Canon EOS 550D Sony NEX-6 ISCO-GÖTTINGEN ISCONAR 1:4/135

Kamera- und Systemwechsel

Von der 18 MP Canon EOS 550D DSLR zur 16 MP Sony NEX-6 DSLM

Auch wenn die EOS 550D Lieveview und Sucherbildvergrößerung bietet – sobald genug Tageslicht auf den Monitor fällt, wird es für mich auch mit starker 3,5 Dioptrien "Frickelbrille", sprich starker Lesebrille schwierig. Da ist die Sony einfach im Vorteil, daher der Wechsel!

Zu den Teleobjektiven des Herstellers ISCO-GÖTTINGEN gab es  bisher diese zwei Beiträge:

Damit habe ich dann drei 100/135 mm Isconare, wobei das oben auf der  Canon EOS 550D montierte Tele ganz anders und deutlich wertiger aussieht. Was am vermehrten Einsatz von Metall, genauer Aluminium, liegt. Bei den restlichen zwei jüngeren überwiegt Kunststoffeinsatz.

Zur Qualität aus den beiden Erfahrungsberichten von oben:

Das ISCO-GÖTTINGEN ISCONAR 1:4/135 dürfte mein schlechtestes 135er sein. Ich merkte schon beim Fokussieren, wie schwierig es trotz Fokus-Peaking und Sucherbildvergrößerung ist, den exakten Fokus zu finden. Zur Kontrolle wurde ins Innere des 135ers zu geschaut. Alle drei Linsen klar. Kein Staub, Nebel, Fungus. Dieses 135er werde ich nicht mehr benutzen.

So richtig "knackig" ist auch das ISCO-GÖTTINGEN ISCONAR 1:4/100 nicht. Wie das ISCO-GÖTTINGEN ISCONAR 1:4/135 waren das Billig-Objektive, die in ihrer Zeit fürs Fotoalbum mit 9x13/10x15 cm Postkartenvergrößerungen reichten, mehr aber nicht.

Nach besseren Enna München Objektiven endete man vor Einstellung der Produktion wie bei Enna auch bei ISCO-Göttingen zum Fertigungsende bei veralteten und chancenlosen Objektiven mit reichlich Plastik-Einsatz …

Umso gespannter war ich auf das Abschneiden des oben abgebildeten "Heavy — Pardon Light Metal Isconars" ;-)

1:1 Crops aus 16 Megapixel, keine EBV. Von links nach rechts, oben nach unten: Blendenreihe f/4 - f/5,6 - f/8 - f/11

Qualitäts- und sonstiger Eindruck

Mit der oberen Blendenreihe beende ich einstweilen die "Deutschland-Fahrt". Brauchbar ist das ISCONAR 1:4/135 nur bei Blende f/8 und f/11. Darunter mir einfach zu weich. Bei Offenblende selbst mit der vergrößerten Sony NEX-6 Liveview nicht sicher zu fokussieren! Möglicherweise hat dieses ISCONAR den gleichen optischen Aufbau wie die beiden oben verlinkten "Plastik"-Versionen.

Kein Wunder, dass die west(!)deutschen Billig-Hersteller außer Kilfitt, Leitz, Rodenstock, Schneider, Voigtländer und Zeiss irgendwann ab den 1960ern keine Schnitte mehr gegen die Japaner bekamen. Wenn ich gegen das japanische KOMURA 135mm 1:3.5 oder das OST-deutsche Meyer-Optik Görlitz Primotar 3.5/135 vergleiche!

Aber ein Gutes hat dieser Beitrag. Er ließ mich erneut in die M42-Box schauen. Dort hatte ich auf Anhieb ein japanische SUN 1:3.5 f=135mm und ein – Achtung – westdeutsches ENNA-München Tele-Ennalyt 1:3.5 f=13.5cm in der Hand. Nur soviel vorweg: Das SUN zeigte bereits bei Offenblende scharfe Kanten, durchs Fokus-Peaking der Sony rot markiert. Heißt Kontrast! Dazu ein weiteres ISCONAR-Göttingen Tele, was neben dem 13,5cm später die ISCONAR-Ehre rettet! Mehr in Kürze …

Ralf Jannke, Juni 2026

 

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