Nikon DX VR AF-S NIKKOR 18-140mm 1:3.5-5.6 G ED – UPDATE

Ich hatte mich ja bereits ausführlich im Blogbeitrag "Einsparmöglichkeiten …" und "Einsparmöglichkeiten II" darüber ausgelassen, was ich von Nikons aktueller Preis- und Modellpolitik halte.

Irgendwie hat es gewisse Ähnlichkeit mit dem aktuell von "völlig überraschenden" starken Umsatzeinbrüchen "gebeutelten" Lebensmitteleinzelhandel. Der wirklich glaubte, der dumme Konsument hätte nicht bemerkt, wie die Lebensmittelpreise bereits vor Weinachten angehoben wurden, um dann durch den Ukraine-Krieg (als Grund) noch stärker an der Preisschraube zu drehen. Sicher gibt es Familien, wo der Groschen in Zukunft zweimal umgedreht werden muss. Aber es gibt auch genügend Menschen, wo das nicht der Fall ist. Und darunter wiederum eine genügend große Menge, die die Preistreiber jetzt durch Wechsel zu Alternativen oder gezielte Kaufenthaltung bestrafen.

Und Kaufenthaltung oder Wechsel zu Alternativen funktionieren auch im Fotogeschäft prima!

Dass Nikon es neben Hochpreisen und unbegründeten Preiserhöhungen auch besser kann, haben sie mit Objektiven wie dem gerade von Christian Zahn ausprobierten und für sehr gut befundenen Nikkor 28/2.8 (Z-Bajonett) oder dem NIKKOR Z 40mm 1:2 bewiesen. Beides Festbrennweiten unter 300 Euro. Dazu gesellen sich die ausgezeichneten "Plastik" Kitzooms 24-50 mm (FX, Vollformat) — ich brauche kein 4/24-70 oder gar 2,8/24-70 mm. Mit dem 2020 zur Z50 gekauften 50-250 mm (DX) mit Z-Bajonett bin ich nach wie vor hochzufrieden!

Aber was hat Nikon bewogen, das mich interessierende NIKKOR Z DX 18–140 mm 1:3,5–6,3 VR, das auf dem Weg runter Richtung — immer noch zu hohe — 500 Euro schien, um Ostern 2022 herum auf 700 Euro zu erhöhen? Die Konsequenz war für mich sofort klar: Kauf eines gebrauchten AF-S DX NIKKOR 18-140mm 1:3,5-5,6G ED VR für 175 Euro gebraucht beim Profi-Anbieter mit Rückgaberecht. Trotz des doppelten Gewichts (inkl. FTZ-Adapter)

Warum überhaupt ein biederes 18-140 mm Amateur-Zoom?

In den Osterferien hatte sich die Kombination 20 Megapixel Nikon Z50 — APS-C-Sensor Crop 1,5 — mit dem 4,5-6,3/50-250 mm Nikon Z und die 24 MP Vollformat Nikon Z6 mit dem 4-6,3/24-50 mm Nikon Z draußen als ideal erwiesen: Umgerechnet auf Kleinbild 24-375 mm Brennweite! Zwei Gehäuse, um draußen ohne Objektivwechsel einen großen Brennweitenbereich zu haben. Denn besonders die sonst geschätzte Z6 hat sich im Gelände immer wieder als übler Bildsensor-Drecksammler erwiesen. Selbst wenn das Gehäuse beim Objektivwechsel mit der Öffnung nach unten gehalten wird. Was der Sensor an Schmutz ansaugt, klebt. So fest, dass die alberne Marketingerfindung "Bildsensor-Reinigung" da gar nichts abschüttelt. Über den Blasebalg "lacht" der klebende Dreck. Man bekommt ihn nur mit dem "Speck-Grabber" oder Sensor Cleaning Swabs weg …

Gerne hätte ich Ostern die eine oder andere Fotorunde aber mit nur einem Gehäuse und dem Kompromiss Super-Zoom gemacht. Der Kompromiss ist mit dem AF-S DX NIKKOR 18-140mm 1:3,5-5,6G ED VR jetzt an Bord!

Spezifikations-Vergleich

Wie weit er etwas geänderte optische Ausbau Auswirkungen auf die Abbildungsqualität hat, kann niemand sagen. Vorteile hat die Z-Version im besseren Nahbereich/Abbildungsmaßstab und natürlich beim Gewicht. Die Stabilisierungswirkung des VR wird bei der DSLR-Version mit 4 Lichtwertstufen angegeben, die Z-Version ist mit 5 Stufen etwas besser. Ob sich der Wasser-/Staubschutz der Z-Version nur aufs Bajonett beschränkt, habe ich nicht weiter untersucht. Die simple Gummidichtlippe ums Objektivbajonett hat auch die DSLR-Version. Die Möglichkeit den in Normalstellung fürs manuelle Fokussieren (by Wire) einzusetzenden Ring umprogrammieren zu können, habe ich bei keinem meiner Z-Nikkore, die das bieten, genutzt. Und wie gesagt: Da stehen sich 500 (?) Euro für ein gebrauchtes 18-140 mm Z und 175 Euro für ein gebrauchtes 18-140 F gegenüber.

Wie schon im Blog geschrieben, waren die 59 Cent ins Labormessdaten-Protokoll von Digitalkamera.de eine sehr gute Investition. Das Zoom wurde dort auf der 24 Megapixel Nikon DSLR D5300 getestet. Keine Überraschung, dass man das 3,5-5,6/18-140 mm Zoom für maximale Abbildungsleistung nicht mit Offenblende und maximal auf f/8 und f/11 betreibt!

