Der „hippe MP3-Player“, aufgenommen in Bild und Ton mit der Sony Mavica MVC-FD91

Kamera-Monstrum von 1998 mit Selfie-Möglichkeit! Sony Mavica MVC FD91 im Vergleich zu Canons erster eigener DSLR EOS D30 und der zierlichen Kyocera Finecam SL400R.

Eine tiefgreifende Beschreibung der Mavica MVC-FD91 erspare ich mir, das hat Boris Jakubaschk schon für mich übernommen ;-)

Die Möglichkeit unkomprimiert im BMP-Format zu speichern, erweist sich bei genauerem Hinsehen als wenig sinnvoll. In der Hoffnung auf einen Qualitätsgewinn erhält man statt stark komprimierten 1024 x 768 Pixel JPEG-Dateien eine – EINE, dann ist die Diskette voll (!) – tatsächlich unkomprimierte, aber nur noch 640 x 480 Pixel aufgelöste VGA-Datei...

Video

Ich hatte mich zunächst über die Lauf-„Länge“ von 5 s für ein 320 x 240p Video gewundert. Aufklärung lieferte die englische Bedienungsanleitung der Sony Mavica MVC-FD91. Man muss den Finger einfach auf dem Auslöser lassen, um in den Genuss der vollen Lauflänge von 15 s zu kommen...

Angesichts der zu erwartenden Qualität musste als Testobjekt mein Grammophon herhalten, zu dem sich mit der Zeit einiges an „Stenkakor“ – „Steinkuchen“, wie die Schellackplatten in Schweden bezeichnet werden –, gesellt haben. Vom Nachwuchs kritisch beäugt bis verlacht: "Der Alte hat sie nicht mehr alle ;-)" Zu Rudi Schurickes „Capri Fischer“ hat es leider nicht gereicht, aber bei „MIT HUNDERT GUITARREN“ (ja, „Guitarren“!) und „AM LAGO DI GARDA“ wird es einem auch schon übel ;-) Ein bisschen Masochismus muss sein ;-) Bei „White Cristmas“ von Bing Crosby in Schellack bleibt allerdings kein Auge trocken.

Hier eine kleine Kostprobe der Videofähigkeiten der Mavica MVC-FD91. Damit es nicht gar so winzig wurde, half MPEG Streamclip bei Hochrechnen auf 640 x 480p und etwas leiseres Krächzen. Viel Vergnügen ;-)

Ralf Jannke

Beispielfotos

Schlicht und doch irgendwie nett, die neutralen Papphüllen der Schellackplatten. Mein Favorit ist das Hasselblad-Cover ;-) Obwohl kein ausgesprochener Jazz-Liebhaber/Kenner, habe ich bei Count Basie, Dizzy Gillespie, Glenn Miller, Louis Amstrong, Max Greger und Nat „King“ Cole natürlich zugegriffen.

Auch wenn ich in meinem Leben NIE in eine Oper gehen werde, ist der italienische Tenor Enrico Caruso irgendwie im Gehirn gespeichert worden. Die Schellack-Scheibe von ihm ist ein ein idealer Party-Rausschmeißer ;-)

Lieber hätte ich von den obigen Jazzern ein Stück zum Besten gegeben, habe mich aber beim 15 Sekunden Demo-Video für einen – hoffentlich – unbekannten Tango entschieden. 

Über den Dächern von – Bonn/Endenich... 1:1 Ausschnitte der 1024 x 786 Pixel Mavica MVC-FD-91 Dateien. Nur geradegestellt und automatisch tonwertkorrigiert. Längere und maximale Telebrennweite (518 mm @KB) Dank "Steady Shot"/Bildstabilisierung problemlos aus der Hand.

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