Nikon D2Hs mit 2/100 mm Yongnuo

Bleibt als historische Nikon mit immer noch vorhandenem Gebrauchs- und noch mehr Spaßwert auch 2019 im Bestand

Die nur 4 Megapixel lassen sich bei Bedarf leicht auf 8 MP verdoppeln. 8 B/s Bildfrequenz sind auch 2019 ein Wort. Diese Frequenz schaffte die 12 MP D2X im Crop-2-Highspeed-Modus zwar auch, um sich aber realistisch nur bei ISO 500/640 wohlfühlen. Die D2Hs liefert auch ISO 1000-1250-1600 und notfalls ISO HI=1 (3200) und HI=2 (6400). Außerdem ist sie eine der wenigen Nikon DSLRs mit Hersteller-eigenem Nikon Sensor. Und sie macht als Kamera mit APS-C-Sensor und zum Nikon Telekonverter TC-16a kompatibel mein manuelle zu fokussierendes 5,6/400 mm ED Nikkor durch Zwischenschalten des TC-16a zum 9/960 mm Supertele!

Da ich die 2000 Euro fürs 1,4/105 mm Nikon gerade nicht zur Hand habe, muss der chinesische 160 Euro Yongnuo-Nachbau des 2/100 mm Canon mit Nikon F-Bajonett reichen ;-)

Ansonsten: APS-C ist fertig - wenn es nicht von FUJIFILM kommt...

Canon und Nikon haben seit Herbst 2018 in der APS-C-Sensor-Klasse nichts mehr gegen die Modelle von Fuji zu bieten. Die einzige Chance für diese Kameraklasse (inklusive microFourThirds) liegt darin, dass die Hersteller endlich (so wie Fuji schon lange) ALLEN Kameras kontinuierliche Software-/Firmware-Updates gönnen. So kann man ältere Kameras kostenlos (!) nachrüsten und aufwerten. Für ein paar wenige neue Features eine neue, noch teurere APS-C-Kamera zu kaufen, wird nur noch wenigen Fotokunden einleuchten. Niemand investiert in ein System, das aufs Abstellgleis führt. Die Kunden sind nicht so dumm, wie es die Kamerahersteller dachten. 

Über die Hälfte der APS-C Anwender sollen frustriert sein, da ihnen der Aufstieg durch das neue Canon EOS R- und Nikon Z-Bajonett verbaut ist. Auch wenn es Adapter gibt und viele Fotografen gar nicht vor hatten aufzusteigen. Die Hersteller haben diese Fotografen deklassiert. Einen größeren Fehler kann man nicht machen.

Und sollten Canon und Nikon die Preise bei jetziger Überproduktion weiter hochhalten, so werden 2020 die Einzelhändler zum Mittel des Preisdumping greifen. Um nicht auf den  Ladenhütern sitzen zu bleiben, werden Kameras und Objektive verramscht. Hier bietet sich eine einmalige Preis-Chance für APS-C-Sensor-DSLR-Fotografen bei hochwertigen Objektiven.

Aus: „Foto-Wirtschaft - in der Krise“

Dieser Text passt so gar nicht zur Überschrift

Ja, die Nikon D2Hs hat einen kleinen 15x23 mm APS-C-Sensor, ist aber eine interessante Sammel- UND Gebrauchs-DSLR – siehe oben! Außerdem ist das 2/100 mm Yongnuo ein Vollformat-Objektiv, und ich wollte die D2Hs einfach mal wieder „ausführen“. Aktuell haben in meinen Augen eigentlich nur noch zwei Kameras mit APS-C-Sensor Bestand: Als "kleine Nikon D5" ist die D500 selbst für Profis eine willkommene 1,5-fach-Televerlängerung! Ansonsten fällt mir noch die Canon EOS 7D/MK II ein. Aber der Rest? Die Riesenmenge an Einsteiger-DSLRs.

Auch die größte Liebe kühlt mal ab ;-)

In Sachen Fuji kehrt bei mir langsam Alltag ein. Also warum neben der erfolgreichen FUJIFILM X-T10 und einem Nachfolger nicht auch mal wieder ein altes Schätzchen in die Basketballhalle mitnehmen? Was ich immer vorhabe. Nicht nur Basketballhalle, sondern auch Urlaub und Freizeit. Da warten noch ein paar interessante alte Systemkameras!

Altes Eisen rostet nicht! 4 Megapixel Nikon D2Hs aus dem Vorstellungsjahr 2005

(Bitte aufs Tableau klicken/tippen)

Gespeichert wurde im Nikon-Rohdatenformat NEF, entwickelt mit Lightroom 5.7.1, Montage und Beschriftung mit Photoshop. 1:1 Crops. NEF, Lightroom und Nachbearbeitung waren auch nötig, wenn ich die Resultate gegen die so gut wie perfekten JPEGs aus den spiegellosen Fujis vergleiche…

Ralf Jannke, April 2019

 

 

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