Toshiba Sammelsurium

Es war mich gar nicht bewusst, seit 2015 hier schon fünf Digitalkameras von Toshiba vorgestellt zu haben. Angefangen mit der Toshiba PDR-2 (1997) – oben links – eine der ersten Digitalkameras der Welt mit einem CMOS-Bildsensor! Gefolgt von der Kamera mit dem besonderen Design: Toshiba PDR-M4 (1999) – oben rechts. Dann war die Toshiba PDR-M5 (1999) dran – unten links. Ist diese Kamera jetzt „spacig“ oder einfach nur hässlich? Und wer kennt das „Smartphone, mit dem man nicht telefonieren kann,“ die PDR-T10 (2002) – unten rechts.

Boris hat die der PDR-2 sehr ähnliche Toshiba PDR-5 beschrieben und auf 16 Euro Sammelwert taxiert

Die stylische Toshiba PDR-M4 bekommt bei Boris einen Sammelwert von 22 Euro

Die Toshiba PDR-M70 (2000) kann man im gleichen Atemzug mit der Panasonic Lumix LC5 und Casio QV3500 nennen. Alles vergleichbare Digitalkameras, alle mit dem gleichen Zoom von Canon ausgerüstet.

Was ist (bei mir) noch übrig?

Toshiba OEM-/ODM-Dutzendware

Zu Recht hat die nur als Auftragsware produzierte Toshiba PDR-2300 (unten rechts in Bild) nur einen Sammelwert von 9 Euro. Die PDR-M25 (oben rechts) würde ich noch tiefer taxieren. Eine von beiden Kameras war vom Flohmarkt – für 3 Euro…

Und etwas wertvoller (?)

Mit welcher Kamera es abzüglich der PDR-T20 einen kleinen Foto-Rundgang gibt, war schnell festgelegt.

Es konnte nur die mit 3 MP am höchsten auflösende PDR-M71 sein

Ungewöhnlich in der Toshiba PDR-M71 die Änderung der Bild-/JPEG-Qualität und -größe. Beim Versuch etwas zu ändern, brachte ein Tipp auf die entsprechende Taste keine Änderung. Der/die FotografIn muss 1x im Menü wählen und festlegen, welche drei Qualitätsstufen/ggf. Bildgrößen auf die Taste gelegt werden. Ich habe mich für 3 MP/3 Sterne, 3 MP/2 Sterne oder 3 MP/1 Stern entschieden. Drei Sterne entsprechen einer schonenden JPEG-Komprimierung von 5:1, zwei Sterne 7,5:1. Alles unter 8:1 ist gefahrlos zu nehmen. In Schulnoten: 4:1 bewertet man als „Sehr Gut“, 8:1 als „Gut“ und 15/16:1 als „Ausreichend“. Bei einem Stern wird 15:1 komprimiert. Das würde ich nur im Speicher-Notfall nehmen! Angesichts der 1.024 x 756 Pixel 0,8 Megapixel Auflösung ist diese mögliche „Half“ Einstellung keine Alternative. Auf die 64 MB SmartMedia-Karte der PDR-M71 passen so 53, 79 oder 159 Fotos. Wichtig wird das aber nur, wenn die Speicherkapazität auszugehen droht und kein Ersatz dabei ist...

Neben der Ausführung in "Profi Schwarz" ;-) gab es einen weiteren Grund, nur die PDR-M71 zu nehmen, wie Sie weiter unten sehen werden.

Beispielfotos, aufgenommen mit der Toshiba PDR-M71, 4 Megapixel

Toshiba PDR M71 ISO 400

Wenn ich nur die PDR M71 dabei hätte und anders nichts mehr geht, würde ich die ISO 400 nehmen. Lieber so eine Abbildung, als ein verwackeltes Foto!

Als bieder, brav, Schulnote "Befriedigend" würde ich die technische Abbildungsleistung der Toshiba PDR-M71 bezeichnen. Kleine Rundgänge mit derartigen "Steinzeit-Kameras" machen immer wieder Spaß. Wenn sich die Smartphone-versa… Gesellschaft über das komische "Dings" da wundert, was der da mit sich rumträgt. Scheint eine Kamera zu sein ;-)

Ralf Jannke, Herbst 2017

PS.: Eigentlich…

… wollte ich auch mit der Toshiba PDR-M61 ein paar Beispielfotos aufnehmen.

Verfügt sie doch über einen echten (!) 2 Megapixel-Sensor im Kleinbild-Seitenformat 3:2. Daraus wurde nichts, denn der Sensor liegt im Sterben :-( Im ersten Augenblick dachte ich noch an eine Fehlbedienung meinerseits, etwa + 2EV Überbelichtung. Aber an den Treppenstufen erkennt man schnell, dass dieser Sensor nicht mehr richtig ausgelesen wird…

Die PDR-M61 löst im Gegensatz zu zahlreichen so genannten 2 MP Kameras tatsächlich diese Pixelzahl auf. In der Mehrzahl Kameras sind 1.600 x 1.200 Pixel Sensoren im 4:3 Seitenverhältnis eingebaut, die keine 2 MP sondern "nur" 1,91 Megapixel auflösen. In der Toshiba PDR-M61 steckt ein Sensor, der 1.792 x 1.200 Pixel = 2,15 MP auflöst... Was Toshiba und andere Hersteller nicht daran hindert, die Auflösung großzügig auf 2,3 MP aufzurunden.

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