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Wir adaptieren weiter…

13. September 2018, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Ist das nicht eine putzige Kombination? Sieht aus wie eine Montage, ist aber echt! Die Canon EOS 1D und das 2,9/50 mm Meyer Görlitz Trioplan.

In "Spiegellose 14 Megapixel Systemkamera Samsung NX100/NX11 als 'Digital Back' für alte Objektive" hatte ich geschrieben: "Ganz sicher werde ich die M42 Linsen auch auf die 36 MP Vollformat Nikon D800 montieren – demnächst." Und dabei mal wieder den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen…

OK, Vollformat wird es jetzt noch nicht, aber immerhin die 19x27 mm APS-H Sensorfläche (Cropfaktor 1,3) der 4 MP Canon EOS 1D. Einen M42-Adapter mit Linse, damit die Unendlich-Einstellung nicht verloren geht, werde ich mir 2019 für Nikon noch zulegen. Jetzt muss es erstmal der vorhandene simple M42-/Canon EOS-Adapter tun, mit dem ich das 2,9/50 mm Görlitz auf die EOS 1D montieren kann. Da das 3,5/35 mm Pentax Takumar keinen Platz einnimmt, wird es mit für den nächsten Trip eingepackt.

Der Praxisbericht kommt im Herbst ab Mitte Oktober

Fortsetzung (2019)

Nachdem klar war, dass der M42-/EOS-Adapter einwandfrei auf der EOS 1D läuft, muss der doch auch auf der 13,5 MP Vollformat Kodak DCS ProSLR/c mit EOS-Bajonett laufen. Tut er! Auf der Vollformat-DSLR dürfen die M42 Objektive dann zeigen, was sie schärfemäßig auch an den Bildrändern draufhaben.

Ein schönes Projekt für 2019!


Infrarotfotografie mit Sony-Digitalkameras

30. August 2018, Ralf Jannke - Wissen, Ausprobieren

Sony DSC V-1, F707, F717, F828 Infrarot Hack: Infrarotfotografie für experimentierfreudige Leser

Erst durch einen Kommentar zur Sony DSC F707 aufmerksam geworden, können die oben beschriebenen Sony Cyber-shot Modelle mit Hilfe eines kleinen Magneten und einem Infrarotfilter ohne komplizierte Eingriffe infrarotfähig gemacht werden. Man lernt nie aus!

Welche Art von Fotos da rauskommen, zeigen die Praxisberichte zur Nikon Coolpix 700 und Coolpix 900

Quellen zur Infrarotfotografie mit Sony Digitalkameras

Sony F828 Infrarot Hack

Sony DSC-V1 infrared magnet hack

Youtube-Videos

Sony Cybershot F828 Magnet Infrared Hack in 2 seconds!

How to Capture Infrared Photos with a Magnet! and the Sony DSC F717 F707 F828

In den Beiträgen nicht genannt, muss das Ganze auch mit der Sony DSC-V3 funktionieren!

Auch wenn bei meiner DSC F828 das Filtergewinde gebrochen ist, könnte es möglich sein, einen IR-Filter zu montieren. Mehr dazu 2019…


Geht doch! Sony Cyber-shot DSC F828

29. August 2018, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren, Reparieren

Lange gesucht und dann endlich zum genehmen Preis gefunden!

„Besonders die Sony-Modelle DSC-F828 und DSC-R1 (…) haben es mir angetan – wenn der Preis stimmt“, war da in einem Blogbeitrag zu lesen. 

Und der Preis stimmte bei der für 475 Kronen (ca. 46 Euro) inkl. Porto im schwedischen eBay-Ableger „Tradera“ erworbenen DSC-F828. Mit Rückgaberecht!

Die DSC-F828 ist runtergefallen – unschwer am gerissenen Filtergewindering zu erkennen – und auch sonst sichtlich gebraucht. Ich habe Angst, dass mir die beiden Gehäusehälften auseinanderfallen… Da muss ich zu Hause Hand anlegen, sprich den Uhrmacherschraubendreher aktivieren. Aber alle Funktionen und die schnell aufgenommenen Testfotos sind einwandfrei! Zum Glück steckt in der F828 der gleiche Sony-Akku wie in der F707. Also habe ich vom Rückgaberecht keinen Gebrauch gemacht!

Für einen ausführlichen Bericht dieser 2003 vorgestellten 8 Megapixelkamera mit dem besonderen CCD-Sensor mit Vierfarb-Mosaik und den erweiterten Möglichkeiten (Speicherung im Rohdatenformat, zusätzlich zum unvermeidlichen Sony Memory-Stick-Speicherkarteneinschub ENDLICH noch ein Fach für CompactFlash-Karten!) werde ich mir noch Zeit lassen, davor sind noch andere ebenfalls interessante Digitalkameras dran.

