Kodak DCS 100

Diese digitale Spiegelreflexkamera auf Basis der analogen Nikon F3 war die erste in einer Serie von 987 Exemplaren von Kodak produzierte DSLR der Welt. Zwischen 1991 und 1994 wurde die DCS100 zwischen 20000 und 25000 Dollar (18000 bis 22500 Euro) verkauft. Bei der vier Jahre zuvor 1987 von Kodak gebauten „Canon New F-1 Electro-Optic Camera“ kann man nicht von Serienfertigung sprechen. Von der „Canon New F-1 Electro-Optic Camera“ sollen nur wenige Exemplare existieren.

Streng genommen gab es die DCS100 gar nicht, denn Kodak fertigte die Digitalrückteile DC3 (Farbe) und DM3 (monochrom), die auf ein Nikon-F3-Gehäuse ohne Rückwand montiert wurden. Statt zur bereits seit 1988 verfügbaren Autofokus-Profi Nikon F4 zu greifen, nahm Kodak in den Anfängen die F3, weil Gehäusegeometrie und der Austausch der Kamerarückwand vermutlich einfacher zu bewerkstelligen waren, als bei der F4. Nichts desto trotz lieferte Kodak 1991 der amerikanischen Weltraumbehörde die „NASA F4 Electronic Still Camera“. Diese seltenste, je gebaute Digital SLR begleitete das Space Shuttle Discovery und war mit einem 1024 x 1024 Pixel = 1 MP Monochrome-CCD-Sensor von 15 x 15 mm Größe bestückt.

Zurück zur DCS100

Um das Aufnahmefeld des kleinen 16,4x20,5 mm 1,3-Megapixel-CCD-Sensors (1024x1280 Pixel) im F3-Spiegelreflexsucher zu signalisieren, wurde eine entsprechend veränderte Sucherscheibe in die F3 montiert. Die scheinbare Brennweitenverlängerung, der Cropfaktor beträgt 1,8. Die Empfindlichkeit konnte in der Farbversion DC3 aus ISO 100, 200, 400, 800 und 1600 gewählt werden. DM3 Monochromversion bot ISO 200, 400, 800, 1600 und 3200.

Trotz der beiden unterschiedlichen Digitalrückteile sprach selbst Kodak dann nur noch von der DCS100

Die vom Sensor aufgenommenen und von der Elektronik verarbeiteten Fotos/Dateien gingen per Kabel in eine gigantische, Größenordnung 20 kg schwere DSU Einheit, die von einem entsprechenden Camcorder Akku mit Energie versorgt wurde. Für die Bildkontrolle hatte die DSU einen 4 Inch (ca. 10 am Diagonale) SW-Monitor. Auf die 200 MB Festplatte der DSU passen rund 150 unkomprimierte oder 400 bis 700 entsprechend komprimierte Fotos.

Dabei wurden alle DCS100 Fotos/Dateien in EINE spezielle Datenbank geschrieben. Wie beim Nachfolger DCS200. Um an die aufgenommenen Fotos zu kommen, ist eine SCSI-Architektur im Rechner zwingend. Die in Apple Macintosh Rechnern damals Standard war. Und erst die entsprechende Kodak Software kann die Datenbank öffnen und die gewünschten oder alle Fotos in die Bildbearbeitung (Photoshop) überführen und dann im gewünschten Format (TIFF, PSD, komprimiert als JPEG) speichern. Vom Mac aus konnten die Fotos via Modem per Telefonleitung oder Satellit an den Empfänger gesendet werden.

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