Was perfekt zur "Beugungsregel" passt, die da lautet: Maximale Blende ohne Beugungsunschärfe gleich Pixelabstand auf dem Bildsensor (Pixelpitch) x 2 plus eine Blende. Für die für den Test verwendete 24 Megapixel DSLR Nikon D5300 und die spiegellose 20 MP Nikon Z50 sind das 3,9 bzw. 4,2 µm, also Blende 8 plus eine Blende = f/11.

Vorabtest im heimischen Garten (6 MP)

Musik

Planzen-/Tierwelt …

Zum Foto der schlagenden Lerche

Es war klar, dass 210 mm eigentlich aussichtslos sind, um die in der Luft fliegende/stehende Lerche einzufangen. Dazu hätte es 600 mm Brennweite aufwärts bedurft … Aber der eher unscheinabre aber unüberhörbare Vogel musste einfach dokumentiert werden. Einmontiert in das schon vergrößerte Foto eine nochmals größere Variante, die mit der Demoversion von TOPAZ LABS Gigapixel AI weiter vergrößert wurde, daher das noch erkennbare Waserzeichen. Aber irgendwann ist auch die Artificial Intelligence – AI –, die künstliche Intelligenz (KI) am Ende, wenn auf 600 Prozent vergrößert wird. Dennoch überlege ich den Erwerb der Vollversion. Angeblich sollen auch die weiteren TOPAZ-Produkte DeNoise AI und Sharpen AI Wunder wirken. Sicher werde ich mir auch davon mal die Demoverionen installieren. PS. Das war jetzt KEINE bezahlte Werbung ;-)

Im Eichenhain

Landschaft, Urlaubsziele

Oldtimer

Qualitäts- und sonstiger Eindruck

Das Nikon DX VR AF-S NIKKOR 18-140mm 1:3.5-5.6 G ED ein Amateur-Zoom?

Nur von der Lichtstärke bei längster Brennweite. Im Vergleich zum Di II TAMRON 18-270mmF/3.5-6.3 Piezo Drive VC ein Super-Objektiv. Denn mein geschnektes, vom Zustand nagelneues Tamron lieferte nur zu Beginn und nur bis 12 Megapixel eine ordentliche Abbildungsqualität, fiel aber im weiteren Benutzungsverlauf nur nch negativ durch zunehmende In-Kompatibilität auf. Völlig unbrauchbar auf dem FTZ und der 20 MP Nikon Z50, zunehmende Macken in der Autofokus-Steuerung bis hin zum AF-Ausfall auch auf der 12 MP Nikon D300.

Das 18-140 mm DX Nikkor mit F-Bajonett war genau die richtige Entscheidung für die spiegellose Nikon Z50. Da stimmt das Preis-/Leistungsverhältnis! Ich warte doch keine 5 Jahre, bis sich die Version mit Z-Bajonett als Gebraucht-Objektiv "bequemt" in mir genehme Preisregionen zu sinken. Für August 2022 hat Nikon die nächste Preiserhöhung angekündigt. Das wird bei der aktuellen Verbraucher- und Wirtschaftslage die Verkäufe sicher mächtig ankurbeln …

Für mich ein Volltreffer das 27-210 mm (umgerechnet auf Kleinbildformat) Zoom! Ideale Reise-/Urlaubsbrennweite! Und diese Kombination — da muss ich die Nikon Z50 loben — ist im Gelände einfach praktikabler als der furchtbare Staubsauger und Dreckfänger Nikon Z6! Den ich dann mit einem teuren 24-200 mm Z-Nikkor bestücken müsste.

Gelegentlich hätte es etwas mehr Tele als 140/210 mm sein können. Es gibt ein stabilisiertes AF-S 18-300 mm DX Nikkor, das mir aber für 450 bis 600 Euro zu teuer ist.

Aber wenn mir mal ein preiswertes AF-S 18-200 mm DX VR Nikkor über den Weg läuft, werde ich das probieren. Das ist mir mittlerweile tatsächlich über den Weg gelaufen ;-) Ich bin sehr gespannt, ob das 17 Jahre alte 18-200 mm VR (erste Version) auf der 20 MP Nikon Z50 mithalten kann. Mein 18-140 ist von 2016 und damit deutlich neueren Konstruktionsdatums. Gerne kann das 18-200 aber auch auf die sher gute 12 Megapixel Nikon D300.

NACHTRAG 18-200mm DX VR Nikkor

Mit dem letzten Satz habe ich das Ergebnis unbewusst vorweggenommen. Tatsächlich geht das 2005 vorgestellte 18-200 mm DX VR Nikkor (1. Version), adaptiert auf die 20 MP Nikon Z50 in die Knie.

Brennweitenvergleich 18-200/18-140 mm bei 135/140 mm

Obere Reihe (bzw. die ersten drei Fotos) 18-200 mm DX VR Nikkor, Blende 5,6-8-11, untere Reihe (die letzten drei Fotos) 18-140 mm DX VR Nikkor, Blende 5,6-8-11. 1:1 Ausschnitt aus der Bildmitte.

Das 18-200 fühlt sich auf der D300 deutlich wohler und wird mit dieser im Ferienhaus ausgelagert. Das Ergebnis irgendwie ahnend, hatte ich auch nur 79 Euro in ein stark gebrauchtes, aber funktionierendes Exemplar von mpb.com mit einem halben Jahr Garantie investiert. Was da bei eBay offeriert wird, ist gewöhnlich zu teuer … Und eben auf den höher auflösenden Systemkameras vorsichtig ausgedrückt nicht mehr ideal.

Ralf Jannke, Juli 2022

 

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