"Repariert"

Zwischenstand

Die "Reparatur" der wackelnden F828 Gehäusehälften erwies sich als überraschend simpel. Ich hatte befürchtet, die Sony halb zerlegen zu müssen, um entsprechende Schrauben/Muttern wieder festzuziehen. Tatsächlich genügte die Abnahme eines Teils, um an zwei lose Schrauben zu kommen und diese wieder festzuziehen. Das war schon alles. Sollten die besagten zwei Schrauben sich mit der Zeit wieder lösen, wird mit Schraubensicherung gearbeitet!

Praxistest

Nach der Sony Cyber-shot DSC F-707 in diesem Sommer kommt diesen Herbst die ebenfalls 8 MP auflösende Nikon Coolpix 8400 darn. Ggf. wartet die F828 bis 2019, um im digicammuseum.de auch Zukunft interessante Praxisberichte bieten zu können.

Der schicke Riemen musste sein! Das ist nicht Retro, der Riemen ist echt – aus den gefühlt 1970er Jahren. In diesem Fall habe ich auch nichts gegen einen so auffälligen Kameragurt. Könnte unterwegs für gewünschte Diskussionen sorgen…


Lernkamera

29. Juli 2018, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Phenix?

Die analoge Lernkamera aus China mit Pentax K-Bajonett. Ein guter Bekannter glaubt sich zu erinnern, dass es die Kamera auch mit Minolta MC-/MD-Bajonett gegeben haben soll. Bei der Phenix DC828N ist komplette Handarbeit angesagt, was die Belichtungsmessung/-steuerung angeht. Der chinesischen "Pentax" möchte ich nicht unbedingt einen Film spendieren, aber das montierte, vergleichsweise lichtstarke 2,8-4/35-70 mm Sigma-Zoom in Metallausführung hat mir gefallen.

Warum heute diese lichtschwachen 3,5-5,6/18-55 mm Plastik-Kitzooms auf Einsteiger-DSLRs? Gerne würde ich etwas mehr investieren, aber zum durchgehend 2,8/17-55 mm Nikon & Co ist es ein Preissprung auf 500 Euro aufwärts. Die 2,8/24-70 mm Vollformat Pendants gehen locker auf 2000 Euro und drüber. Der eine oder andere Fotograf greift deshalb mittlerweile zum deutlich preiswerteren 4/24-105 mm...

Nur Fuji hat es verstanden und bietet ein stabilisiertes und bezahlbares 2,8-4/18-55 mm Einsteiger-Zoom für seine X-Linie. Das Sigma werde ich auf jeden Fall mal auf der Pentax *ist DL2 probieren.


Neue Rubrik Fotografieren

11. Juli 2018, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Boris hat mit "Fotografieren" eine neue Rubrik erschaffen. Erstes Element dort ist "Objektive adaptieren". Was nach dem geplanten Abschluss der Konsumer-Digitalkameraklasse 2018 auch 2019 ein Thema wird. Dort wird gezeigt, welches alte/neuere Objektiv auf verschiedenen Kameras unter Umständen fast ein neues Leben bekommt. Oder wie manuell zu fokussierende Objektive mit Nikon-Bajonett durch Einsatz eines besonderen Konverters zu Autofokus-Objektiven werden. Oder Objektive mit FourThirds (FT) Bajonett auf spiegellosen microFourThirds (mFT) Systemkameras weiter verwendet werden können.

"Fotografieren" wird ganz sicher mit anderen Themen erweitert!


Kein Fotolicht?

08. Juli 2018, Ralf Jannke - Wissen, Ausprobieren

„Dem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul ;-) – Buch über Fotografie mit Digitalkameras für umsonst“ hieß ein Blogbeitrag.

Erste Hälfte Juli und nach über 70 von 100 Tipps kamen endlich die von mir bis dahin vermissten Tips  „Tricksen Sie schlechtes Wetter aus“ – „Erlaubte Tricks, die Fotos retten können, wenn das Wetter nicht mitspielen will.“ Und: „Mit Schwarzweiß Dramatik erzeugen“.

Was kann ich machen, um bei ungünstigen Tageszeiten- Licht- und sonstigen unglücklichen Situationen noch ein brauchbares Bild zu bekommen?

Kamera wegstecken? Zu einfach, wenn ich vor (Urlaubs-)Ort einfach nicht das Erhoffte vorfinde, die Locations in den wertvollsten Wochen des Jahres aber im Bild festhalten will – irgendwie…

Da helfen Ratschläge wie „Von ca. 10.00 bis 16.00 Uhr die Kamera weglegen, am frühen Morgen oder in der Dämmerung (Blaue Stunde!) wiederkommen kein bisschen weiter. Denn es gibt Hindernisse: Dauertrüber Himmel, die Familie, das Wetter, gerade keinen Bock, die Umstände… Ich bin kein Reisefotoprofi, der trotz sorgfältiger Recherche dann vor Ort stunden-, tagelang aufs richtige Wetter/Licht warten kann! Was bei den heutigen Kosten und Honoraren vermutlich auch nicht mehr funktioniert…

Was tun?

Weil es so profan ist, hab' ich mich fast nicht getraut das zu schreiben, aber in diesem Fall lohnt sich auch ein Blick in die diversen Einstellmöglichkeiten der Kamera!

