympus Systemblitz FL-40.

Englische Bedienungsanleitung zur Olympus Camedia C-2500L

Ralf Jannke

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