Panasonic Lumix DMC-LC40

Für 10 Euro mit etwas schlappem Akku aber sonst voll funktionierend vom Flohmarkt mitgenommen, zeigte ein flüchtiger Blick in die Daten: Die Kamera habe ich doch schon. 

OK, nicht ganz. Aber mir ist es ein Rätsel, was sich Panasonic 2001/2002 gedacht hat, als 2002 sowohl die Lumix DMC-LC5 als auch die DMC-LC40 fast zeitgleich im selben Monat vorgestellt wurden. Mit fast identischen technischen Daten!

Die LC5 und die baugleiche Leica Digilux 1 kommen in Profischwarz natürlich professioneller her als die „verchromte“ und vom Design hausbacken, „eckig“ wirkende LC40. Der Hauptunterschied besteht neben der Bauform und Farbe tatsächlich nur im Blitzschuh, den LC5/Digilux 1 mitbringen. Dafür hat die LC40 einen Blitz, der ordentlich ausschwenkt, was die gefürchteten roten Kaninchenaugen minimieren sollte.

Einen ausführlichen Test kann ich mir im Grunde schenken, aber es ist schon interessant zu vergleichen, ob die Kamerafirmware der LC40 die Schärfe „elektronisch“ genau so extrem, "aggressiv" aufbereitet wie die LC5. Es ist natürlich eine Geschmacksfrage, aber als ehemaliger Anhänger des geliebten Kodachrome 25/64 Diafilms, kann ich flaue Bilder nicht ausstehen...

Geschwister

Schön, dass die Akkus von LC5 und LC40 identisch sind! Außerdem ist die LC40 das große Geschwister der hier schon vorgestellten Lumix DMC-LC20.

Aber an was erinnert mich der ausgeschwenkte Bitz der LC40? In der Tierwelt gibt es eine Winkerkrabbe und frühe Autos hatten satt des heute üblichen Blinkers tatsächlich einen echten "Winker" der zum Fahrtrichtungswechsel auf der entsprechenden KFZ-Seite genau so ausschwenkte, wie der Blitz der LC40. 

Ein Neujahrsrundgang (Auflösung 4 Megapixel)

Hm… Wenn ich mir die Bilder in voller Auflösung anschaue (Bitte auf die Fotos klicken/tippen) gefällt mir beispielsweise die Struktur der Rinde des gefällten Baums nicht. Irgendwie schwammig. Aus der Erinnerung liefert die gleichauflösende Panasonic Lumix DMC-LC5 die gefälligeren Fotos, sprich die Bilder werden kameraintern "sanfter", besser aufbereitet. Zu meiner Schande und zur Ehrenrettung der LC40 muss ich aber noch nachtragen, dass ich die Voreinstellungn nicht kontrolliert hatte. Der Vorbesitzer mochte es wohl so: Kontrast auf Maximum 2, Sättigung auf Maximum 2 und Schärfe ebenfalls auf Maximum "Hart". Was in Bezug auf die feinen Strukturen aber auch nichts nütze… Ich muss da gelegentlich noch mal genauer hinschauen und mit der LC5 vergleichen. Aber auch ohne den Vergleich kann ich schon jetzt sagen, dass ich die in "Profi-Schwarz" ;-) gehaltene LC5 bevorzuge.

Weitere Bilder vom Rundgang (auf 3 Megapixel verkleinert)

Ralf Jannke, 1. Januar 2018

 

 

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