Casio QV-7000SX und mehr

Casio QV-2300UX, QV-8000SX

Casio Ahnengalerie

Und noch ein Nachzügler... Die Casio QV 700

Nach Nikon ist Casio der zweite Hersteller, der eine vergleichbare Anzahl so genannter Drehgelenk-Digitalkameras produzierte. Genau gesagt ist Casio mit der QV-10 von 1995 sogar der Erfinder dieser Kameras, wo die Bedieneinheit mit dem Monitor und die Einheit mit Objektiv und Sensor gegeneinander verdrehbar angeordnet sind. Neben der QV-10 wurden hier auch die QV-780 von 1998 und die Casio QV-2900 UX von 2001 vorgestellt.

Die im Lauf der Erstellung dieses Beitrags noch eingetroffene QV-700 von 1997 ist der direkte Vorgänger der 1998 präsentierten QV-780. Für die sich auch kein eigener Beitrag lohnt. QV-700 und QV-780 sind von den technischen Daten fast identisch.  

Dazu gesellen sich jetzt noch drei weitere Exemplare, die Casio QV-7000SX von 1998, die Casio QV-8000SX von 1999 sowie die 2 Megapixel Casio QV-2300UX von 2001, die der QV-2900 UX sehr ähnlich ist.

QV-7000SX und 8000SX lösen 1.280 x 960Pixel = 1,3 Megapixel auf, haben aber unterschiedlich starke Zoom-Objektive. Während die QV-7000SX nur über ein 2,8-3,5/5-10 mm (32 bis 64 mm @KB) 2-fach Zoom mit mehr Start-Weitwinkel verfügt, hat die QV-8000SX ein telelastiges 40-320 mm 8-fach Zoom. Die Casio QV-2300UX löst mit 1.600 x 1.200 Pixel = 2 MP höher auf und besitzt ein 2,8-4,5/6,2-18,6 mm (41-123 @KB) 3-fach Zoom. Außerdem hat der Sensor eine Empfindlichkeit von wahlweise ISO 80, 160 oder 320. Gespeichert wird in 24 bit Farbtiefe komprimiert als JPEG in den Qualitäten S(uperfine), F(ine), N(ormal) und E(conomy = 640 x 480 Pixel) auf Compactflash-Speicherkarte.

Alle hier gezeigten Casios speichern auf Compactflashkarte und werden mit 1,2 oder 1,5 Volt Akkus/Batterien der Größe AA mit Energie versorgt.

Alle technische Einzelheiten der QV-7000SX in der englischen Bedienungsanleitung

Alle technische Einzelheiten der QV-8000SX in der englischen Bedienungsanleitung

Alle technische Einzelheiten der QV-2300SX in der deutschen Bedienungsanleitung

Die der 2300UX zum Verwechseln ähnliche 2-4-00UX bringt neben Kleinigkeiten noch die Möglichkeit unkomprimiert im TIFF-Format zu speichern.

Auch Boris Jakubaschk hat die Drehgelenk-Casios gewürdigt und ein paar Bilder gezeigt: QV-10 (1995), QV-100 (1996), QV-300 (1996), QV-780 (1998), QV-2900US (2001)

Heute zwingend notwendig: SELFIE-Fähigkeit, die Casio QV7000SX ;-) Und auch die beiden hier noch gezeigten Modelle QV-2300UX und QV-8000UX...

Für den kleinen Knipsrundgang...

... fiel die Wahl auf die Casio QV-2300SX, weil sie höher auflöst und mehr Möglichkeiten bietet, die weiter unten beschrieben werden.

Beispielfotos, aufgenommen mit der Casio QV-2300UX, volle Auflösung 2 Megapixel

Als kleiner Auftakt – meine ersten Testbildchen mit der Casio QV-2300UX. Die gleich die Möglichkeiten zeigen…

Von den drei ISO-Einstellmöglichkeiten 80, 160 und 320 hier ISO 320. Minus 2 EV Korrektur, um den brennenden Docht nicht komplett ausfressen zu lassen und die vorhandene fast Nacht zu zeigen. Weißabgleich auf Tageslicht, da die funktionierende Automatik sonst das warme Licht der Petroleumlampe gnadenlos weggeregelt hätte. Die Dateneinbelichtng war versehentlich aktiviert. Das mit Photoshop zu entfernen, wäre kein Problem. Zur Demonstration blieb es drin.

Mehr Casio QV-2300UX 2 MP Fotos, aufgenommen im Botanischen Garten Bonn

Das letzte Hochformatfoto entstand beim Rückweg vom Botanischen Garten Bonn. Tausend Mal dran vorbeigelaufen und erst jetzt "entdeckt", dass die Balkon-Fassade ja 1960-Style ist. Um das noch zu verstärken, wurde das Bildchen mit Pixlr-o-matic auch vom "Fotoerhaltungsgrad" auf 1960er Jahre getrimmt ;-) Bis auf diese Spielerei alle anderen Fotos "out-of-the-cam", unbearbeitet. Bis aufs Drehen ins Hochformat natürlich… 

Campus (Bonn) Poppelsdorf

Zum Campus (Bonn) Poppelsdorf

Irgendwie wie die Schärfe einiger Fotos von einer gewissen Schwammigkeit überlagert. Der Grund war nicht herauszufinden, denn mit durchschnittlich 800 KB sind die JPEGs noch geringer als 8:1 komprimiert. 4:1 bezeichnet man als exzellent, sehr gut, 8:1 auf jeden Fall gut. Egal, das Bildergebnis ist nicht überzeugend, wenn man sich meine geliebte Testaufnahme des geklinkerten Instituts ansieht.

Der Casio eine 1 GB CompactFlash-Karte zu spendieren, war auch keine gute Idee. Mitten im Betrieb nach einigen Fotos stellte die Noname-Karte ihren Dienst ein, die Kamera forderte auf die Karte zu formatieren. Im Notfall hätte ein Rettungsprogramm die verlorenen Bilder wieder hergestellt, was mir mit unverschämten 40 bis 50 Euro für eine Jahreslizenz des Rettungsprogramms zu teuer war. Nicht für eher unwichtige Bildchen aus einer 16 Jahre alten 2 Megapixel Digital-Sammelkamera. Immerhin reichte es zu dem Tableau, das aus Screenshots der im Rettungsprogramm klein angezeigten Fotos zusammengesetzt wurde. Ob jetzt die Casio QV-2300UX oder die Karte selbst Schuld war? Die Noname-Karte wurde sofort aus dem Verkehr gezogen, mechanisch unbrauchbar gemacht und in den E-Schrott entsorgt.

Mit den hier und früheren Beiträgen vorgestellten Casios ist auch der Bereich der so genannten Drehgelenk-Kameras praktisch abgearbeitet. Die noch fehlende Contax U4R ist nichts anderes als eine etwas elegantere, aufwändig belederte, überteuerte, aber doch nur umgelabelte Kyocera Finecam SL400R, und für eine seltene 2 Megapixel Drehgelenk Sony Cyber-shot U50 bin ich nicht bereit jenseits der 200 Euro/Dollar ohne Zoll und Übersee-Porto zu investieren!

Ralf Jannke, Juli 2017

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