Chinon ES-3000

         

Die ES-3000 wurde 1995 von Chinon entwickelt und unter eigenem Namen auch in Europa verkauft. Der amerikanische Digitalkamera-Pionier Dycam nutzte Chinon als OEM-Hersteller und brachte die gleiche Kamera unter dem Namen DYCAM 10-C auf den Markt. Kodak nutzte das Design ebenfalls und machte daraus die schwarz gefärbte, aber sonst optisch identische DC-50 Zoom. Das Innenleben war allerdings leicht modifiziert: Kodak verwendete einen etwas höher auflösenden Sensor, eine verbesserte Firmware und eine andere PC-Software.

Die Kamera erinnert im Design an einen Feldstecher oder wahlweise auch an einen Ziegelstein oder einen in die Breite gezogenen Camcorder. Mit Hilfe der Handschlaufe wird die Kamera auch wie ein Camcorder gehalten. Das ist einigermaßen ergonomisch und man hält die Kamera sehr sicher, kann sie aber nicht mal eben zur Seite legen.

Mit dem Zoom-Objektiv war die Kamera anfangs ziemlich einzigartig. Erst im Jahr darauf kamen dann z.B. von Minolta und von Ricoh weitere Kompaktkameras mit Zoom auf den Markt.

Die Bildqualität entspricht dem damaligen Stand der Technik. Das heißt, dass die meisten Aufnahmen auch die bei VGA-Auflösung erreichbare Bildschärfe nicht erreichen. Bei wenig Licht werden die Aufnahmen aufgrund heftigen Rauschens weitgehend unbrauchbar.

Ich habe die PC-Software und die Bildübertragung mit Hilfe eines sehr betagten Notebooks mit Windows 98 getestet, auch wenn die Software bereits mit Windows 3.1 auskäme. Die Übertragung der Bilder war hakelig: Immer wieder brach die Übertragung zwischendurch mit einem Timeout-Fehler ab. Nach vielen Experimenten mit der Übertragungsrate und zigfachen Versuchen waren dann alle Bilder übertragen. Falls das der Normalfall war und es nicht an meiner Testkonstellation lag, musste man als Besitzer dieser Kamera eine erhebliche Leidensfähigkeit mitbringen.

Kommentar von NikonD1X:
"Die Chinon war Ostern 1996 der erste Zugang zu Fotografie mit einer Digitalkamera. Als in Deutschland Abläufe in Produktion oder Handwerk gelegentlich mit teurem Polaroidmaterial dokumentiert wurden, benutze man in der schwedischen Firma, wo meine Schwester seinerzeit arbeitete, eine Chinon ES-3000 zur Dokumenation. Ich konnte die Kamera über ein viel zu kurzes Wochenende leihen… So fing bei mir alles an!"

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Habe sie noch
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