Nikon COOLPIX 8800 2026 Checkup

Im Zuge der Jahres-Checks gibt es immer wieder Überlegungen, welche Kameras man denn mal wieder auf Funktion prüfen könnte. Wobei das bei dem übervollen Sammeldepot mittlerweile nur noch die hochwertigen Kameras sind. An der Spitze klar die Systemkameras mit und ohne Spiegel. Und das sind schon reichlich!

Aber danach?

Von Ausnahmen abgesehen, schalte ich, wenn es sich ergibt, eine 640 x 480 Pixel Kamera allenfalls kurz ein, schaue, ob sie noch geht und freue mich. Ich werde damit aber sicher keine Fotorunde drehen. Ausnahme war aktuell die 320x240/640x480 Pixel Trust PhotoCam PLUS mit Vorstellungsjahr 1997 aus den Anfangstagen der Digitalkamerageschichte. Derartige Raritäten werden natürlich auch weiterhin an Bord genommen und probiert!

Auf der „Suche“ nach Test-Check-Kameras wurde ich dann doch nochmal fündig!

Es gibt da zwei interessante Nikon Kameras, die keine DSLRs/DSLMs sind, aber reichlich Gene dieser Klasse in sich tragen. Die Rede ist von der Nikon Coolpix 8800 (8 Megapixel) und 8400 (8 Megapixel). In dieser Reihenfolge, was daran liegt, dass ich meine CP 8400 nicht finde ;-) und die CP 8800 sowieso immer interessanter fand.

Hauptunterschied der beiden Coolpixen ist das Objektiv. Die CP 8400 ist mit einem 2,8-4,9/6,1-21,6 mm 3,5-fach Zoom KB-äquivalenter Brennweite von 24-85 mm bestückt, die CP 8800 mit einem 2,8-5,2/8,9-89 mm 10-fach Zoom. KB-äquivalente Brennweite 35-350 mm. Beide Zooms mit reichlich Linsen darunter Linsen aus ED-Glas!

Diese Berichte gab es im digicammuseum.de:

Somit habe ich meine Coolpix 8800 das erste und letzte Mal im Herbst 2023 benutzt. Auch wenn die CP 8400 noch länger seit 2018 liegt, fiel die Wahl trotzdem auf die 8800.

Das erste Foto nach drei Jahren, 1:1 Crop aus 8 Megapixel

Vorgezogener Qualitäts- und sonstiger Eindruck Text aus dem Herbst 2023 Beitrag, aktualisiert

Die Abbildungsqualität geht in Ordnung, aber es bleibt beim (alten) Urteil: Brav, aber nicht mehr zeitgemäß, die Nikon COOLPIX 8800.

Diese Nikon ist so überladen mit Möglichkeiten, dass ich schlicht von "OVERKILL" sprechen möchte. Bei der gewählten ISO-Automatik bin ich mir nicht sicher, was die macht. Grund: Es gibt keinen Eintrag in die Exif. Und zu oft habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Automatik nicht ans Maximum – hier ISO 400 – geht. Resultat: unnötig verwackelte Fotos, statt etwas Rauschen in Kauf zu nehmen. Wähle ich ISO 50, 100, 200, 400 manuell vor, wird der Wert zuverlässig in die Exif geschrieben!

Wie gewohnt hatte ich mich zum Speichern im Nikon NEF-/Rohformat entschieden. Was meine Geduld ziemlich auf die Probe stellte. Das Speichern dauert viel zu lange, den oft besseren Nachschuss kann man bei NEF/RAW vergessen. Dazu kommt noch ein Action-untauglicher, sprich zu langsamer Autofokus. Das passt einfach nicht zu einer Nikon!

Was soll ich sagen, das Handling dieser Coolpix erinnert mich an die erst vor wenigen Wochen erneut probierte und wieder verrissene Sony Cyber-shot DSC-R1. Da hatte ich zum Schluss geschrieben: Das Erscheinungsbild und noch mehr das Handling der Sony R1 bleibt in meinen Augen furchtbar.

O.K. ein paar Testfotos möchte ich aber mit der Nikon COOLPIX 8800 noch abliefern, 2.400 Pixel

Die Qualität der NEF/RAW Dateien ist sehr gut. Sie lassen sich in Lightroom perfekt zum gewünschten Endergebnis "fertigentwickeln". Die Schärfe des Zooms ist sehr gut. Ich habe allerdings alles mit Programm- und ISO-Automatik fotografiert. Den recht langsamen Autofokus hatte ich oben bereits moniert. Der Monitor ist von seiner Größe (1,8") und Auflösung (134.000 Pixel) dieser Nikon absolut unwürdig! Auf keinen Fall taugt er zur Schärfekontrolle nach dem gerade aufgenommenen Foto. Keinen Deut besser ist das dunkle Guckloch, der E-Sucher. O.K. diese Bauteile sind jetzt über 20 Jahre alt … Und damit geht diese Coolpix wieder in die Sammelbox.

Ralf Jannke, April/Mai 2026

 

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