Olympus PEN E-P2

   

Außer einem kleinen Sensor in unverhältnismäßig großen Gehäusen hatte das FourThirds-System eigentlich zu wenig zu bieten. Telezentrisch gerechnete Objektive sollen dafür sorgen, dass auch bei ganz großen Bildwinkeln die Lichtstrahlen so senkrecht wie möglich auf den Bildsensor treffen. Was die technische Bildqualität an den Bildrändern entsprechend erhöhen sollte – theoretisch. Das erwies sich aus meiner Sicht mehr als Marketing, denn als Realität. 

Offiziell nie verkündet, wurde das FourThirds-System mit der Olympus E-5 2010 mehr oder weniger still und heimlich runtergefahren. Und an einem „krankt“ das FT-System und sein Nachfolger bis heute. Gerne wurde die Kompaktheit der Objektive durch den kleinen Sensor und die scheinbare Brennweitenverdopplung, neudeutsch der Cropfaktor zwei in den Vordergrund geschoben. Ein lichtstarkes 2,8-3,5/14-54 mm entspräche so einem 2,8-3,5/28-108 mm Zoom im Kleinbildformat. Was nur die halbe Wahrheit ist. Die Lichtstärke bleibt selbstverständlich gleich. Mit dem Cropfaktor zwei multipliziert muss aber auch die Lichtstärke in Bezug auf die Schärfentiefe. Das 2,8-3,5/14-54 mm FT Objektiv bildet ab wie ein 5,6-7/28-108 mm Kleinbildobjektiv. Das muss nicht unbedingt ein Nachteil sein, könnte aber durch zu scharf abgebildete, störende Hintergründe unerwünscht sein. 

Olympus blieb aber vor 2010 nicht untätig. Auf der Photokina 2008 noch als funktionsloser Dummy hinter Glas gezeigt, wurde die Olympus PEN E-P1 im Sommer 2009 vorgestellt.

Der Bildsensor hatte seine Größe von 13x17 mm behalten, die Kamera war aber stark  geschrumpft. Möglich wurde das Ganze durch Wegfall des Spiegels inklusive seines voluminösen „Kastens“ und des Spiegelreflexkamerasuchers. Die Miniaturisierung fand sich in der Bezeichnung des neuen Systems wieder: Von FourThirds (FT) zu microFourThirds (mFT). Namensgeber und Design-Anlehnung für die neue spiegellose Systemkamera im Retrolook war die analoge Halbformat (Negativformat 18x24 mm auf dem 35 mm Kleinbildfilm) Spiegelreflexkamera Olympus PEN F von 1963. „PEN“ für Stift = immer dabei und einfach zu bedienen. 

Die Krone der Neuschöpfung dieses microFourThirds-Systems an kompakten spiegellosen Kameras gehört aber nicht Olympus, denn Panasonic hatte 2008 die erste DSLM – DigitalSingleLensMirrorless – vorgestellt. Die im Unterschied zur Olympus PEN E-P1 tatsächlich wie eine stark geschrumpfte keine Spiegelreflexkamera (DSLR – DigitalSingleLensReflex) aussah.

Der extremem Kompaktheit der E-P1 war ein für ernsthafte FotografInnen allerdings wichtiges Merkmal zum Opfer gefallen – der Sucher. Auch wenn das Motiv auf einem 3“ 7,5 cm großen hochauflösenden (230.000 Pixel) Monitor erscheint, hört der Spaß auf, wenn die Sonne auf den Monitor scheint.

Den bei der E-P1 fehlenden und auch nicht nachrüstbaren Sucher lieferte dann das ganz ähnliche Nachfolgemodell Olympus PEN E-P2. Deren Sucher VF-2 von seinen Abmessungen aber nicht recht zum Retrodesign der E-P2 passt. Immerhin löst der VF-2 1,44 Millionen Bildpunkte auf. Er ist um 90° nach oben kippbar, besitzt einen Dioptrienausgleich und deckt 100 Prozent des Bildfeldes ab. Menüs, Bildwiedergabe, Wasserwaage, Aufnahmeinformationen, Live-Histogramm, Gitterlinien, Art-Filter-Vorschau, Weißabgleich und so weiter angezeigt werden.

Gegenüber die „Ur“-PEN E-P1 verfügt die E-P2 über mehr Art-/Kunstwerk-Filter. Wichtig ist der neu hinzugekommene Tracking-Autofokus, der die Schärfe nicht nur kontinuierlich nachführt, sondern das Motiv über dem gesamten Bildbereich gezielt verfolgt. Dazu gesellt sich die Gesichtserkennung der E-P2. Mit der Einstellung "i-Enhance" – intelligente Steigerung – sollen Fotos besonders lebendige Farben bekommen, ohne fürs menschliche Auge zu künstlich zu wirken.

Kommentar von Silvermachine:
"Super Kamera, möcht sie nie mehr missen."

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