Beispielhaft hier die Nikon D90 mit der Auswahl von "Bildqualität", "Bildoptimierung konfigurieren" und Brillant*". Die parallele Speicherung im Rohdatenformat (NEF/RAW) UND JPEG Normal sorgt dafür, dass ich immer noch ein "Original" habe – die Roh-Datei –, für den Fall, dass ich mit den Einstellungen in der Bildoptimierung übers Ziel hinausgeschossen bin, bzw. schlicht vergessen habe, das Ganze wieder auf "Normal" (oder so ähnlich) zurückzusetzen. Und bei "normalem" Licht unnatürlich aussehende Bilder bekomme. Statt JPEG Normal kann ich natürlich auch JPEG Fine wählen und statt "VI"/Brillant auch mit "LS/Landschaft experimentieren. Oder für SW-Fotografie gleich "MC"/Monochrome wählen. Wenn man mit den Filtereffekten OFF, Y(ellow = Gelb), O(range), R(ed = Rot) und G(reen = Grün) sollte man erst spielen, wenn Grundkenntnisse in (analoger) SW-Fotografie vorhanden sind… Nur ganz kurz: Mit einem Rotfilter vom Objektiv wird der blaue Himmel tiefschwarz wiedergegeben, die Wolken treten noch deutlicher, "strahlender" hervor. Wer es nicht so dramatisch will, nimmt stattdessen nur einen Gelbfilter. Oder eben den virtuellen Filter aus der Menüsteuerung. Und bei anderen Auswahlen eben die dazugehörigen Parameter Scharfzeichnung, Kontrast und so weiter. Wobei mir der Kameramonitor nicht exakt das zeigen wird, was ich hinterher auf dem Rechnermonitor zu sehen bekomme. Vorausgesetzt der Rechnermonitor ist einigermaßen eingestellt, im Idealfall kalibriert.

Aber: Spielen erlaubt, erwünscht!

Wenn das bei schlechtem, "falschen" Wetter/Licht immer noch nicht genügt, habe ich keine Skrupel der Sache per EBV noch weiter auf die Sprünge zu helfen. „Mit Schwarzweiß Dramatik erzeugen“ muss gar nicht so dramatisch sein. Von der einfachen, gewöhnlich langweiligen 256-Graustufenumwandlung bis hin zu ganz gezielten SW-Umsetzungen bietet die EBV alles, was man braucht! Und mehr…

Rohdatenentwicklung

Nichts gegen die Freeware Rohdaten-Konverter RawTherapee und darktable oder unter anderem das kostenlose Nikon Capture NX-D. Es mag an der Gewöhnung liegen, aber die in Lightroom auf Anhieb zu findenden Effekt- und Farbvorgaben, B&W Toned Presets und SW-Filtervorgaben sagen mir einfach zu! darktable bietet unter "Effektgruppe" immerhin Vignettierung, Körnung und einen Verlaufsfilter. Gibt es Vergleichbares gut versteckt in RawTherapee und den anderen? Liegt es nur an meiner Unkenntnis? Wer da Licht ins Dunkel bringen kann, ist herzlich per Kommentarfunktion dazu eingeladen! 

Wenn aber auch Lightroom nicht mehr hilft, das "falsche" Wetter/Licht zu korrigieren, kommt mein absoluter und kostenloser Favorit zum Einsatz:

Pixlr-o-matic

Enorme Kombinationsmöglichkeiten mit Pixlr-o-matic

Dieses unscheinbare Programm, das auf allen Plattformen und Smartphones (iOS/Android) läuft, ist mein Lieblingstool, wenn mir nicht mal eben wiederholbare Fotos von der vorgefundenen Licht-/Wetter-/Farb-Stimmung vor Ort einfach nicht zusagen.

Aber ist es nicht widersinnig das mit einem möglichst guten Objektiv und einer noch besseren Kamera aufgenommene Foto hinterher per Software zu verschlechtern?

Warum nicht, wenn das Foto auf diese Weise zum Bild wird... Und wenn es nur für einen selbst ist. Wenn die Veränderung das bringt, was ich glaube beim Aufnehmen gesehen, gefühlt zu haben. Zum Beispiel eine vorhandene Randabdunklung (Vignettierung), die die Kamerasoftware (Firmware) automatisch rausgerechnet hat, einfach wieder hinzuzufügen. Um den Blick des Betrachters so vielleicht stärker aufs Motiv zu lenken.

Es muss auch gar nicht die fehlende oder falsch stehende Sonne sein, auch drinnen kann das Hantieren mit Pixlr-o-matic fast Wunder bewirken. Richtiger Bildschrott lässt sich so natürlich nicht aufhübschen, aber man kann je nach Motiv ein bisschen "Wettergott" spielen oder die Bilder "altern";-) Erlaubt ist, was gefällt.

Eine Ladung Pixlr-o-matic-Beispiele gibt es demnächst, als die Nikon D2X bei Durchschnittswetter auf Tour musste…