Sony Cyber-shot DSC F828, Vorstellungsjahr 2003

Der Kamerariemen ist nicht Retro!

Der Kodak-Riemen ist echt. Aus den 1970ern mit echtem Rost – Pardon Patina – an den Ösen...

Erstmalig im August 2018 vorgestellt, gab es zum Jahreswechsel 2018/2019 die beiden Praxisberichte "Sony Cyber-shot DSC F828" und "Tschüss 2018 mit der Sony Cyber-shot DSC F828". Man kann die DCS F828 auch über 15 Jahre nach ihrer Vorstellung getrost zum unbeschwerten Fotografieren benutzen. Einziger Defekt dieser interessanten Kamera: die gerissene Kunststoff-Objektiv-Vorderseite inklusive des Filtergewindes – im roten Kreis markiert. Dafür fand sich eine Lösung.

Ein sehr interessanter Aspekt fehlt aber noch:

Die Welt steht Kopf ;-) Nur fürs Produktfoto… Infrarotfotografie mit Sony-Digitalkameras

Oben abgebildet die Zutaten für IR-Fotografie mit der Sony Cyber-shot DSC F828

  • Magnet
  • IR-Filter 680 und 850
  • Schlauchschelle

Schlauchschelle?

Nach Versuchen mit Blumendraht und Kabelbindern hat sich eine entsprechende Schlauchschelle als am geeignetsten erwiesen, um das gerissene Frontteil/Filtergewinde des Zoomobjektivs dieser Sony so zusammen und in Position zu halten, dass der gewünschte IR-Filter eingeschraubt werden kann. Die Zahlen von oben kennzeichnen die Wellenlänge 680 und 850. Das 680er IR-Filter wird gerne auch als Dunkelrotfilter bezeichnet, das noch einen Rest für den Menschen sichtbares Licht durchlässt. Beim 850er Filter spricht man auch von einem "Schwarzfilter", der kein sichtbares Licht mehr durchlässt. Das IR-Licht passiert beide Filter. Da ich absolut kein Stativfreund bin, werde ich vor Ort den IR-Filter nehmen, der mit ISO 200/400 noch leicht abgeblendet Aufnahmen mit verwacklungssicherer Verschlusszeit gestattet.

Wichtigste Zutat ist der kleine Magnet, der auch bei herkömmlichen Präsentationen eingesetzt wird, um größere Papierbögen auf der Schautafel zu fixieren. Der Magnet ist leicht im Internet zu bekommen. Für dessen genaue Funktion im Zusammenhang mit Infrarotfotografie mit Sony Kameras verweise ich aufs nächste Kapitel!

Sony Cyber-shot F828 "Infrarot Hack"

Erst durch einen Kommentar zur Sony DSC F707 aufmerksam geworden, können die Sony Modelle DSC V-1, F707, F717, F828 ohne komplizierte Eingriffe mit Hilfe eines kleinen Magneten und einem Infrarotfilter infrarotfähig gemacht werden. Man lernt nie aus!

Welche Art von Fotos da rauskommen, zeigen die Praxisberichte zur Nikon Coolpix 700 und Coolpix 900

Quellen zur Infrarotfotografie mit Sony Digitalkameras

Sony F828 Infrarot Hack

Sony DSC-V1 infrared magnet hack

Youtube-Videos

Sony Cybershot F828 Magnet Infrared Hack in 2 seconds!

How to Capture Infrared Photos with a Magnet! and the Sony DSC F717 F707 F828

In den Beiträgen nicht genannt, müsste das Ganze auch mit der Sony DSC-V3 funktionieren!

Auch wenn bei meiner DSC F828 das Filtergewinde gebrochen ist, es zeigte sich schnell, dass der benötigte IR-Filter zu montieren ist.

Sony Cyber-shot DSC F828 Infrarotfotos – 1.800 x 1.350 Pixel

Qualitäts- und sonstiger Eindruck

Das Einzige, was ich zu "beklagen" hatte, war das Fehlen von ein paar Wolken… Aber soll man bei Kaiserwetter meckern ;-) Während man die Kamera zwischen 10.00 und ca. 16.00 Uhr im Frühjahr/Sommer/Herbst besser zu Hause lässt, kann in der Infrarotfotografie gerne auch wie oben gezeigt um die Mittagszeit fotografiert werden. Je mehr Sonne, desto besser. Etwaigen Dunst durchdringt der IR-Filter ohne Probleme! Das Licht reichte bei ISO 400 für Aufnahmen durch den 850er-Schwarzfilter aus der Hand. Vielleicht hätte auch ISO 200 genügt, aber ich wollte sichergehen, was Verwacklung angeht. Ganz wichtig noch zu wissen: Auf keinen Fall mit nur einem Magneten losziehen. Prompt hatte ich den kleinen Magneten "weggewischt" und so im Gras verloren, dass gleich Ersatz her musste. Den ich dabeihatte.

Da von vornherein klar war, dass mächtig an den Einstellungen von Lightroom und Photoshop "gedreht" werden musste, wurde im Sony Rohdatenformat gespeichert. Die Aufnahmen wurden auf einer großen steinzeitlichen Grab-Anlage und bei den Resten einer Burg gemacht.

Ralf Jannke, April 2019

 

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