Ricoh RDC-300, die Sparvariante von 1997

Sparvariante? Gegenüber dem Modell RDC-300Z wurde das Z(oom)-Objektiv und die Möglichkeit auf Smartmediakarte zu speichern eingespart.

Nach der hier schon vorgestellten Ricoh RDC-2 von 1996 jetzt der sehr ähnlich konstruierte Nachfolger RDC-300. Die RicohDigitalCamera-300 ist 125 x 34 x 72 mm groß und wiegt 320 g. Der CCD-Sensor ist ISO 140 empfindlich und löst maximal 640 x 480 Pixel (VGA) auf. Die Fotos werden im komprimierten JEPG-Format in den Qualitäten E(conomy), N(ormal) und F(ine) gespeichert. 100E-, 50N- oder 25F-Fotos passen in den 4 MB Festspeicher.

Objektiv ist eine 3,8/4 mm (38 mm @KB) Fixfokus-Festbrennweite (Bereich 60 cm bis Unendlich) mit manueller Makro-Einstellmöglichkeit (1 bis 60 cm). Das Motiv wird über einen Klappmonitor, der gleichzeitig Ein- und Ausschalter der Kamera ist, erfasst. Die Belichtung wird per Programmautomatik gesteuert, die Belichtungszeiten liegen zwischen 1 und 1/8000 s, der Selbstauslöser hat eine Vorlaufzeit von 10 s. Die Belichtung kann im Bereich +/- 2 EV in 1/2 EV-Schritten korrigiert werden. Der eingebaute Blitz lässt nur die Wahl zwischen An/Aus. Er soll 3 m weit reichen. Die Fotos müssen über Kabel in die Serielle Schnittstelle des Rechners übertragen werden. Wobei Ricoh das Kunststück gelungen ist bei der Kameragehäusesteckbuchse fürs serielle Kabel weder einen Klinkenstecker, noch einen in zahlreichen anderen Kameras verwendeten mehrpoligen Rund-Stecker zu verwenden. Als „Sahnehäubchen“ des Unvermögens passt das in der privaten Wühlkiste gefundene Original (!) Ricoh RS232C-Kabel nicht, da es offensichtlich für eine andere Ricoh vorgesehen war/ist. Blödsinniger geht’s nimmer:

Energieversorgung über vier 1,2/1,5 V Akkus oder Batterien der Größe Mignon/AA.

Technische Daten/Einzelheiten zur RDC-300 

Englische Bedienungsanleitung zur RDC-300

Um an die paar Testbilder zu kommen, musste mal wieder der funktionierende AV- (Video)Ausgang und ein USB-/Videograbber zur Digitalisierung der analogen Signale herhalten. Bei 640 x 480 Pixel Auflösung ein unwichtiger Qualitätsverlust...

Ralf Jannke

Beispielfotos, aufgenommen mit der Ricoh RDC-300 im Juli 2016

Mangels passendem seriellen Kabel mussten die Bilder wie oben beschrieben über die AV-Videoschnittstelle aus der Kamera mit einem USB-Videograbber digitalisiert, in den Rechner geholt werden. Jeweils nebeneinander: Links von 960 x 720 Pixel auf 640 x 480 Pixel reduziert, rechts daneben mit 720 x 576 Pixel. So ganz haut es in der 720 x 576 Pixel Einstellung mit dem Seitenverhältnissen nicht hin... Der Videograbber, die Software gestatten auch direkt 640 x 480 Pixel, die aber mit einem deutlichen schwarzen Rand versehen sind. Was bei den oben genannten Einstellungen auch der Fall ist. Ob die Original-Qualität der Ricoh RDC-300 Dateien, wenn sie unverändert über die serielle Schnittstelle in den Rechner gekommen wären, so viel besser als das hier Gezeigte wären, wage ich zu bezweifeln. Alle Fotos wurden mit -1/2 EV korrigierter Belichtung aufgenommen, um ein Ausbrennen der Lichter zu verhindern. 

Bitte einfach auf die Bilder klicken/tippen, um sie in Originalgröße 640 x 480 Pixel zu begutachten.

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