Olympus E-420

   

Die E-420 ist eine Vertreterin der E-Serie von Olympus. Diese wurde im September 2003 mit der professionellen E-1 gestartet und war die erste Umsetzung des von Kodak und Olympus entwickelten Four-Thirds-Standards.

In der Folge verwendete Olympus ein ähnliches Nummerierungsschema wie Canon: Die Einsteigermodelle bekamen dreistellige Nummern, die semiprofessionellen (mit der E-30 als einzigem Vertreter) zweistellige und die einstelligen Nummern blieben der Kamera-Oberklasse (E-1, E-2 und E-3) vorbehalten.

Die Einsteigerklasse wurde Ende 2004 mit der ungewöhnlich designten E-300 gestartet. Im Herbst 2006 kamen dann die Modelle E-500 und E-400 auf den Markt, die danach jeweils im Jahresabstand modernisiert wurden und dann E-510/E-410 und danach E-520/E-420 hießen.

Die E-420 war seit April 2008 erhältlich. Sie richtete sich an Einsteiger und zeichnete sich besonders durch ihre geringen Abmessungen und das geringe Gewicht aus. Im Vergleich mit der E-510 fehlen ihr vor allem der ausgestaltete Handgriff, der optische Bildstabilisator und eine Reihe von Tasten, mit denen beim größeren Modell Funktionen direkt abgerufen werden können.

Die E-420 gleicht dem Vorgängermodell E-410 nicht nur wie ein Ei dem anderen – auch in den technischen Daten muss man die Unterschiede mit der Lupe suchen. Rechtfertigt ein um wenige Millimeter größerer Bildschirm, ein neuer Graustufenmodus oder eine minimal größere Serienbildrate wirklich eine neue Modellnummer?

Es ist tatsächlich nur ein Feature, das bei der E-420 signifikant anders ist: Während die E-410 zwar bereits einen Live-View-Modus kennt, muss sie beim Auslösen doch kurz den Spiegel herunterklappen, um über den Phasen-AF scharfzustellen und dann normal auszulösen. Die Folge ist eine ziemliche Auslöseverzögerung und ein seltsames Geklacker beim Fotografieren. Die E-420 ist nun in der Lage, im Kontrastverfahren scharf zu stellen. Das ist zwar noch langsamer als der ohnehin wenig beeindruckende Phasen-AF der E-400-Baureihe, dafür kann der Spiegel aber hochgeklappt bleiben.

Anmerkung: Rein vom Nummerierungsschema gibt es noch weitere Kameras, die man der E-Serie zuordnen müsste: Das beginnt mit der E-100RS, die bereits Ende 2000 auf den Markt kam, aber technisch eine normale Superzoom-Kamera mit sehr hoher Serienbildrate war. Etwa gleichzeitig gab es die E-10, die ein Jahr später durch die E-20 abgelöst wurde. Beides sind Spiegelreflex-Kameras, allerdings mit feststehendem Spiegel und ohne wechselbares Objektiv. Zudem ist der Sensor bei allen drei Kameras deutlich kleiner als 4/3 Zoll.

Info zu Reparaturen

In meiner Sammlung habe ich die fast identischen Modelle E-400, E-410 und E-420. Das ist sicher noch keine ausreichende Basis für irgendeine Statistik. Trotzdem fällt auf, dass alle drei Kameras fehlerhaft sind, ob wohl sie scheinbar sehr pfleglich behandelt wurden. Die E-400 geht gar nicht mehr an, die E-410 hat einen defekten Einschalter und die E-420 leidet an dem wohl üblichen Fehler, dass das Speicherkartenfach nicht mehr als geschlossen erkannt wird. Dazu kommt noch, dass eines der Kitobjektive nur noch sehr rumpelig scharfstellt. Wie gesagt ist das keine statistisch valide Aussage, aber bei mir bleibt ein Verdacht, dass die E-400-Serie möglicherweise ein Qualitäts- und Haltbarkeitsproblem hat.

Kommentar von Ralf Jannke:
""aber bei mir bleibt ein Verdacht, dass die E-400-Serie möglicherweise ein Qualitäts- und Haltbarkeitsproblem hat." Da ist was dran! Bereits 2007 wurde die E410 mit dem 3,5-5,6/17,5-45 mm Zoom (35-90 mm @KB) regelrecht verramscht. Und 2008 mit der schnell abzuverkaufenden E420 wusste Olympus, dass Panasonic in diesem Jahr die erste microFourThirds (mFT) und gleichzeitige die erste spiegellose Systemkamera der Welt vorstellen würde. Die bei gleicher Sensorgröße FourThirds aufs Abstellgleis schieben würde. Schließlich saß Olympus mit im mFT-Boot! Nachdem Olympus 2009 seine erste spiegellose mFT DSLM PEN E-P1 vorgestellt hatte, gab es 2010 die letzte FourThirds DSLR von Olympus."

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